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Familienurlaub auf dem Spitalerhof in Vöran

Mamabloggerin Anna Volkenborn von "Familie Motte" war mit ihrer 9-jährigen Tochter, den 5-jährigen Zwillingen und ihrem Mann im Herbst zu Besuch auf dem Spitalerhof in Südtirol.

"Nein Mama, wir können nicht abreisen. Bäuerin Verena braucht uns doch. Wer soll sonst jeden Morgen die Eier im Hühnerstall einsammeln?" Die Zwillinge stehen mit verschränkten Armen vor mir, als ich sie bitte ihre Koffer zu packen. Eine Woche auf dem wunderschönen Spitalerhof in Vöran liegt hinter uns. Und trotz Abstands- und Hygieneregeln in Coronazeiten hätte unser Herbsturlaub in Südtirol kaum schöner sein können. Als Norddeutsche war der Weg für uns zugegebenermaßen ziemlich weit. Aber die Mischung aus österreichischer Gemütlichkeit und italienischem Flair macht Südtirol zu etwas ganz Besonderem. Genau diese Atmosphäre nimmt uns auch bei unserer Ankunft in Vöran sofort gefangen. Bäuerin Verena, Bauer Erhard und die drei Kinder Mia, Lucy und Juri nehmen uns auf dem Hof sehr herzlich in Empfang.

Der Spitalerhof in Vöran: nachhaltig, regional, gemütlich

Der Spitalerhof ist ein idyllisch gelegener Bio- und Selbstversorgerhof inmitten von Wiesen und Wäldern. Er liegt gut erreichbar auf dem sonnigen Hochplateau zwischen Meran und Bozen. Die Besitzer, Familie Laner, haben hier mit viel Liebe drei hübsche Ferienwohnungen für zwei bis sechs Personen eingerichtet. Die Kinder nehmen sofort die Bettenaufteilung vor, während wir Eltern uns kaum losreißen können von dem atemberaubenden Blick der sich uns vom Balkon aus bietet. Überhaupt überzeugt uns das Konzept des Spitalerhof von ressourcenschonendem Wohnen und Kochen mit hofeigenen und regionalen Produkten. Verena verarbeitet ihre Ernte zu Aufstrichen, Trockenfrüchten, eingelegtem Gemüse, Gewürzen, Sirupen und Teemischungen die man allesamt vor Ort erwerben kann. Natürlich kann man alle Hofprodukte wie Gemüse, Kräuter und Eier auch zur eigenen Zubereitung kaufen. Nach dem Auspacken zeigt uns Verena den Hof und stellt uns die Tiere vor. Neben den Jungrindern und Schafen auf der Weide tummeln sich noch zahlreiche Hühner, zwei Katzen, zwei Kaninchen, zwei Meerschweinchen, der Hofhund und "Fritzi" das Schwein auf dem Gelände. Innerhalb kürzester Zeit haben sich unsere Kinder mit den in etwa gleichaltrigen Kindern der Familie Laner angefreundet und stromern in den kommenden Tagen zusammen über den Hof. Sie naschen Himbeeren und Pflaumen vom Strauch, helfen bei der Kartoffel- und Möhrenernte auf dem Acker, dürfen das Schwein füttern, jeden Morgen die Eier in der Hühnerlodge einsammeln und hüpfen stundenlang auf dem Trampolin. 

Kinderfreundliche Wanderungen in der Umgebung

Verena weiß genau welche Wanderungen mit drei kleinen Kindern machbar sind. Also machen wir uns am dritten Urlaubstag auf zum "Knottnkino" am Rotsteinkogel. Vom Spitalerhof aus erreicht man die Aussichtsplattform auf 1.465 Meter in guten eineinhalb Stunden. "Knottnkino" bedeutet übrigens übersetzt so viel wie "Felsenkino". Oben angekommen erklärt sich uns dann auch warum die Südtiroler diesen Namen wählten. Es erwarten uns nämlich 40 robuste Sessel – ein Kinosaal auf dem Berg sozusagen. Der Film (und Lohn für den hin und wieder recht steilen Anstieg) ist in diesem Fall das wirklich atemberaubende Panorama auf das Etschtal, die Texelgruppe und den Penegal bis zum Weißhorn. Auch die Wanderung auf dem "Haflinger Erlebnisweg" ist uns in nachhaltiger Erinnerung geblieben. Das Örtchen Hafling liegt unweit von Vöran und ist Ursprungsort der berühmten Haflinger Pferde. Die Gemeinde hat dort einen zwei Kilometer langen Erlebnisweg mit zwölf tollen Stationen rund um die Haflinger Pferde angelegt. Klettern und Balancieren, Pferde-Memory, eine Fühlstation und viele weitere Aufgaben vermitteln viel Wissenswertes über die berühmten Haflinger Pferde und machen dazu noch richtig Spaß. Die Wanderung endet am Hotel Sulfner, dem auch ein Pferdestall angeschlossen ist. Kinder dürfen dort Ponyreiten und können den Erlebnisweg somit stilecht auf einem Haflinger beenden. Eltern sollten sich indes den Weg zur Kirche St. Kathrein nicht entgehen lassen. Uns hat es beim Anblick dieses Panoramas glatt die Sprache verschlagen.

Der Abschied fällt schwer – aber wir kommen wieder!

Spitalerhof: Tipps für den Trip

Anreise: Am besten mit dem PKW. Der Spitalerhof ist etwa 300 km von München entfernt. 
Preis: Ein siebentägiger Aufenthalt in einer Ferienwohnung für vier Personen inklusive Frühstück kostet etwa 1000 Euro.
Mehr Informationen: roterhahn.it

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