23. Mai 2017

Konferenz deutscher Familienblogger

10 Dinge, die ich auf der #denkst gelernt habe

© privat

In Nürnberg haben sich am Wochenende Familienblogger aus ganz Deutschland getroffen, um sich auf der #denkst auszutauschen. Was Bloggerin Nadine – vom herrlichen Goodie Bag abgesehen – mitgenommen hat.

Klar war ich absolut reizüberflutet auf der Bloggerkonferenz #denkst in Nürnberg, die Doppel-Papa Sven von „Zwillingswelten“ und Dreifach-Mama Susanne von „Ich lebe! Jetzt“ zum zweiten Mal auf die Beine gestellt haben. So viele tolle Persönlichkeiten! So viele Vorträge und Workshops! So viele Gespräche! Und nicht zuletzt: So köstlicher Kaffee! Inzwischen habe ich den Input etwas ordnen können.

Welche Inspirationen mich weiterbringen

    1. Wer erfolgreich sein will, sollte ständig an immer besseren, individuellen Inhalten arbeiten. Nur wer Qualität schafft, wird sich als Blogger durchsetzen. Kopien von anderen braucht keiner. (Was aber nicht heißt, dass man andere Blogger nicht anhimmeln darf. Mein eigenes Fazit des Vortrags der beeindruckenden Svenja von „Meine Svenja“ ist: Sei immer du selbst, außer du kannst wie Svenja sein. Dann sei wie Svenja.) Svenja, die seit neun Jahren bloggt, wundert sich jedenfalls, warum die neue Generation der Blogger nicht neue Dinge erfindet, sondern immer noch das nachbloggt, was die „Alten“ vormachen, etwa Formate wie „Wochenende in Bildern“ (gähn). In dieselbe Kerbe schlägt Andrea Reif in ihrem Vortrag: „Wir Frauen müssen viel mehr auf uns selbst hören und nicht ständig gucken, wie die anderen das machen.“
    2. Wer Geld verdienen will mit dem Bloggen, muss arbeiten, viel Zeit investieren und ständig dazulernen. Sonst bleibt es laut Svenja beim Hobbybloggen – was auch okay ist! Aber das mit dem Geldverdienen funktioniert nur durch ständiges Dranbleiben, durch Ausprobieren und durch Fortbildung.
    3. Manches geht nicht zu jedem Zeitpunkt. Wenn die Kinder klein sind, kann frau nicht alles erreichen, was ihr möglicherweise wenige Jahre später einfach zufliegt.
    4. Einen Buchtipp habe ich auch mitgenommen von der #denkst. „Mama Schulze“, die eigentlich Julia Hubinger heißt, bloggt über den täglichen Wahnsinn mit drei Kindern, Beruf und MS-Erkrankung. Im Herbst erscheint ihr Buch, das wir alle kaufen, lesen und rezensieren werden. Und bei dem wir vermutlich, wie bei ihrem Vortrag auf der #denkst, auch weinen werden.
    5. Wir müssen als Eltern genau hinsehen, mit welchen Medien sich unsere Kinder beschäftigen. Dafür sensibilisiert Kriminologe T. G. Rüdiger: „Wir müssen auch in Sachen Medien Ansprechpartner für die Kinder bleiben, nicht andersrum. Wenn wir nicht mehr verstehen, was sie im Internet treiben und was sie zocken, kann vieles aus dem Ruder laufen.“

    „Macht euch zum Affen! Oder zur Fee!“

    6. Da lohnt es sich dann, auch mal zum guten, alten Kinderbuch zu greifen, und die Kinder auch dafür zu begeistern. Thea, Bibliothekarin und Bloggerin von „Herz & Buch“ gibt wertvolle Tipps zum besseren Vorlesen von Kinderbüchern. Etwa: „Mach dich beim Vorlesen zum Affen! Oder zum Seeungeheuer! Oder zur Fee!“ Das Kopfkino werde besser, wenn die Figuren tatsächlich andere Stimmen haben.
    7. Es gibt Firmen, die mit Bloggern kooperieren wollen, aber sich nicht mal die Mühe machen, den Namen ihres Ansprechpartners richtig zu schreiben. Und die dann Beiträge haben wollen, ohne die Blogger dafür zu bezahlen. Die kriegen laut Sophie von „Berlin Freckles“ dann kein Stück von unserer Torte, beziehungsweise: kein Stück unserer wertvollen Zeit, die ja pro Tag auch nur 24 Stunden umfasst. Wir werden solchen „Kunden“ auch nicht erklären, warum wir nicht zusammenarbeiten wollen: „Es ist nicht unsere Aufgabe, bekloppte Leute wegen ihrer bekloppten Anfrage zu erziehen.“
    8. Wer gerne auf Google gefunden werden möchte, sollte laut Social-Media-Experte Thorsten Ising in seinen Texten Fragen beantworten, die die Leser der Suchmaschine stellen. Wir sollten also nicht nur das Spargelrezept aufschreiben, sondern auch berichten, wann Spargelzeit ist, welche Beilage passt, wie man ihn isst…
    9. Was ich noch gelernt habe? Wir müssen öfter ins Museum! Die #denkst17 fand im Nürnberger Museum für Kommunikation statt – und für die Kinder gab es eine eigene Führung. Was für einen Spaß die hatten! Auf der Heimfahrt waren meine Zwerge jedenfalls genauso glückselig wie ich über den tollen Input! Und ja, herrlich: Weil die #denkst allen Mama- und Papabloggern ermöglichen will, an den Vorträgen teilzunehmen, haben die Veranstalter diese tolle Kinderbetreuung organisiert. Schade, dass das bei vielen anderen Businesskonferenzen nicht funktioniert!
    10. Das wichtigste Fazit aber ist: Blogger, die virtuell meist sehr gut vernetzt sind, sollten sich öfter auch mal in echt treffen. Das ist ziemlich inspirierend – und vor allem richtig, richtig nett.

Bis spätestens 2018!

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3 Kommentare

  1. Evelyn sagt:

    Hey Nadine,

    Danke für deine tolle Zusammenfassung! Hoffentlich gibt es nächstes jahr wieder eine #denkst dann komme ich auf jedenfall!

    Liebe Grüße Evelyn

  2. Mareike sagt:

    oh liebe Nadine, das hast du genial zusammen gefasst. Im Prinzip ist das genau das, was ich mir über den Tag notiert habe 😉
    Punkt zwei ergänze ich dir noch mal, denn das ist irgendwie beim Vortrag ein bisschen untergegangen: sei mutig, trau dich und werte alles aus, was du probierst. Gerade, solange die Kinder noch klein sind, hast du nur begrenzt Zeit und kannst dich auf das konzentrieren, was funktioniert.
    Wenn du wissen willst, wie ich auswerte, dann ruf doch mal kurz durch oder schreib mir. Erkläre ich dir gern noch mal genauer (persönlich oder als Blogartikel)

    • Evelyn sagt:

      Hey Mareike,

      das würde mich auch interessieren! Ich habe null Ahnung, hätte aber gerne welche damit ich meine Zeit besser nutzen kann! Gibt es dazu vielleicht schon einen Artikel?
      Liebe Grüße Evelyn

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