Promi-Interview

Daniel Aminati im Papa-Glück: "Wir wünschen uns noch mehr Kinder!"

Erst wenige Wochen ist Charly Malika alt, aber Papa Daniel Aminati ist schon hin und weg! Im Interview mit uns lässt der Entertainer seinen Gefühlen freien Lauf – und verrät, dass die Familienplanung noch nicht abgeschlossen ist.

Zur Person: Daniel Aminati

Während seiner Karriere hat Daniel Aminati (geboren 9. September 1973 in Aachen) viel ausprobiert: Er war Jugend-Bundesligaspieler, Backgroundtänzer, Schauspieler, Model, Sänger (der Boyband Bed & Breakfast), Radio- und TV-Moderator. Spätestens 2006 wurde er als Gesicht der Wissensserie "Galileo" bekannt. 2009 wechselte er zum Lifestyle-Magazin "Taff", welches er unter anderem mit Rebecca Mir und Viviane Geppert moderiert.

Im April 2022 veröffentlichte Daniel Aminati die Autobiografie und Spiegel-Bestseller "Am Abgrund wachsen dir Flügel", in der er unter anderem über seine Kindheit mit einem gewalttätigen Vater schreibt. 

Seit 2018 ist er mit der Psychologie-Studentin Patrice Eva zusammen. Im April 2022 haben die beiden sich das standesamtliche Ja-Wort gegeben. 2023 oder 2024 soll eine große Hochzeitsfeier auf Mallorca folgen.

Im August 2022 wurde die Liebe von Patrice und Daniel durch die Geburt ihrer Tochter Charly Malika, gekrönt – das erste Kind für die beiden. Aktuell lebt die kleine Familie in Dresden. 

Was Daniel Aminati gerade erlebt, können viele Väter nachempfinden: Nach der Geburt seiner Tochter Charly Malika verspürt der Aachener pure Papa-Freuden. Auf einem seiner aktuellen Instagram-Posts grinst er von Ohr zu Ohr und hält sein kleines Mädchen stolz im Arm. "A new chapter" – ein neues Kapitel schreibt er zu dem Bild: "Das Leben ist doch ein unglaubliches Wunder. Viele Eltern schrieben uns, dass nun das schönste Abenteuer beginnt. Wie recht Ihr habt. Ich bin so dankbar, die nächsten Wochen jede Minute dieser Zeit gemeinsam auskosten zu dürfen." 

Im Video-Telefonat verrät Daniel Aminati uns unter anderem, wie sich der neue Familienalltag zu dritt bisher eingeruckelt hat, vor welcher Aufgabe er als Papa am meisten Respekt hat und wie viele Kinder er sich zusammen mit seiner Patrice noch wünscht. 

Lieber Daniel, wie schön, dass du dir Zeit nimmst, mit uns zu sprechen. Wie geht es euch?

Ich muss gestehen: Ich habe mich auf viele schlaflose Nächte und ganz viel Lautstärke, Chaos und Überforderung eingestellt. Und es ist komplett das Gegenteil eingetreten. Charly, diese zarte Seele, ist ganz entspannt und macht es uns sehr sehr leicht. Sie meldet sich lediglich, wenn sie Hunger hat, die Windel voll ist oder ein Pups quer hängt. Ansonsten ist sie sehr sehr geduldig, vor allem mit mir. Mit dem Windelnwechseln musste ich erstmal ein Feeling entwickeln. Dieses kleine Würmchen nach links und rechts drehen und dann diese kleinen Knöpfchen ... (lacht)

Und du arbeitest jetzt aktuell gar nicht und genießt deine Elternzeit!?

Genau, ich habe mir ganz bewusst diese Auszeit genommen. Ich hatte immer den Wunsch, wenn ich denn irgendwann mal das Glück habe, eine Familie zu gründen, dann will ich Zeit mitbringen. Das ist in meinen Augen das Kostbarste, was wir haben. Meine Tour, die eigentlich für dieses Jahr im November/Dezember geplant war, habe ich nun auf nächstes Jahr verschoben. Das heißt, ich mache dieses Jahr ab Mitte Oktober nur noch ein paar Einsätze bei "Taff" und auch da ist meine Familie immer bei mir. Ich habe mir eine Beziehung gewünscht, in der wir nach Möglichkeit viel gemeinsam machen und zusammen sein können. Und das leben meine Frau und ich nun so. Wir sind täglich beieinander. Das ist auch mein Wunschszenario für unsere Zukunft als Familie. 

