22. September 2015

Wer uns den Alltag versüßt

„Hast du auch Danke gesagt?“

Wer uns den Alltag versüßt
© Prixel Creative/Shutterstock.com

Mama Nadine Luck freut sich, dass es läuft. Kinder und Kerl – irgendwie ist der Alltag rund. Das liegt daran, dass die Familie viel Unterstützung hat, obwohl die Verwandten weit weg wohnen. Selbst die Hormone helfen mit. Eine Danksagung.

„Hast du schön Danke gesagt?“ Wie oft Antonia diesen Satz zu hören kriegt! Immer wenn sie ein Gummibärchen zugesteckt bekommt, etwa. Meistens bedankt sie sich dann auch beim edlen Spender – denn „es gehört dir erst, wenn du ‚Danke‘ sagst“, behaupte ich oft. Aber: Sage ich eigentlich immer danke zu den Menschen, die mir und uns helfen? Das frage ich mich gerade, als ich von der Blogparade von JAKO-O höre, die uns Blogger unter dem Label #einfachmalsodanke auffordert, reihum mal Danke zu sagen. Gute Idee. Deshalb gibt es jetzt ein Merci an alle, die uns das Leben leichter machen!

Besonders hervorheben möchte ich:
1. Unsere Nachbarn. Wir wohnen im Erdgeschoss eines Mehrfamilienhauses, was bedeutet: Unser kleiner Garten ist voll mit Kindergerümpel, vom Sandspielzeug bis zum Bobby Car. Das ist kein aufgeräumter Anblick. Im besten Fall kann man von einem lustigen sprechen. Dazu kommt: Wir sind lauter als die meisten anderen Leute im Haus. Und dennoch scheinen uns die Nachbarn zu mögen: Manche von ihnen stellen Geschenke vor die Tür, zu Nikolaus, Weihnachten, Ostern. Das ist unglaublich nett, dadurch fühlen wir uns einfach willkommen.
2. Minensie. Valentins Patentante. Ich habe sie erst in Bamberg kennengelernt, als wir vor drei Jahren hergezogen sind. Obwohl sie uns nicht lange kannte und selbst zwei kleine Kinder hat, hat sie sich kurzerhand dazu bereit erklärt, Antonia während Valentins Geburt zu sich zu nehmen – egal wie lange die Chose dauern sollte. Das werde ich ihr nie vergessen. Und auch nicht, dass sie uns trotz ihrer eigenen Großfamilie einfach mal so sonntags freigibt, damit Harry und ich mal kinderlos frühstücken gehen können. Sie ist einfach die Beste.
3. Meine Hormone – dafür dass sie so gut mitspielen. Ich war nie der Typ Frau, der sich schon mit süßen 20 nach dem Vater ihrer Kinder umgesehen hat. Meine biologische Uhr hat nie besonders laut „tick, tack“ gemacht – daher wurde ich wohl tendenziell eher Spätgebärende – um schließlich doch nichts zu verpassen. Und wumms! – ich war plötzlich so glücklich als Mutter. So sehr, dass ich natürlich noch ein zweites Kind wollte. Und ich bin immer noch glücklich – spätestens spätabends, wenn beide friedlich schlafen.
4. Tina. Ich kenne sie noch nicht lange – aber es fühlt sich fast schon wie zeitlebens an. Mit niemandem kann man bessere Grillgelage veranstalten als mit ihr und ihrer Familie. Das bedeutet für uns Spaß, Steaks und die besten Marinaden der Stadt. Dabei sehen unsere Kinder übrigens immer wunderschön aus: denn Tina näht die tollsten Kinderklamotten!
5. Kinderfreundliche Restaurants. Die sind leider keine Selbstverständlichkeit. Wir freuen uns jedenfalls, wenn wir willkommen sind, auch wenn die Kinder Pommes auf den Boden werfen und nicht sitzenbleiben können. In einem Bamberger Lokal haben sie neulich ständig laut gelacht, da wurden wir gerügt. Wir gehen in dieses Restaurant nicht mehr – und die kinderlosen Freunde, die dabei waren, auch nicht.
6. Meine Auftraggeber. Es ist nicht selbstverständlich, einer Mutter in Elternzeit zu vertrauen, dass sie die Aufträge schon wuppt. Moment, kurze Unterbrechung – ich muss nach Valentin schauen…
7. Meggie. Antonias Patentante. Trotz der Entfernung ist sie absolut präsent in Antonias Kopf – und bei uns natürlich auch. Sie schenkt der Maus die weltschönsten Prinzessinnenkleider – und wir wissen, dass sie immer für sie da ist.
8. Kochboxen. Das Prinzip ist einfach: Ich bestelle online eine Box, die uns Rezepte und Kochzutaten für drei Tage liefert. Was für eine Entlastung, nicht planen und einkaufen zu müssen. Ich liebe diese Boxen, die wir uns gelegentlich gönnen. Es gibt sie von unterschiedlichen Anbietern, wir bevorzugen die Kochzauber-Box, weil sie am besten auf Familien mit kleinen Kindern eingestellt ist.
9. Mein iPhone. Leider. Ich bin auch so eine Mutter, die auf dem Spielplatz in ihr Handy schaut. Zu Hause habe ich tagsüber kaum eine Chance, den Laptop anzuwerfen. Mein Smartphone erlaubt es mir, mit der Erwachsenenwelt connected zu bleiben. Das tut gut.
10. Amerikanische Serien. Sie dauern meist weniger als eine Stunde pro Folge. Ideal, um auch tiefenerschöpft dabeizubleiben. Das späte Fernsehen fühlt sich erwachsen an und ist ein guter Ausgleich nach einem Tag voller Kinderspaß. Ich empfehle: „Breaking Bad“ und „Homeland“.

2 Kommentare

  1. Minensie sagt:

    Du Herz! Ich sage ebenfalls Danke! Das ihr unser Leben seit 3 Jahre um so lustige Momente erweitert habt. Wie „den Holzweg“ zu gehen um ins Elterncafè zu kommen, oder die vielen tollen Dinge, die ich ohne euch nie gewagt hätte (oder gar durchgehalten hätte) wie Musikgarten (♥) oder Kinderturnen 😀 Danke! Das ihr euch in Bamberg verliebt habt!

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