Promi-Interview

Penn Badgley: "Vater sein ist ziemlich einfach"

Er mag Yoga, ist gerne unter Menschen – und privat deutlich harmloser als in der Netflix-Serie "You – du wirst mich lieben". 2020 sind Penn Badgley und Ehefrau Domino Kirke Eltern geworden. Wir haben dem Schauspieler ein paar Fragen zu seinem Familienleben gestellt.

Penn Badgley – zur Person

Der  US-amerikanische Schauspieler Penn Badgley (geboren 1986) wurde durch die Serien "Gossip Girl", "Schatten der Leidenschaft" und "Do over – zurück in die 80er"  bekannt. Seit 2018 feiert er als "Joe" in der Netflix-Serie "You – Du wirst mich lieben" Erfolge. Mit seine Ehefrau, Sängerin Domino Kirke (geboren 1983), hat Penn Badgley ein Kind, 2020 kam ihr Sohn James auf die Welt. Für den Schauspieler ist es das erste Kind, seiner Frau hat aus einer früheren Beziehung bereits einen Sohn, Cassius wurde 2009 geboren. Penn Badgley lebt mit seiner Familie in ihrer Wahl-Heimat New York.

Frühjahr 2021

Die Geburt deines Sohnes in drei Sätzen:

Sie war wunderbar. Jedes Mal, wenn ich mich daran erinnere, nehme ich etwas anderes mit – auch wenn die Erfahrung an sich natürlich die gleiche bleibt. Die ganze Sache ist einfach unglaublich und umwerfend, ein Traum, der wahr geworden ist.

Welche Erinnerung ist die intensivste?

Dass ich die Zeit anhalten wollte. Ich weiß, dass viele Eltern nach der Geburt eine Art Schock erleben – es ist wirklich etwas völlig Außergewöhnliches. Doch bei James hatte ich keine Gelegenheit, einen Schock zu empfinden, weil ich sofort mit angepackt habe und bei allem dabei sein wollte.

Deine größte Herausforderung als Vater?

Eigentlich war es bisher ziemlich einfach, abgesehen von der Müdigkeit, aber wir schaffen es wirklich gut. 

Was macht ihr am liebsten zusammen?

Alles, was wir bisher tun konnten, waren kleine Spaziergänge und große Umarmungen. Eigentlich perfekt.

Nächstes Wochenende werdet ihr ...

 ... einen weiteren Spaziergang machen und wieder ganz viel kuscheln.

Wie hat Covid euer Leben verändert?

Die Wertschätzung für die kleinen Dinge ist so wichtig, und das passt auch gut zum Elternsein. Es ist seltsam, mit den Menschen jetzt ganz anders in Kontakt zu kommen, aber seltsam reizvoll. Es ist auch schön, Interviews zu geben und dann gleich wieder ins Bett zu gehen.

Gibt es etwas, das du mit deinem Sohn unbedingt machen willst, bevor er 18 wird?

Ich würde das umdrehen und sagen, was ich nicht möchte. Als ich zwölf war, zog meine Mutter mit mir für meine Karriere nach Kalifornien. Zum Glück hatte sie volles Vertrauen in meine Fähigkeiten. Ich selbst hätte einen so großen Schritt vermutlich nicht gemacht ... Bezogen auf meine Vaterrolle werde ich mein Bestes geben, um die Hoffnungen und Wünsche meiner Kinder zu erfüllen, doch ich weiß auch, dass sie bis zum Erwachsenenalter eigentlich noch Kinder sind. Ich halte es für sehr wichtig, sesshaft zu sein.

Ich möchte keinen Druck auf meine Kinder ausüben, sich auf eine bestimmte Art und Weise zu verhalten oder zu arbeiten, es sei denn, es ist genau das, was sie tun wollen. Ich möchte sie nicht drängen. Sie haben ihr Leben lang Zeit, ihren Weg zu finden.

Was wünschst du dir für die nahe Zukunft?

Ich denke, wir alle wünschen uns Frieden und Harmonie in unserem Leben zurück. Wir wollen von einem Tag auf den anderen leben können, ohne ein Gefühl der Angst oder Sorge vor dem Unbekannten.

Wenn es um die Elternschaft geht und man einige wirklich harte Zeiten zusammen durchgestanden hat, beschleicht einen der Wunsch, das zu feiern. Nicht nur aus Freude, sondern auch aus Erleichterung. Ich bin sicher, dass wir am Ende fürs Durchhalten belohnt werden.

Wie hat dich das Vatersein verändert?

Kinder haben mich schon immer verzaubert. Ich hatte immer das Bedürfnis, die Schwächsten in der Gesellschaft zu beschützen. Doch als Vater verstärken sich diese Gefühle, weil man sich dann wirklich in die Kinder hineinversetzen kann. Es sind ganz neue Emotionen, die man vorher nicht kannte.

Ein Lebensmotto, das du deinem Nachwuchs mit auf den Weg geben möchtest?

Als Erwachsene neigen wir dazu, die Dinge einfach hinzunehmen. Aber ich weiß noch, wie ernst ich alles genommen habe, als ich jung war, und wie betroffen ich von den Dingen war, die um mich herum passierten. Daher möchte ich meinem Sohn die Einstellung mitgeben: Es wird alles gut, mach dir keinen Stress, genieße einfach dein Leben!

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