12. September 2018

Mein Brief an die ABC-Schützin Antonia

Endlich Schulkind

Mein Brief an die ABC-Schützin Antonia
© privat

Antonia ist ein Schulkind – endlich! Mama Nadine schreibt ihrer Tochter einen Brief am Ende des ersten Tages.

Liebe Antonia,

wie stolz ich auf dich bin! Du bist jetzt ein Schulkind, und hast den ersten Schultag so cool gemeistert. Zum Glück lief vieles so, wie wir uns das gewünscht hatten. Bis zum letzten Tag der bayerischen Sommerferien haben wir es ausgekostet, noc hmal einfach so wegfahren zu können, ohne dass jemand von uns schulpflichtig ist. Wir waren im Europapark und im Ravensburger Spieleland. Als wir uns zum Ende unserer Süddeutschland-Tour vier Tage im Allgäu gegönnt haben, kam per Whatsapp die Meldung einer anderen Schulanfänger-Mama: Sie schickte die Liste mit den Kindern, mit denen du in der Klasse sein würdest. Wir haben da erfahren, dass du mit all deinen Kindergartenfreunden zusammen bist – in einer mit 27 Kindern ziemlich großen Klasse. Das hieß, du kannst mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit neben deiner besten Freundin sitzen! Juhu! Was haben wir gefeiert! An diesem Abend hast du im Kinderhotel noch in einer Show teilgenommen, die du bei der Kinderbetreuung mit einstudiert hattest, und die Betreuerinnen hatten dir dafür einen tollen Dutt gemacht. Danach hast Du gefordert: „Dieselbe Frisur willt ich am ersten Schultag auch haben!“ Das war also schon geklärt (und auf Pinterest hab ich sogar eine „Frisier-Anleitung“ gefunden).

Zur Einschulung ein Zeichen für Toleranz und Frieden

Dann kamen wir nach Hause, und bereits am kommenden Tag fand deine Einschulung statt – und zwar mit einem beeindruckenden Zeichen für Toleranz und Frieden: Christen, Muslime und Bahai haben gemeinsam in der katholischen Pfarrkirche um Segen für die ABC-Schützen gebeten. Das war eindrucksvoll – und sentimental wurde ich jetzt auch. Meine Süße wird jetzt groß!
Anschließend ging es in die Klasse, in der du bis auf drei, vier Kinder wirklich alle Mitschüler kennst. Und, hurra, du sitzt tatsächlich zwischen Deiner besten Freundin und Deinem besten Freund! Was für ein toller Start. Danach machten wir Fotos von dir, vor einer Tafel, mit uns Eltern, mit Valentin und seiner Geschwister-Schultüte. Wie zauberhaft du aussiehst, mit deinem Dutt und dem wunderbaren Schmetterlings-Kleid deiner Patentante Meggie!
Du hast dich hinterher riesig darüber gefreut, deine Schultüte auspacken zu dürfen: Die Barbie fandest du toll, auch die Armbänder. Lustigerweise durftest du dir am Nachmittag im örtliche Kaufhaus auch noch Playmobil im Wert von 50 Euro aussuchen, weil du einen Wettbewerb gewonnen hattest (Fragestellung: Was machen Deine Playmobilfiguren im Sommer?). Auch cool.

Die ersten Hausaufgaben

Wir, deine Eltern, freuen uns vor allem darüber, dass du deine Lehrerin nett findest. Und eine Hausaufgabe hattest du auch schon auf: Schwünge nachziehen, kleine Mengen abzählen. Das war ja babyeierleicht.
Morgen geht es weiter. Eigentlich ist der zweite Schultag noch aufregender als die Einschulung: Denn da dürfte klarer werden, was dich wirklich in der Schule erwartet. Was du da lernen wirst? Ach, das Lesen und Schreiben hast du dir in den vergangenen Wochen selbst beigebracht. Das könnte erstmal ein bisschen langweilig für dich werden. Aber: Die Uhr willst du lesen lernen, hast du heute gesagt. Das ist doch ein tolles erstes Ziel.
Alles Gute für die Schule, mein Schatz! Ich wünsche dir, dass du viel Spaß dabei hast, immer tolle Freunde und, dass du viel fürs Leben lernst – und damit meine ich nicht nur Rechnen und Schreiben.

Mach es gut!
Deine Mama

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