Plus-Size-Model und Mutter

Ashley Graham: "Lasst uns unsere Kinder feiern!"

Ashley Graham ist ein großes Vorbild: Nicht nur in Bezug auf Körperkult, sondern jetzt auch als Mama. Persönliche Einblicke in ihr Leben.

Ashley Graham steht mit Sicherheit ganz vorne, wenn es um beeindruckende Persönlichkeiten mit Vorbildfunktion im Hinlick auf Familien im modernen Leben geht. Eigentlich unfreiwillig wurde die Amerikanerin zur Vorreiterin von einflussreichen Promis, die festgefahrene Vorstellungen hinterfragen. Als Plus-Size-Model für "Vogue", "Sports Illustrated", "D&G", "Tommy Hilfiger" und "Michael Kors" und nun frisch gebackene Mutter betont sie die unterschiedlichen Seiten, die in uns allen stecken, statt sie zu monieren.

Nachdem die 32-jährige Moderatorin und Stil-Ikone schon so vielen Menschen Hoffnung und eine gute Einstellung zum eigenen Körper vermittelt hat, wird sie nun sicher auch im Hinblick aufs Elternsein einen wichtigen positiven Einfluss auf viele Familien haben.

Auf ihrem Instagram-Account teilt Ashley Graham viele intime Familienmomente mit ihren Followern. Wie hier mit ihrem Mann Justin Ervin beim Stillen ihres kleinen Sohnes Isaac, der im Januar 2020 zur Welt kam:

Hier berichtet sie exklusiv von ihrem Leben als frisch gebackene Mutter:

Mir gefällt die Idee, dass ich eine einflussreiche Person mit einer Mission sein könnte, aber ich habe es nie darauf angelegt. Ich komme aus einfachen Verhältnissen, jedenfalls von unkomplizierten Menschen, und dennoch scheine ich ständig in einer Diskussion zu landen.

Wird das Muttersein bedeuten, dass ich einen Haufen neuer Ideen und Meinungen entwickele, die ich zum Ausdruck bringen will? Wahrscheinlich. Und wisst ihr was? Diese Idee gefällt mir. Ich kann mir keinen größeren Lebenssinn vorstellen, als dieses Wunder, unsere Kinder und Familien, zu feiern. Gleichzeitig bedeutet das, dass ich allen Mamas und Papas in der ganzen Welt meinen Respekt zolle für die erstaunlichen Dinge, die sie tagtäglich leisten. Das muss man einfach feiern!

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Auf jeden Fall bin ich selbstbewusst genug, Dinge auf meine Art zu machen, auch wenn es ums Muttersein geht. Ich habe keine Angst davor, meinen Weg zu vertreten. Natürlich kommt ein großer Teil davon, dass ich ein fülligeres Modell bin. Es war eine prägende Zeit, als wir endlich die Aufmerksamkeit bekamen, die wir verdienen. Wir waren definitiv nie in der Unterzahl in der westlichen Kultur, allerdings könnte es so scheinen, wenn man es an unserer bis dahin geringen Präsenz in der Werbung und den Medien misst. Das war komplett an der Realität vorbei. Es war das am schlechtesten geheimgehaltene Geheimnis der Gesellschaft. Zum Glück ändert sich der Fokus inzwischen.

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Früher hatte ich immer den Satz im Kopf "Gib dich nicht mit Menschen ab, die dir nicht guttun". Wir alle haben zu viel zu verlieren, als dass wir uns von denjenigen aufhalten lassen sollten, die eine andere Meinung haben als wir. Ich würde mich niemals entschuldigen für etwas, das ich poste. Wenn es jemandem nicht gefällt, soll er wegschauen.

Insofern hoffe ich, dass ich als Mutter dazu beitragen kann, dass auch andere zu schätzen wissen, was sie haben und sich trauen, davon genauso laut und stolz zu erzählen wie ich. Elternsein ist das wunderbarste Geschenk, das man sich vorstellen kann, und jeder darf das auf seine Art genießen. Ich bin so froh, dass die Zeiten vorbei sind, in denen alle verbergen mussten, wie sie ihre Babys und Kinder aufziehen und pflegen. Wir können alle stolz darauf sein, was wir leisten.

Was wirklich wichtig ist

Schon kurz nach der Geburt meines Sohnes wurde mir klar, wie trivial vieles in unserer Welt ist. Vieles wurde in Perspektive gerückt und es fühlte sich an wie ein Erwachen. Plötzlich ist mir der Geruch einer Babycreme unendlich wichtig ...

Nichts kann einen darauf vorbereiten, wie wunderbar und magisch es ist, ein Kind zur Welt zu bringen. Ich bin so dankbar, dass ich eine spontane Geburt zu Hause haben konnte und dass mein Mann die ganzen sechs Stunden der Wehen an meiner Seite war.

Einerseits war es eine Erfahrung mit unglaublich vielen unterschiedlichen Gedanken und Gefühlen und andererseits ging es ganz schnell. Den Moment, als ich mein Baby das erste Mal gehalten habe, werde ich nie vergessen. Es war ein ganz besonderer Moment in meinem Leben und ich freue mich auf viele weitere.

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