Promi-Interview

Halle Berry: "Besonders entspannt bin ich bei der Familie"

US-Schauspielerin Halle Berry bekam mit 47 Jahren ihr zweites Kind. Hier schreibt sie exklusiv über den richtigen Zeitpunkt und die Beziehung zwischen Kindern und Eltern.

Halle Berry – zur Person

Oscar Preisträgerin Halle Berry (geboren 1966) ist eine afroamerikanische US-Schauspielerin. Seit dem Film „James Bond – Stirb an einem anderen Tag“ kennt man sie auch als „Bond-Girl“. Sie hat zwei Kinder aus zwei verschiedenen Ehen und ist dreimal geschieden. 2013 heiratete sie den französischen Schauspieler und zugleich Vater ihres Sohnes Olivier Martinez. Diese Ehe ging jedoch 2016 in die Brüche. Seit 2020 gilt der talentierte Multi-Instrumentalist, Songwriter und Sänger Van Hunt (geboren 1970) als neuer Partner an ihrer Seite.

Ich musste mich erstmal selbst finden

Für meinen Sohn Maceo bin ich unendlich dankbar. Ich hätte nie erwartet, zu diesem Zeitpunkt noch ein Kind zu bekommen, aber er ist das größte Geschenk. Als meine Tochter Nahla geboren wurde, war ich 41. Für mich hat es sich richtig angefühlt, so lange zu warten. In meinen Zwanzigern oder Dreißigern hätte ich nicht so eine gute Mutter sein können, wie ich es jetzt bin. Ich brauchte erst mal Zeit, um herauszufinden, wer ich bin und was ich selbst zum Glücklichsein brauche, bevor ich meinen Ansprüchen als Mutter gerecht werden konnte. 

 

Die Familie entspannt mich

Nahla spielt unheimlich gerne mit Maceo. Er ist für sie wie eine lebendige Puppe, die sie füttern und mit der sie spielen kann. Auch beim Windelwechseln hilft sie mir. Für mich ist es wundervoll zu sehen, welche Verbindung die beiden zueinander entwickelt haben. Nach der Schule kommt Nahla oft zum Set. Für sie ist es das Größte, diese Zeit mit Maceo und mir zu teilen. Sie findet es toll, mir mit ihm zu helfen. Ich liebe, was ich tue – beruflich und privat –, und das Muttersein fühlt sich für mich total natürlich an. Am entspanntesten bin ich, wenn ich meine Familie um mich herum habe. Ich hoffe, ich kann Nahla dieselbe Stärke vermitteln, die meine Mutter mir mitgegeben hat. Sie soll lernen, wie wichtig das Geben ist. 

 

"Meine Kinder stillen bei mir ein wichtiges inneres Bedürfnis"

Meine Karriere bedeutet mir viel, aber nichts kann meine Mutterrolle ersetzen. Wenn ich nur eine halb so gute Mutter sein kann, wie meine Mutter es war, bin ich eine gute Mutter. Das ist momentan das wichtigste Ziel in meinem Leben. In den letzten Jahren haben Nahla und ich viele Kinderfilme zusammen gesehen. Das hat mir einen Zugang zu ihrer Welt eröffnet. Es ist faszinierend, durch die Augen eines Kindes zu sehen und macht vieles einfacher. Man fühlt sich nicht so gestresst, als wenn man sich nur in die Erwachsenenprobleme verstrickt. Meine Kinder stillen bei mir ein wichtiges inneres Bedürfnis. Es macht mir unendlich viel Freude, mich um sie zu kümmern und zu wissen, dass ich eine wundervolle Familie um mich herum habe, mit der ich mein Leben teilen kann. Das ist das schönste Gefühl, das es gibt.

Teile diesen Artikel: