Offen und direkt

Jessica Simpson: "Ich zeige mein Leben gerne in den sozialen Medien"

Nicht jeder will Kinderfotos im Netz zeigen und seine Familie in den sozialen Medien teilen. Für die Sängerin und Schauspielerin Jessica Simpson ist das jedoch eine Selbstverständlichkeit.

28. August 2020: Sicher hilft es uns nicht, wenn wir uns ständig mit den Berühmtheiten vergleichen. Doch in einigen Punkten mögen sie uns auf Ideen bringen, die uns auch in unserem Leben helfen. Sängerin, Schauspieler, Modedesignerin und Autorin Jessica Simpson (40) ist eine von ihnen, sie gibt uns immer wieder Futter für neue Gedanken.

Direkt nach der Geburt ihrer ersten Tochter Maxwell im Jahr 2012 war es ihr großes Ziel, die überschüssigen Babypfunde schnell wieder loszuwerden. Diesen Prozess in jedem Detail bei Instagram zu teilen ist nicht jedermanns Sache. Gleichzeitig hat Jessica Simpsons Offenheit aber viele junge Mütter inspiriert.

Natürlich ist das Aussehen in Bezug auf ihr Muttersein nicht das Wichtigste. Mittlerweile hat die Texanerin drei Kinder – Ace (7) und Birdie (1) sind inzwischen mit von der Partie. Simpson und ihr Mann Eric Johnson, früherer American-Football-Star, haben einen erfrischenden Ansatz, was das Elternsein betrifft.

Hier bekommt ihr exklusive Einblicke in ihr Familienleben:

Ich wollte mich nie vor den schwierigen Seiten des Mutterseins verstecken. Ich habe lange genug vor der Kamera gelebt, daher wäre es für mich total unnatürlich, wenn ich nun etwas verstecken würde.

Ich glaube, hier geht es um mehr als nur darum, seine Privatsphäre zu wahren und ein makelloses Bild von sich selbst zu präsentieren. Darum geht es mir nicht, denn das entspricht einfach nicht der Wahrheit. Für mich geht es genauso sehr darum, ehrlich zu sein. Für mich ist das eine Art Therapie – und ich hoffe, das hilft auch anderen, indem sie sehen, dass sie nicht alleine sind. Wir sitzen alle im selben Boot, machen unser eigenes Ding und geben unser Bestes.

Man zitiert mich oft dafür, dass ich versehentlich das Geschlecht meines zweiten Kindes, Ace, verraten habe. Das war in der Talkshow "Jimmy Kimmel Live". Ich hatte da absolut nich vorgehabt, doch als es passiert war, wurde mir erneut klar, dass es einfach so sein muss: Ich bin nun mal direkt und geradeheraus. Es war lustig und ein wenig geschmacklos, aber es war wichtig, weil es die Realität zeigte. Alle Eltern machen so etwas durch. Diese ganzen ungeplanten und unerwarteten Aspekte des Elternseins. Genau das, was jeden Tag zu jeder Stunde passiert. Diese Dinge sollten wir endlich annehmen.

Ich zeige mein Leben gerne in den sozialen Medien. Damit feiere ich mich und uns als Familie, wer wir sind. Natürlich kenne ich den Großteil meiner "Follower" nicht persönlich, doch ich lese gerne ihre Kommentare und bin sehr stolz darauf, dass wir auf diese Art unsere Erfahrungen, Liebe und Familie teilen können. Die sozialen Medien haben viele schlechte Seiten, aber auch viele gute. Und auf die können wir stolz sein und sie feiern.

Ehrlichkeit sollte dabei immer eine große Rolle spielen. Ich poste nicht nur die schönen Seiten meines Lebens, sondern auch meine Ängste und Sorgen und manchmal ziemlich schlimme Fotos meiner Füße.

Meine Kinder sollen so normal wie möglich aufwachsen. Natürlich ist das schwierig für sie, da sie nun mal in diese Sache hineingeboren wurden. Aber sie sollen die Welt entdecken, mit Mut, Demut und dem Wunsch, etwas Besonderes und Wertvolles zu tun. Genau wie jedes andere Kind. Das Leben ist ein offenes Buch und sie werden zu Großem fähig sein, wenn sie es auf die richtige Art angehen.

Natürlich ist es auch wichtig, dass ich auf mich selbst achte. Ich wollte unbedingt abnehmen, das war mir wichtig. Und das habe ich getan. Wir Eltern tendieren dazu, unsere Zeit, unsere Gedanken und unseren Körper zu opfern. Das tun wir größtenteils auch gerne, doch irgendwann kommt der Zeitpunkt, an dem uns klar wird, dass wir uns ein wenig Freiheit zurückerobern wollen. Genau an dem Punkt war ich.

Doch das muss immer eine persönliche Entscheidung sein. Wir sind ständig mit Ratschlägen konfrontiert, sollen dieses tun und jenes lassen. Doch was zählt und was uns zu den besten Eltern macht, ist, den Frieden zu finden und so sein zu können, wie wir sind.

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