Wie geht es Patrice nach der Geburt und jetzt im Wochenbett?

Ihr geht es richtig gut. Der erste Tag nach dem Krankenhaus war etwas schwierig, weil sie einen Milchstau hatte. Am zweiten Tag war es dann aber schon besser. Kathleen, unsere  Hebamme, die uns gerade in den ersten zwölf Wochen immer wieder besuchen kommt, konnte ihr prima helfen. Sie sagte jetzt nach dem dritten Besuch auch schon: "Was soll ich eigentlich noch bei euch!?" Jetzt kommt sie immer mal wieder rum, zeigt uns ein paar Kniffe und trinkt einen Kaffee mit uns. Ansonsten ist hier entspannte Ruhe angesagt. Der ein oder andere aus unserem Umfeld – Freunde, Familie – hätte sich da bestimmt etwas mehr Nähe gewünscht. Aber wir haben gesagt: "Stop, in the name of love!" (singt)

Wie bringst du dich denn in den Wochenbett-Alltag ein?

Sobald sich bei uns die Türen schließen, versuche ich meine Bekanntheit abzustreifen. Ein glückliches Privatleben ist für mich das Wichtigste. Deshalb genieße ich es jetzt auch sehr, der Hausmann zu sein. Ich fege hier durch die Küche, gehe gern einkaufen, koche ... und genau so werden wir es die nächsten Woche weitermachen. Ich bin ein Frühaufsteher, jeden Morgen zwischen vier und fünf Uhr. Das ist meine Quality-Zeit, mein Ritual. Bis acht Uhr mache ich dann Dinge wie Meditieren, Sport, Schreiben, Lesen ...  Um 3:30 Uhr eine Windel zu wechseln ist für mich also überhaupt kein Thema. Für meine Liebste ist das Gold wert. Dafür kann ich nicht stillen. Teamwork! Wir sind das Aminateam!

Und wann gehst du dann ins Bett?

Zwischen neun und zehn Uhr bin ich im La-La-Land. Wenn meine Liebste abends Filme schauen will, weiß sie, sie fängt mit mir an und hört alleine auf. Aber für mich sind diese Morgenstunden einfach so wichtig: ein Neubeginn, diese Ruhe, das Vogelgezwitscher, kein Handy ... ah, ich liebe es!

Gab es in dieser ersten Zeit für euch schon Momente, in denen ihr euch als Eltern hilflos gefühlt habt? Habt ihr schon nach Elterntipps gegoogelt?

Nein. Bisher war nur der erste Tag mit Milchstau die größte Hürde. Wir versuchen wirklich mit einer gewissen Ruhe, einem klaren Verstand aber auch mit Vertrauen an die Sachen heranzugehen. Und die Kleine hilft uns sowieso, weil sie so gechillt ist. Es ist schon fast bilderbuchartig, wie wir hier gerade leben dürfen. Wir wissen aber auch, dass andere Zeiten auf uns zukommen werden. Und deshalb genießen wir es jetzt umso mehr. 

Wovor hast du am meisten Respekt – jetzt in deiner neuen Rolle als Papa?

Ich habe ja vor Kurzem ein Buch herausgebracht. Dieses Buch hat einige überrascht. Es ist eine Autobiografie. Es ist völlig widersprüchlich zu dem, was ich nach außen präsentiere. Der immer gut Gelaunte, der Strahlemann. Das ist definitiv ein Teil von mir, aber es gab auch sehr viel Traurigkeit in meinem Leben. (Eine Zusammenfassung lest ihr hier.) Vor Kurzem ist meine Schwester verstorben, sie hatte wahnsinnige Alkoholprobleme. Sie hat das Trauma unserer Kindheit nicht überwunden. Ich habe es mit viel Leid, vielen Kämpfen, mit vielen Zweifeln, Reflexion, einem festen Willen, Mut und klarem Verstand doch geschafft, das Schöne im Leben zu sehen. Was ich versuchen möchte: gar nicht so sehr immer nur die Vaterrolle einzunehmen. Die zwar extrem wichtig ist. Wir brauchen schließlich Unterstützung, um in dieser Welt unseren Platz zu finden. Aber ich möchte meinem Kind gar nicht so viel abverlangen, damit es das Gefühl hat, es wird geliebt. Ich möchte da sein! Ich möchte ein Freund sein! Ich möchte Kontakt zu meinem Kind! Damit mein Kind das Gefühl hat sich sicher zu sein, auch sicher in sich. Selbstwert! Selbstliebe! Und davor habe ich auch Respekt: Schaffe ich das? Es wird sicherlich immer wieder Herausforderungen geben. Aber ich habe mit 49 Jahren diese Kraft, die mich dahin gebracht hat, wo ich jetzt bin. Amen! (lacht)

