29. März 2018

Vorschulkind Antonia

Es wird ernst mit der Schule

Vorschulkind Antonia
© privat

Der neue Lebensabschnitt rückt näher: Die Lucks müssen sich um immer mehr Angelegenheiten kümmern, die Antonias Schulstart betreffen. Schuleinschreibung, Ranzenkauf, Nachmittagsbetreuung – es geht langsam los…

Vor wenigen Tagen war Schuleinschreibung. Eigentlich war das keine große Sache: Wir Eltern begleiteten unsere Kinder zur Grundschule. Der Nachwuchs machte in einem Raum spielerisch ein paar Tests, die Erwachsenen gaben derweil im Sekretariat einige Daten der Kinder durch, um sie fürs kommende Schuljahr anzumelden. Während wir darauf warteten, dass wir drankommen, unterhielten wir uns mit anderen Eltern über die wirklich spannenden Dinge:

  • Wird es zwei sehr große oder drei kleinere Klassen geben?
  • Werden die Kinder aus dem Kindergarten in eine gemeinsame Klasse kommen?
  • Wie sieht das mit der Nachmittagsbetreuung aus? Es heißt nämlich zum Schrecken vieler, dass es vermutlich nicht genügend Plätze gibt. Was aber, wenn manche Familien keinen Betreuungsplatz bekommen? Sollen sie das Kind für viel Geld privat bei einer Tagesmutter unterbringen? Die Sechsjährige mit dem Bus ins nächste Stadtviertel fahren lassen? Möglicherweise sogar den Job kündigen? Uff!

Unsere sorgenvollen Gespräche wurden letztlich von zwei Viertklässlern unterbrochen, die uns die Schule zeigten. Überall hingen Zeichnungen, Fotos, Basteleien. Ich bin sicher, dass Antonia all das auch gerne herstellen und sich hier wohlfühlen wird.

Die Lehrerin freut sich auf sie

Endlich kam sie raus aus ihrem Test. Prima gemacht habe sie all die kleinen Aufgaben – nur selbstbewusster dürfe sie noch werden, sagt die Lehrerin: Denn sie vergewisserte sich erst bei ihren Sitznachbarn, ob sie alles richtig macht. Jedenfalls freut sich die Lehrerin sehr auf sie. Darüber freuen wir uns natürlich auch.

Als Geschenk hat Antonia eine Malvorlage bekommen: eine Schultüte, die sie Reihe für Reihe ausmalen darf; für jede Fähigkeit, die sie beherrscht, eine weitere. Wir freuen uns schon wieder: denn alles, was hier verlangt wird, kann unsere Süße schon. Eine Schleife binden. Einen Schulranzen schultern. Sich allein anziehen. Einen Reißverschluss schließen. Sie kann also gleich die ganze Tüte bemalen.

Kinder einfach machen lassen

All das spiegelt auch das wider, was wir Eltern tun können zur Vorbereitung auf die Schule: Die Kinder einfach machen lassen, damit sie kompetent in all den praktischen Dingen des Alltags sind. Wenn wir sie beim Backen mitmachen lassen, schult das ihr Verständnis für Mengen. Und wenn wir sie beim Einkaufen dabeihaben, lernen sie das Rechnen. Lesen und Schreiben – das brauchen sie keineswegs daheim zu lernen.

Langsam fühlt es sich ernst an, der neue Lebensabschnitt rückt näher. Ich hoffe, wir versäumen nichts, was wichtig ist. Kann man vielleicht etwas unternehmen, damit sichergestellt ist, dass die beste Freundin in Antonias Klasse ist?

Einige aufregende Ereignisse liegen noch vor uns bis zum Schulstart. Der Vorschulkinder-Ausflug. Die Vorschul-Übernachtung. Das Einkaufen der ganzen Hefte und Stifte. Der Sommerurlaub. Und dann? Dann geht es endlich los!

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