1. März 2019

Kinderkarneval 2019

Wie Mama plötzlich zum Faschingsfan wurde

Kinderkarneval 2019
© privat

Mama Nadine Luck hat sich immer für einen Faschingsmuffel gehalten – bis sie kürzlich gemerkt hat, welch gute Unterhaltung der Kinderfasching für die ganze Familie bietet.

Wie ihr wisst, erkenne ich mich ja teilweise nicht wieder, seit ich Mutter bin. Dieses Mal geht es um das Thema Fasching. Meine komplette Jugend hindurch und bis gerade eben war ich bekennender Faschingsmuffel. Ich habe „Hilfe, Indianer!“ gedacht, wenn ich verkleideten Jecken begegnet bin, was glücklicherweise nicht häufig der Fall war, Bayern und Fasching haben nicht viel Berührungspunkte. Wer eher nicht auf Prinzengarde und Konfettikanonen steht, ist hier gut aufgehoben. Die Begegnungen mit dem Fasching werden allerdings mehr, wenn man Kinder hat, die mitkriegen, dass andere Mütter einen fulminanten Kinderfasching veranstalten. Da kann ich „Hölle, Hölle, Hölle“ denken, wie ich will: Ich wäre eine Rabenmutti, wenn ich da nicht mit meinen Kindern hingehen würde – denn ALLE Freunde sind dort, wie sie beteuern. Also, gut.

Alltagslook beim Kinderfasching? No way!

Bereits am Eingang habe ich mich darüber gewundert, wie viele Eltern einfach nur als Eltern verkleidet kommen. Solche Langweiler! Dieses Urteil maße sogar ich mir als Faschingsmuffel an, denn für mich ist das schwer vorstellbar: In die Kinderpartyhölle zu gehen und dann als Aufpasser im Alltagslook womöglich den Piraten, Elsas und Zorros den Spaß zu verderben. Nein, es war für mich selbstverständlich, dass ich mir Clownsnase und -hut geschnappt habe, die noch von Valentins Geburtstagsparty herumlagen. Mit einem karierten Hemd von Harry und einer kurzen Sommerhose über einer dicken Strumpfhose, sowie etwas Schminke im Gesicht gab ich einen passablen Clown ab, wie ich fand. Die Kinder gingen als Pippi Langstrumpf und als Spiderman, wir waren ein gutes Trio.

So viel gute Laune

Ich war auf das Schlimmste vorbereitet. Dass ich drei Stunden lang EntentanzPolonaiseMacarena durchtanzen muss. Dass ich vielleicht sogar beim Sackhüpfen oder Schokokuss-Wettessen mitmachen muss. Doch nichts dergleichen. Die Kinder liefen gleich zu ihren Freunden, und sie alle tanzten oder machten bei Spielchen mit, die toll anmoderiert waren. Ich saß derweil mit anderen Müttern am Tisch, wir tratschten, tranken Cappuccino und verspachtelten Krapfen – und ja, hihi, ein Glas Sekt gab es auch für uns.
Ich fand die Songs und Tänze der Kinder sogar so lustig, dass ich mich manchmal ärgerte, so in Mama-Gesprächen verwickelt gewesen zu sein – ich hätte tatsächlich teilweise auch gern das Tanzbein geschwungen.

Auf zum Endspurt

Ja, ganz ehrlich: Ich habe mich lange nicht mehr so amüsiert an einem Nachmittag, an dem ich eigentlich als Mamataxi unterwegs war. So ein Fasching ist doch etwas Wunderbares. Nächstes Jahr? Sind wir wieder dabei. Aber erst mal gilt in diesem Jahr, die letzten Faschingstage weiter auszukosten: den Umzug der Stadt, die Party im Kindergarten, bei der wir Eltern helfen dürfen – und, falls ich immer noch nicht genug habe, dann fahren wir sogar zu den Umzügen im Umland. Hauptsache: Spaßhaben. Helau!

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