Promi-Interview

Amanda Seyfried: "Ich werde meinen Kindern peinlich sein"

Die US-amerikanische Schauspielerin verrät uns in diesem Interview so einiges über ihr Familienleben mit Ehemann Thomas Sadoski und den beiden gemeinsamen Kindern. Zum Beispiel, warum sie ihre Kinder beschützen will und wie Corona ihr Leben verändert hat.

Amanda Seyfried – zur Person:

Während ihr zweites Kind, Thomas, noch nicht mal ein Jahr alt ist, hat sie schon die Mini-Serie "The Dropout" abgedreht. Die Schauspielerin (*3.12.1985) kennt man unter anderem aus "Mamma Mia!", "Les Misérables" und "Ted 2". Im Juli 2017 bekam sie mit ihrem Mann, dem Schauspieler Thomas Sadoski (*1.7.1976), das erste Kind: Tochter Nina. Im Oktober 2020 folgte dann Thomas. Das Paar lebt in New York State und scheint das Familienleben in den nächsten Monaten mit einem trubeligen Arbeitsalltag verbinden zu wollen.

Die Geburt deiner Kinder ...

... ist eine Erfahrung, die ich immer wertschätzen werde. Es gibt nichts Magischeres als mitzubekommen, wie jemand Neues in diese Welt tritt. Das ist etwas ganz Besonderes.

Deine größte Herausforderung als Mutter?

Meine Kinder zu beschützen. Ich glaube, das würden alle Eltern sagen. Schon vor der Geburt ist das Bedürfnis, sie zu verteidigen und von allem Bösen abzuschirmen, überwältigend. Ich glaube, dieses Gefühl werde ich nie mehr los. Und das ist in Ordnung so.

Dieses Schutzbedürfnis ist einer der Gründe, weshalb ich keine Fotos der Gesichter meiner Kinder in der Öffentlichkeit zeige. Ich finde auch nicht, dass das notwendig ist. Es schmeichelt mir, dass Menschen sich für meine Familie interessieren, aber ich würde sie nie einfach der Öffentlichkeit aussetzen. Das können meine Kinder selbst entscheiden, wenn sie alt genug sind.

Was frustriert dich?

Es macht mich etwas traurig, dass unsere Kinder in eine solche Welt voller Unsicherheit und Chaos hineingeboren werden. Auf der anderen Seite ist es eine große Chance für sie, sich für das Gute einzusetzen und die Erde wieder zu einem harmonischen Ort zu machen. Das ist doch eine tolle Aufgabe.

Wie hat Corona euer Leben verändert?

Es war eine glückliche Zeit für uns, für die ich sehr dankbar bin. Natürlich musste man sich erst mal an vieles gewöhnen, aber das Timing mit der Schwangerschaft und Geburt meines Sohnes war einfach perfekt. Ich persönlich bin ziemlich runtergekommen und das war sehr wichtig. Da ich während des Lockdowns nicht das Gefühl hatte, woanders was zu verpassen, konnte ich mich voll und ganz der Babyzeit hingeben. Natürlich fühle ich mit allen, die durch die Krise schwere Verluste erlitten haben und immer noch erleiden.

Die anstrengendste Zeit, seitdem du Kinder hast?

Die ersten Wochen nach Ninas Geburt, meinem ersten Kind. Es war das absolute Chaos. Man kann sich sehr leicht selbst verlieren und das obwohl man so viele liebevolle und fürsorgliche Menschen um sich herum hat. Es ist wunderschön, dass alle helfen wollen. Meine Mutter Ann war eine große Unterstützung. Aber abgesehen davon wollen wir niemanden mit einbinden, wir wollen einfach selbst die besten Eltern sein, die wir sein können.

Happy family: Amanda Seyfried mit ihren Kindern Nina und Thomas und dem Familienhund Finn.

Der letzte Glücksmoment, den du mit deinen Kindern geteilt hast?

Mit Nina durch die Natur zu laufen und zu realisieren, was sie gerade alles zum ersten Mal in ihrem Leben entdeckt. Und mit Thomas Klavier zu spielen. Okay, er ist noch nicht mal ein Jahr alt, es ging also nur darum, in die Tasten zu hauen, aber das hat uns einen riesen Spaß gebracht – mit Ohrenstöpseln.

Was macht ihr am liebsten zusammen?

Morgens am Wochenende lange Spaziergänge rund um die Farm zu unternehmen. Es ist ein so wundervoll natürliches und wildes Umfeld – wir sind so sehr mit der Natur verbunden, wie es in der Stadt nie möglich wäre. Ich bin froh, dass wir hierher umgezogen sind. Diese morgendliche Ruhe in der Natur schenkt einem eine unbeschreiblich intensive Zeit der Entspannung.

Dein Geheimrezept, deine Kinder zum Einschlafen zu bringen?

Indem ich ihnen drohe zu singen.

Was sagen deine Kinder über deinen Beruf?

Sie wissen noch nicht wirklich, was ich mache. Ich bin mir sicher, es wird ihnen anfangs total egal sein und später zunehmend peinlich werden.

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Was glaubst du, was deine Kinder später werden wollen?

Ganz einfach sie selbst.

Was hättest du gerne gewusst, bevor du Mutter wurdest?

Dass all die Sorgen, der Stress und die Panik, die ich jemals hatte, einen Grund hatten. Wahrscheinlich war es wichtig und richtig, dass ich so lange brauchte, um mit ihnen klarzukommen. Ich mache mir nach wie vor Sorgen um Dinge, um die ich mir eigentlich keine Sorgen machen sollte. Aber ich habe tolle Freunde und eine super Familie, die mich hervorragend unterstützen. Durch das Muttersein klärt sich so vieles und plötzlich wird einem bewusst, dass es nicht um Selbstschutz geht, sondern dass es unsere Aufgabe ist, für diese kleinen Wesen da zu sein. Das ist eine großartige Erkenntnis in meinem Leben.

Erst als Baby Nummer 2 auf der Welt war, zeigte Amanda Seyfried ihre Babykugel:

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