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Promi-Papa

Matthew McConaughey: "Vieles erinnert mich an meinen Vater"

Matthew McConaughey – ein Mann mit vielen Gesichtern. Hier bei wireltern.de gibt er exklusive Einblicke in sein Leben als Familienvater und Schauspieler.

Ich glaube, viele Leute verbringen viel Zeit damit, sich zu fragen, worum es im Leben geht. So ging es mir auch – ich saß herum und habe nachgedacht. Doch dann kamen die Kinder und es war vorbei mit der Ruhe. Außerdem habe ich gemerkt, dass es nichts bringt: Die Vergangenheit ist vorbei, und was die Zukunft bringt, wissen wir nicht. Plötzlich ergab alles einen Sinn: die Familie und das Sein im Hier und Jetzt.

Es ist wunderbar, Kinder zu haben. Ich liebe es. Von früh an habe ich mir eine eigene Familie gewünscht. Dann hat es eine Weile gedauert, bis ich die perfekte Frau gefunden habe: Camilla ist eine wundervolle, hübsche, liebevolle, sexy Frau, die mein Leben jeden Tag so sehr bereichert.

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Ein Großteil des Elternseins besteht für mich darin, in meine Kinder zu investieren, was mein Vater in mich investiert hat. Ich würde sogar sagen, ich bringe einen Teil meines Vaters in meine Filmrollen mit ein. Wann immer ich einem lebenshungrigen Charakter begegne, erinnert er mich an meinen Vater. Es ist wichtig, einen gewissen Abenteuerhunger zu verspüren und neugierig und offen gegenüber neuen Möglichkeiten zu sein, die das Leben mit sich bringt. Jedenfalls hat er mir das beigebracht und das möchte ich auch an meine Kinder weitergeben.

Meine Mutter war Vorschul-Erzieherin – eine sehr starke, zielstrebige Frau, die uns ein gute Vorbild war. Ich habe sie ständig mit Fragen gelöchert: Wer? Was? Warum?

Ich habe großes Glück, dass mein Beruf es mir ermöglicht, viel zu reisen und die Welt zu sehen, ständig neue Menschen zu treffen und einiges über die verschiedensten Zeiträume der Geschichte zu lernen. Ich wünsche mir, dass sich auch meine Kinder auf den Weg begeben, nach Antworten auf ihre Welt zu suchen. Sie sollen ihre Wahrheit finden – das ist ein Prozess, der nie aufhört.

Für mich ist es ebenfalls ein großes Abenteuer, meinen Kindern die Welt da draußen zu zeigen. Ich liebe Reisen in die Wildnis in Südamerika oder Thailand – mal mit, mal ohne Kinder. Das kommt immer darauf an, wonach ich mich fühle, oder ob ich gerade versuche, meinen Kopf kreativ werden zu lassen.

Camilla gibt mir so viel Zeit, wie ich brauche, was sehr rücksichtsvoll von ihr ist. Aber gleichzeitig weiß ich, dass sie dann umso mehr abdecken muss, wenn ich für einen Film drehe. Daher versuche ich, dass sich die Dreharbeiten im Rahmen halten und ich auch noch genug Zeit mit der Familie verbringen kann.

Es gibt viele Familien, in denen ein Elternteil öfter mal weg ist. Und wir haben es gut, denn wir haben immer genug zu essen und können unseren Kindern viele Vorteile bieten. Man muss nur die Details ausarbeiten – am Ende sind wir einfach eine große liebende Einheit.

Was mir das solide Familienleben bringt? Ich habe immer gesagt, je sicherer ein Mann sich zu Hause fühlt, desto höher wird er fliegen. Daran glaube ich fest.

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Die Kinder kommen oft mit zum Set. Das wollte ich schon lange machen, auch wenn da immer eine Stimme in deinem Kopf daran zweifelt, ob alles gut gehen wird. Insofern, als dass die Kinder realisieren, dass es alles eine Scheinwelt ist, dass also nur gespielt wird. Zum Glück verstehen sie das inzwischen. Am Anfang haben sie sich oft gefragt, warum ich so gemein bin. Ständig wollten sie wissen, warum ich nicht der Gute bin.

Im Laufe der Zeit habe ich gelernt, dass man sich als Eltern ständig auf dem schmalen Grat zwischen Freund und Elternteil bewegt. Ich habe oft Erwachsene gesehen, die in Situationen versucht haben, Freunde für ihre Kinder zu sein, wenn es absolut hinderlich war. Aber ich verstehe schon, dass es oft schwerfällt herauszufinden, welche Rolle nun gerade die richtige ist.

Kinder stellen zum Teil echt schwierige Fragen und das sollen sie ja auch. Alle Kinder setzen sich mit schweren Themen auseinander, auch wenn der Anreiz dazu vielleicht aus einem Zeichentrickfilm kam.

Ich glaube, im Hinblick aufs Elternsein fällt mir der Umgang mit Baby-Autositzen am schwersten. Die lassen sich einfach nicht schnell befestigen. Jedenfalls bin ich nicht gut darin und die Kinder verbreiten das reinste Chaos. Immer steckt irgendwas im oder unterm Autositz fest. Inzwischen weiß ich, dass ein verloren geglaubtes Spielzeug mit Sicherheit irgendwo im Auto zu finden ist.

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Zur Person

Bereits vor 25 Jahren feierte Matthew McConaughey mit "Confusion – Sommer der Ausgeflippten" (OT "Dazed and confused") sein Debut. Für seine Rolle in "Dallas Buyers Club" erhielt der texanische Schauspieler 2014 den Oscar als Bester Hauptdarsteller. Man kennt ihn außerdem aus Filmen wie "Wedding Planner – Verliebt, verlobt, verplant", "Wie werde ich ihn los – in 10 Tagen?" und "The Wolf of Wall Street". Trotz seiner blühenden Karriere hat er es immer geschafft, nicht abzurutschen, sondern auf dem Boden der Tatsachen zu bleiben. Heute sagt er, er habe den Fokus seinen drei Kindern zu verdanken.

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Unsere Autorin

Irlana Nörtemann

Irlana Nörtemann ist seit vielen Jahren mit Herzblut Redakteurin bei Junior Medien. Zu ihren Aufgaben zählt auch Content Management.

Als Mutter eines Jungen lässt sie ihre Alltagserfahrungen in ihre Artikel mit einfließen. Die Schwerpunkte liegen dabei auf den Themen Reise und Gesundheit.

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