Schlimme Erfahrung

Sorgerecht abgegeben: Hayden Panettieres Herz ist gebrochen

Harte Zeit für Hayden Panettiere: Seit ihrer Trennung von Wladimir Klitschko lebt ihre gemeinsame Tochter bei ihrem Vater in der Ukraine. Jetzt spricht die Schauspielerin zum ersten Mal offen über diese schlimme Erfahrung – und das Abtreten des Sorgerechts an ihren Ex.

Hayden Panettiere hat sich erstmals öffentlich dazu geäußert, dass sie das Sorgerecht für ihre Tochter abgegeben hat.
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Hayden Panettiere hat sich erstmals öffentlich dazu geäußert, dass sie das Sorgerecht für ihre Tochter abgegeben hat.

"Es war das Schlimmste, diese Papiere zu unterschreiben. Das Herzzerreißendste, was ich je in meinem Leben tun musste", sagt die US-amerikanische Schauspielerin Hayden Panettiere (33) jetzt erstmalig offen in einem Interview. "Aufgrund der Art und Weise, wie es gemacht wurde, war es sehr erschütternd", fährt sie fort …

Ständiges Auf und Ab in der Partnerschaft mit Klitschko

Im Jahr 2013 verlobte sich Hayden Panettiere mit dem ehemaligen Profiboxer Wladimir Klitschko (46). Die Hochzeit? Nun, die war geplant, doch das Jawort gaben sie sich letztendlich nie. 2014 kam dann die gemeinsame Tochter Kaya zur Welt. 2018 zerbrach die Beziehung der beiden endgültig. Fast zehn Jahre waren der ehemalige Profiboxer und die Schauspielerin zusammen – mal mehr, mal weniger. Und warum die Trennung? Die Alkohol- und Drogensucht von Panettiere sollen Schuld gewesen sein. Und genau deshalb musste die Schauspielerin vor Jahren auch das Sorgerecht für ihre Tochter an ihren Ex-Verlobten abgeben. Die gemeinsame Tochter Kaya, heute sieben Jahre alt, lebt seitdem bei ihrem Papa – in der Ukraine! Jetzt sprach die Mutter in einem Interview über diese harte Zeit …

Sie MUSSTE das alleinige Sorgerecht abgeben

Nach dieser schrecklichen Erfahrung – und rund vier Jahre danach – gibt Hayden Panettiere im US-amerikanischen Facebook-Format "Red Table Talk" jetzt zum ersten Mal einen Einblick in ihr Seelenleben. Sie erzählt, wie sie ihrem Ex-Partner das alleinige Sorgerecht übertragen hat. Dass dieser Schritt ihr so sehr wehgetan hat. Und ihr heute noch immer wehtut.

In der Sendung mit Jada Pinkett Smith (51) und deren Mutter Adrienne Banfield-Norris (68) berichtet die Schauspielerin über die Details der Sorgerechtsregelung für ihr . Gastgeberin Adrienne hakte bei einem Punkt nochmals nach und fragte: "Dachtet ihr, ihr hättet euch darauf geeinigt, dass es das Beste wäre, wenn eure Tochter bei ihrem Vater lebte?" Daraufhin erklärt Panettiere: "Am Anfang war es nicht so." Moment, wie bitte?

"Ja, weil es keine Diskussion gab", sagt Panettiere. "Wenn Klitschko zu mir gekommen wäre und gesagt hätte, 'Ich denke, dass es aufgrund deiner momentanen Situation und deiner Kämpfe gut für unsere Tochter wäre, für eine Weile hier bei mir zu sein' – und es genug Unterhaltungen gegeben hätte, hätte ich vielleicht gesagt 'Okay, das macht Sinn, ich verstehe es, ich werde zu Besuch kommen und so' …" ABER: Solche Gespräche habe es niemals gegeben. Ihr Ex habe sie einfach vor vollendete Tatsachen gestellt.

Hayden Panettiere: "Ich wollte an mir arbeiten!"

"Ich habe versucht, mir selbst zu sagen, dass ich ihr nicht die beste Mutter sein kann, wenn es mir nicht gut geht", so Panettiere. "Ich habe eine so harte Zeit durchgemacht, dass ich wusste, dass das Selbstloseste, was ich tun konnte, darin bestand, diese harte Entscheidung zu treffen und einfach zu versuchen, an mir zu arbeiten."