Was möchtest du auf jeden Fall mit deiner Tochter erleben, bevor sie 18 wird?

Es gibt so viele Erlebnisse, die das Leben bereithält. Da würde ich jetzt nicht ein Erlebnis herauspicken. Was ich mir wünsche: Dass wir ein freundschaftliches Band haben und dass meine Tochter stolz auf mich ist. Nicht für irgendwelche Preise, die ich auf einer Bühne bekomme, sondern dafür, dass ich ihr immer ein guter Daddy gewesen bin und überhaupt ein guter Mensch. Das möchte ich erleben. 

Ihr seid bekannte Gesichter, auf Social-Media relativ aktiv: Werden wir auch mehr von Charly sehen?

Auf jeden Fall! Ich werde mein Kind nicht instrumentalisieren. Es geht immer darum, echt zu sein und das zu schützen, was man hat. Ich werde mich nicht von Likes leiten lassen, aber trotzdem will ich mich auch als stolzen Vater zeigen. Deshalb werde ich mein Kind, welches nun eine tragende Rolle in meinem Leben eingenommen hat, auch zeigen. Weil wir es auch genießen und schön finden, vielleicht auch den ein oder anderen zu inspirieren. Weil ich ein Leben gelebt habe, was sehr sehr intensiv war, geprägt von Höhen und Tiefen. Und ich glaube, ich habe auch einiges zu erzählen – aus diesem Leben heraus. Das was ich jetzt erlebe, ist die größte Challenge überhaupt, das Fragilste, aber auch gleichsam das Schönste: Familie. 

Wärst du mit Ende 20 ein anderer Vater geworden statt, wie jetzt, mit Ende 40?

Hundertprozentig! Natürlich kann man auch in den Zwanzigern ein guter Papa sein. Am Ende geht es um die Haltung. Wie sehr bist du für deine Liebsten da? Aber ich glaube auch, dass du in jungen Jahren noch mehr von Zweifeln geprägt bist, als – wie in meinem Fall – mit Ende 40. Wer soll mir denn was? Das Familienglück ist für mich genau zur richtigen Zeit gekommen. Jetzt kann ich meinem Kind alles bieten, was meiner Ansicht nach ein gutes Leben ausmacht: Ich habe Zeit. Ich habe eine fantastische Frau. Sie ist nicht nur bildschön, sondern auch herzensgebildet, unfassbar intelligent und feinfühlig. Ich bin wohlhabend. Aber habe auch verstanden, dass es wichtiger ist auf den inneren Reichtum als auf den äußeren zu achten. Mit diesen Parametern können wir Charly einiges mitgeben. 

Patrice ist ja noch im Studium, wird sie eine Auszeit nehmen?

Nein, sie wird sich keine Auszeit nehmen. Da sie ein Fernstudium absolviert, kann sie von zu Hause aus studieren. Wenn wir möchten bekommen wir trotz alledem Unterstützung von den Eltern meiner Frau. So haben wir es für die nächsten ein bis zwei Jahre geplant. Deshalb sind wir auch nach Dresden gezogen. Im nächsten Jahr werden wir uns ein Grundstück zwischen Berlin und Dresden suchen und ein Haus bauen. Gern am Wasser und nah am Wald. Denn wir möchten ja auch gerne in nicht all zu weiter Ferne unsere Familie vergrößern. Wir wünschen uns noch mindestens ein weiteres Kind. Vielleicht zwei. 

Was für wunderschöne Pläne! Ich wünsche euch nur das Beste für eure gemeinsame Zukunft!

Interview: Astrid Christians

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