"Harry Potter"-Star im Interview

Rupert Grint: "Ich schlafe viel besser, seitdem meine Tochter auf der Welt ist"

Er würde sich selbst nie als Ikone bezeichnen – obwohl er durch seine Rolle als Ron Weasley in den Harry-Potter Filmen weltweit berühmt wurde. Kaum zu glauben, dass der Schauspieler inzwischen schon Vater ist. Mit uns sprach er darüber, wie das Papasein ihn verändert hat.

Rupert Grint – zur Person

Der britische Schauspieler Rupert Grint (geboren 1988) eroberte als liebenswerter, unperfekter Zauberer Ron Weasley in den Harry Potter Filmen die Herzen von Millionen von Kindern (und Erwachsenen). Danach spielte er in Filmen wie "Into the White", "CBGB" und der Serie "Servant". Seit 2011 ist Rupert Grint er mit der britischen Schauspielerin Georgia Groome (geboren 1992) liiert, im Mai 2020 kam die gemeinsame Tochter Wednesday zur Welt. 

April 2021

Die Geburt deiner Tochter ...

 ... war wundervoll. Meine Partnerin Georgia war unglaublich. Und statt mich überflüssig zu fühlen, wie es wohl viele Väter während der Geburt tun, hatte ich den Eindruck, wirklich dabei zu sein und Georgia unterstützen zu können. Man muss bis zur Geburt so lange auf das Baby warten, während man ihm schon so nah ist, ohne es sehen zu können. Und dann ist der große Moment da. Es ist zauberhaft. 

Die größte Herausforderung als Vater ist ...

 ... ausreichend Entspannung zu finden. Im Krankenhaus fühlt man sich noch sicher, und dann ist man plötzlich ganz allein verantwortlich. In der ersten Nacht zu Hause mit Wednesday war ich total paranoid. Ich musste ständig nachsehen, ob sie atmet, und war jedes Mal erleichtert, wenn sie weinte. Klar geht das den meisten Eltern beim ersten Kind so. Doch es ist schon überwältigend.

Nächstes Wochenende werdet ihr ...

 ... einkaufen gehen. In der letzten Zeit habe ich viel online gekauft und über mein Outfit als Vater nachgedacht. Wo die Situation jetzt endlich etwas normaler wird, würde ich mir gerne mal wieder im Laden etwas zum Anziehen kaufen. Dabei werden sicher auch ein paar Babysachen rausspringen ... 

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Wie hat Corona euer Leben verändert?

Wir schätzen uns glücklich, dass wir in dieser wichtigen Phase unseres Lebens im ersten Lebensjahr mit Wednesday so viel Ruhe und Zeit für uns hatten. Alles hat sich verändert – nicht nur wir durchs Elternwerden, sondern auch die Welt um uns herum war plötzlich komplett anders, quasi über Nacht. Das erscheint fast unwirklich und ist auf jeden Fall etwas ganz Besonderes. 

Was macht ihr am liebsten zusammen?

Eigentlich die ganz normalen Alltagsdinge. Essen, baden, die erste Umarmung am Morgen ... Es sind die einfachen Dinge, die gleichzeitig am wichtigsten sind. Wenn man vom Elternsein so hin und weg ist, braucht man nichts anderes mehr.

Was wünscht ihr euch für die nahe Zukunft?

Frieden und Normalität. Das komplette Leben von jedem Einzelnen wurde so durcheinandergewirbelt. Ich glaube, wir werden den Alltag nie wieder nur als selbstverständlich hinnehmen. 

Was hättest du gerne gewusst, bevor du Vater wurdest?

Dass man plötzlich anfängt, alles zu hinterfragen, was man tut und wer man ist. Auf solche Gedanken war ich nicht vorbereitet. Tatsächlich muss man sich aber seinem Kind einfach nur hingeben. Die Person, die du bist, bestimmt, wie du als Elternteil bist. Und das ist in Ordnung. 

Was hast du von deiner Tochter gelernt?

Zu schlafen. Es ist unglaublich, wie man Schlafstörungen durch ein Kind in den Griff bekommt. Der eigene Körper weiß plötzlich die wertvollen Entspannungsmomente viel mehr zu schätzen, in denen man einfach mal die Augen schließen kann. Ich war es gewohnt, schlecht zu schlafen, daher habe ich mir über Schlafmangel keine Sorgen gemacht. Dass ich mehr schlafe, seitdem Wednesday auf der Welt ist, ist ein Geschenk.

Dein Rat für alle, die noch keine Kinder haben?

Entspannt euch und versucht, jeden Moment auszukosten. Es fühlt sich schon jetzt so an, als würde die Zeit rasen, dabei sind wir noch ganz am Anfang.

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