Tatsächlich gab sie mit ihrer Unterschrift das alleinige Sorgerecht an Klitschko ab. "Sie war fast drei, und es war nicht ganz meine Entscheidung", so Panettiere weiter. "Ich wusste nicht einmal, dass es passiert, bis sie schon drüben war." Den konkreten Auswirkungen sei sie sich zu diesem Zeitpunkt nicht richtig bewusst gewesen: "Ich wollte an mir arbeiten. Ich wollte, dass es mir endlich besser geht", sagt sie. "Ich dachte, die Dinge ändern sich, sobald es mir besser geht. Dann könne sie zu mir kommen und ich kann meine Zeit mit ihr verbringen, aber das ist nicht passiert", führt sie im Interview weiter aus.

Die Schauspielerin kämpfte mit Depressionen und Drogen

Erst vor Kurzem sprach Panettiere erstmalig öffentlich (mit dem People Magazin) über ihren Kampf gegen ihre Süchte. Einige Zeit vor ihrem Mutter-Dasein habe sie schon nach dem Aufwachen gezittert und nur "mit einem Schluck Alkohol funktioniert". Als sie schwanger war, sei sie clean geblieben. Aber nach der Geburt ihrer Tochter verfiel sie in schwere postpartale Depressionen, die sie wieder auf die schiefe Bahn des Alkoholismus und der Opiatabhängigkeit führten.

Negative Gefühle gegenüber ihrer Tochter hätte sie niemals gehabt: "Ich hatte nie das Gefühl, dass ich meinem Kind schaden wollte, aber ich wollte auch keine Zeit mit ihr verbringen", sagt Panettiere. "Es gab einfach diese graue Farbe in meinem Leben." Sie sei tief depressiv gewesen und hätte nicht mehr gewusst, wo ihre Suchtprobleme endeten und ihre Depressionen anfingen.

"Ich habe das Gefühl, dass ich eine zweite Chance bekam."

Ihre Sucht habe die Beziehung zu Klitschko und ihrer Tochter zerstört: Nach dem Ende der Beziehung zu Wladimir Klitschko 2018, schickte die Schauspielerin ihre Tochter zu ihrem Vater in die Ukraine. "Es war das Schwerste, was ich je tun musste. Aber ich wollte ihr eine gute Mutter sein – und manchmal bedeutet das, sie loszulassen." Dann habe sie sich irgendwann dazu entschlossen, sich Hilfe zu suchen. 

Nach acht Monaten in der Reha konnte sie dann ihre Sucht hinter sich lassen. "Ich habe viel Arbeit in mich gesteckt und musste bereit sein, unglaublich ehrlich zu sein", erklärt Panettiere. Sie überprüfe sich jedoch noch heute immer regelmäßig selbst. "Es war nicht einfach, und es gab viele Höhen und Tiefen, aber ich bereue nicht einmal die hässlichsten Dinge, die mir passiert sind. Ich habe das Gefühl, unglaublich viel erreicht zu haben. Und ich habe das Gefühl, dass ich eine zweite Chance bekam." Inzwischen pflege sie auch regelmäßigen Kontakt zu ihrer Tochter Kaya.

Gespräche über ein mögliches Trauma der Tochter

In der darauffolgenden Folge von Red Table Talk spricht die 33-jährige Schauspielerin mit den Moderatorinnen Jada Pinkett Smith, Adrienne Banfield Norris und Gastmoderatorin Kelly Osbourne erneut über das Sorgerecht für ihr einziges Kind – und darüber, wie sie glaubt, dass die Situation zu einem "Trauma" führen kann, wenn Kaya älter ist.

Ein Gespräch mit Kaya blieb ihr besonders im Gedächtnis, es klang für sie wie eine Art Hilfeschrei: "Ich erinnere mich daran, dass ihr Vater mich anrief und mir erzählte, dass Kaya herumgeht und andere Frauen fragt, ob sie sie Mami nennen darf", erzählt Panettiere. "Mein Atem stockte und mein Herz blieb stehen, und er lachte. Er dachte, das sei lustig, und ich fand es entsetzlich. Er habe es nicht verstanden, im Gegensatz zu ihr. "Ich habe gesehen, dass das eine Traumareaktion ist", erklärt sie. "Ein Schrei nach Hilfe." Aber die Mutter sagt gleichzeitig über Kaya, dass sie "ein unglaublich starkes Kind" sei. Sehr stoisch und unerschütterlich. Wenn sie wirklich verletzt wird, könne man sehen, wie sie versucht, es zurückzuhalten, es zu unterdrücken – und so zu tun, als ginge es ihr gut. "Und auch die Situation zwischen der Ukraine und Russland war in vielerlei Hinsicht wirklich beängstigend", sagt Panettiere.

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