Herausforderungen als Promi-Mama

Bonnie Strange gegen Mom-Shaming: "Mütter wissen am besten, was gut für ihre Kinder ist!"

Im Rahmen der aktuellen "Womanizer"-Kampagne positioniert Influencerin Bonnie Strange sich ganz klar gegen Mom-Shaming, vor allem in der Anonymität des Internets. Mit uns sprach die Mutter einer Tochter über falsche Vorwürfe und fürchterliche Hasskommentare – aber auch über das wunderbare Gefühl, dass man alles wieder ganz genau so machen würde.

Momshaming ist ein Phänomen, das nicht nur Promi-Eltern betrifft. Aufgrund ihrer öffentlichen Sichtbarkeit sind berühmte Mamas – wie Bonnie Strange – dennoch vermehrt kritischen Bermerkungen ausgetzt. Mit der Sex-Toy Kampagne zusammen mit "Womanizer*", stellt sie sich erneut gegen Klischees und beweist ihre starke Persönlichkeit. 

Im Interview spricht sie mit uns über Vorwürfe und gibt uns liebevolle Einblicke in ihr Leben als Mama der dreijährigen Goldie Venus.

Experten-Bild

Bonnie Strange ist Influencerin, Creative Directorin, Werbeikone – und das Gesicht der Kampagne "Rock your #badassmoment" des Sextoy-Herstellers Womanizer. Gemeinsam haben die Mutter und das Unternehmen eine "badass mom"-Special Edition des Vibrators "Premium eco" gelauncht. Mit dieser Edition wollen die beiden Partnerinnen die unrealistischen Erwartungen an Mütter abbauen und diese dazu ermutigen, das Frausein zu zelebrieren.

Liebe Bonnie, welcher Kommentar gegen dich hat dir besonders zu schaffen gemacht?

Es gab damals eine Situation direkt nach Goldies Geburt, die mich wirklich getroffen hat. Goldie ist nachts auf die Welt gekommen und als ich morgens völlig erschöpft wach geworden bin, habe ich Kommentare gelesen, ich würde dem Vater das Kind wegnehmen. Und das, nachdem er mich während der Schwangerschaft mehrfach betrogen hat, ich die Schwangerschaft und Geburt allein durchgestanden hatte und ich einfach nur mein Baby halten wollte. Zudem haben die Vorwürfe gegen mich auch nicht mal gestimmt.

Was möchtest du Müttern mitgeben, die ähnlichen Vorwürfen ausgesetzt sind?

Es ist wichtig, dass alle Frauen und Mütter sich immer wieder selbst daran erinnern, was sie Großartiges leisten und dass sie am besten wissen, was gut für ihre Kinder ist.

Mal abgesehen vom Mom-Shaming und Trollen im Internet: Was ist die größte Herausforderung für dich als Mama?

Natürlich war es am Anfang eine große Umstellung. Ich war immer nur für mich alleine verantwortlich, bin durch meinen Job oft spät schlafen gegangen und konnte mir durch meine Selbstständigkeit meine Tage einteilen, wie ich wollte. Mit einem Kind sieht das dann ganz anders aus. Da gibt es dann Frühstück, Mittagessen, Abendessen und einen geregelten Tagesablauf. Das haben wir aber sehr schnell sehr gut hinbekommen. 

Schwangerschaft, Wochenbett, erste Lebensmonate oder Kleinkind-Alter: Welche war für dich die herausforderndste Phase, seitdem du Mama bist?

Ich glaube, ich muss niemandem sagen, was für ein beschissenes Gefühl es ist, wenn man in der Schwangerschaft betrogen wird. Das war schon wirklich hart. Mittlerweile kann ich aber sagen, dass alles gut so ist, wie es ist und Goldie und ich auch zu zweit ein starkes Team sind.

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Und was war dein schönster Glücksmoment, den du zuletzt mit deiner Familie erlebt hast?

Das letzte Jahr haben wir gemeinsam auf Bali gelebt. Goldie ist richtig aufgeblüht und es war für mich schön zu sehen, wie wohl sie sich dort im Kindergarten gefühlt hat und wie glücklich sie allgemein dort war. Jetzt sind wir ein paar Monate in Europa und sie freut sich schon auf ihre Großeltern und dann geht es wieder zurück nach Bali.

Welche Eigenschaften hat deine Tochter definitiv von dir geerbt?

Goldie liebt es schon seitdem sie ganz klein ist sich zu schminken, sich schön anzuziehen oder auch meine Perücken aufzuziehen. Das hat sie wohl definitiv von mir (lacht).

Und was hast du schon von ihr gelernt?

Sie hilft mir, dass ich die Dinge oft positiver sehe. Kinder sind ja sehr unbeschwert und wenn es mir mal nicht so gut geht, reicht es eigentlich, dass sie in meiner Nähe ist, um mich schnell wieder glücklich zu bekommen.

Was hättest du gerne gewusst, bevor du Mutter wurdest?

Muttersein ist wirklich ein Full-Time-Job – das hört man zwar immer, aber so richtig vorstellen kann man sich das vorher glaube ich nicht. Besonders wenn ich Tag und Nacht arbeite und die Nanny nicht da ist, dann wird mir auch mal alles zu viel. Auch ich denke manchmal an die alten Zeiten zurück und werde vielleicht kurz wehmütig, doch dann schaue ich meine Tochter an, die ich erschaffen habe und die zu mir gehört und alles ist vergessen.

Gibt es etwas, das du bei einem zweiten Kind anders machen würdest?

Bestimmt einiges. Man nimmt sich ja immer viel vor, was man dann nicht umsetzt (lacht). Es gibt bestimmt immer Dinge, die man besser oder anders machen kann, aber da Goldie und ich sehr glücklich sind und eine gute Beziehung haben, würde ich grundlegend nichts anders machen.

Diese wichtigen Worte hören Mamas viel zu selten:

Ihr macht das super!

Vielen lieben Dank für das schöne Gespräch!

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Unsere Autorin

Silke Schröckert

Silke Schröckert wollte Journalistin werden, seit sie im Alter von acht Jahren das erste Mal Lois Lane in "Superman" gesehen hatte. Mit 23 wurde sie Chefredakteurin eines Kinderzeitschriftenverlages.

Heute ist Silke spezialisiert auf Familienthemen und textet für Kinder- und Comic-Magazine. Das freut vor allem Sohn Tom und Tochter Mina. Auf ihrer eigenen Seite schreibt sie für die Generation Großeltern. Bei leben-und-erziehen.de nimmt sie sich aktuellen Themen aus Sicht einer Zweifach-Mama an. Erst kürzlich hat sie mit dem schon jetzt erfolgreichen Buch "101 Dinge, die in keinem Elternratgeber stehen" einen Mutmacher für alle Eltern geschrieben.

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