Die Redaktion testet

Woom Now: das neue Kinderfahrrad im Test

Finn (9) hat das Woom Now in den letzten Wochen einem gründlichen Test unterzogen. Wovon wir besonders begeistert sind und warum das Kinder-Bike ein perfekter Begleiter (auch) in der Stadt ist, lest ihr hier.

März 2022: Ganz neu und ein absoluter Hingucker! Das Kinderfahrrad Woom Now besticht nicht nur durch seine besondere Optik aufgrund des Gepäckträgers über dem Vorderrad, sondern auch mit zahlreichen und (nicht nur) stadttauglichen Features. Wir haben es ausführlich getestet und stellen es euch hier vor.

Wie ein Lastenrad, aber in leicht: mit praktischem Front-Gepäckträger

Hand aufs Herz: Als ich das Fahrrad das erste Mal sah, hätte ich es am liebsten selbst behalten. Stellt man den Sattel hoch, würde es mir wahrscheinlich sogar passen. Aber natürlich war es für meinen Sohn gedacht. ER sollte es testen. Und da er inzwischen so groß ist, dass ihm schon ein 26er-Fahrrad (wie das Woom Now 6) passt, kann ich zwischendurch auch mal darauf fahren.

Bei unserer ersten Draußentour sprachen uns hintereinander gleich zwei Bekannte an, dass wir auf dieses Rad besonders gut aufpassen und es immer sicher anschließen sollten (Fahrraddiebstähle sind, vor allem hier in der Stadt, leider keine Seltenheit).

Was optisch wohl als Erstes auffällt: Das Woom Now hat vorne ein kleineres Rad als hinten. Wie die Lastenräder. Und tatsächlich: Auch hier lässt sich vorne so einiges transportieren. Denn das Fahrrad hat über dem Vorderrad einen Gepäckträger, der sich hoch- und runterklappen lässt und über festmontierte, einstellbare Gurte verfügt. Hier ist problemlos Platz für eine Sporttasche, einen Fußball oder auch den Schulranzen. Und das Kind hat seine Fracht immer im Blick.

Finn liebt es, den Gepäckträger aus- und einzuklappen und die Gurte zu verstellen. Die Kinder bekommen so ganz schnell ein Gefühl von Eigenständigkeit und Kontrolle. Was vielleicht verlockend sein könnte: andere Kinder mitzunehmen. Doch Achtung: Das ist nicht erlaubt. Der Gepäckträger ist für zehn Kilogramm extra Gewicht zugelassen.

Das verhältnismäßig leichte Fahrrad gibt es in drei Größen und passt für Kinder und Jugendliche von sechs bis 14 Jahre:

  • Woom Now 4 (20/16 Zoll, Gewicht 10,5 kg) – 799 Euro
  • Woom Now 5 (24/20  Zoll, Gewicht 11,8 kg) – 849 Euro
  • Woom Now 6 (26/20 Zoll, Gewicht 12,6 kg) – 899 Euro

Es ist in zwei Farben erhältlich:

  • Moss Green/Formular Red (wie in unserem Test – wir finden die Farbe unglaublich schick!)
  • Ice Blue/Carbon Black

Kopfsteinpflaster? Überfährt man dank der dicken Reifen mit links

In unserem Wohngebiet gibt es viele Straßen mit Kopfsteinpflaster und auch einige Bordsteine, die nicht für (Fahr-)räder abgesenkt sind. Mit den dicken Schwalbe-Ballonreifen des Woom Now ist das aber alles kein Problem, da Unebenheiten locker abgefedert werden. Finn mochte es nie, auf Kopfsteinpflaster zu fahren, jetzt stört es ihn überhaupt nicht mehr. Was gut ist, da er ab seinem nächsten Geburtstag, wenn er zehn wird, nicht mehr auf dem Gehweg fahren darf, sondern mit der Straße vorlieb nehmen muss (wenn es keinen Radweg gibt).

In diesem Video stellen wir euch das Woom Now Kinderfahrrad kurz vor und verraten die Highlights

Verkehrskonforme Ausstattung und acht Gänge

Das Fahrrad ist sehr leichtgängig und Finn liebt seine acht Gänge. Standardmäßig fährt er im vierten Gang, aber zum An- und Bergauffahren kann man runter- und beim Bergabfahren hochschalten.

Das Kinder-Bike ist komplett verkehrstauglich ausgestattet (nach StVZO). Was ich besonders toll finde, ist die über einen Nabendynamo betriebene Lichtanlage: Front- und Rückstrahler bleiben sogar noch an, wenn man – beispielsweise an einer roten Ampel – stehen bleibt. So wird man auch bei kleinen Fahrtunterbrechungen im Dunkeln gut gesehen.

Scheibenbremsen und Drehgriffklingel

Damit kann man so richtig in die Eisen gehen: Was ich von Kinderrädern bisher nicht kannte, sind die starken hydraulischen Scheibenbremsen. Kein langsames Ausrollen mehr, aufgrund ausgeleierter Bremskabel, sondern sicherer Halt mit kurzem Bremsweg. Das gibt mir im Straßenverkehr mit Finn ein gutes Gefühl. 

Finn hingegen legt mehr Wert auf die coole Klingel, die man einfach durch Drehen am Griff betätigt. Schutzbleche und Seitenständer gehören ebenfalls zur Standardausrüstung.

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Unser Fazit nach dem Testen des Woom Now 6

Mein Sohn und ich sind mit dem neuen Kinderfahrrad rundum zufrieden. Es ist optimal für die Bedingungen in der Stadt und die Ansprüche von Kindern ausgelegt. Auch bei Regenwetter schützen die Schutzbleche vor den schlimmsten Dreckspritzern. Es fährt (und trägt) sich leicht, sieht schick aus und ist einfach in jeder Hinsicht praktisch. Und vor allem sicher im Straßenverkehr. Da haben sich die Produktmanager ein schlüssiges Gesamtkonzept einfallen lassen, das überaus alltagstauglich ist und richtig Spaß macht.

5 von 5 Sterne

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