Baby Blues

Sarah Engels: emotionale Worte und Tränen nach der Geburt ihrer Tochter

Am 2. Dezember 2021 wurde Sängerin Sarah Engels zum zweiten Mal Mama. Solea Liana heißt das kleine Mädchen, über das sich neben Sarah auch ihr Mann Julian und Sohn Alessio unendlich freuen. Doch nun meldet sich die 29-Jährige mit einem emotionalen Post und Tränen aus dem Wochenbett.

Achterbahn der Gefühle durch Hormone

Seit dem zweiten Advent ist Sarah Engels mit ihren kleine Tochter Solea Liana wieder zu Hause und genießt das Wochenbett – meistens zu mindest. Denn in einem emotionalen Post auf Instagram erzählt sie von einer Achterbahn der Gefühle ausgelöst durch die vielen Hormone nach der Geburt ihres zweiten Kindes.

"Ich kenne mich so gar nicht. Ich bin wirklich sehr, sehr viel am weinen", gesteht sie in einem Video. Die Zeit im Wochenbett sei ganz wichtig und die Familie genieße sie auch, sie sei aber auch "sehr, sehr anstrengend". "Es ist nicht immer nur alles rosig und obwohl man eigentlich gerade das schönste Geschenk auf Erden bekommen hat, fährt man gerade als Mama hormonell gesehen Achterbahn. Ich erlebe das gerade viel intensiver als nach meiner ersten Schwangerschaft."
 

Bei Sohn Alessio war es anders

Nach der Geburt ihres Sohnes Alessio im Juni 2015 war alles anders. Der kleine Junge kam 2015 mit einem Herzfehler zur Welt, schwebte zunächst in Lebensgefahr und musste direkt nach seiner Geburt operiert werden. An familiäres Wochenbett war damals für Sarah und Alessios Papa Piedro Lombardi gar nicht zu denken.

Mit Solea Liana sei das anders und Sarah würde sich auch als "glücklichste Mama der Welt" bezeichnen, doch "ist es eben hormonell nach so einer Schwangerschaft, ohne das man es beeinflussen könnte, manchmal so, dass es ein Auf und Ab ist, man sich doch seine Gedanken macht, einfach auch manchmal weint und gar nicht weiß, wieso", gesteht die Musikerin.
 

Nur zwei bis drei Stunden Schlaf pro Nacht

Sie schlafe aktuell nur zwei bis drei Stunden pro Nacht, leide wie so viele Neu-Mütter unter Stillproblemen, Milchstau und unendlich schmerzenden Brustwarzen. Sie mache sich viele Gedanken und auch Sorgen, obwohl die kleine Tochter kerngesund sei, sogar schon zugenommen habe. Doch aktuell ist Alessio krank, ihr Mann Julian (28) sei deshalb mit ihm zum Kinderarzt gefahren. "Deshalb bin ich sehr froh, dass wir zu zweit sind."

Sarah Engels betont, dass es ihr wichtig sei, anderen Mamas Mut zu machen und ihnen zu zeigen, dass diese Gefühle nach einer Geburt ganz normal seien. "Einige Frauen sind noch viel stärker davon betroffen. Wichtig ist, dass man sich nicht schlecht dafür fühlt und ich dachte, genau deswegen spreche ich es einmal an", sagt sie. 

Sarah will anderen Mamas Mut machen

"Das ist eben etwas, was ich mir selber auch vor Augen führen muss."  Plötzlich schießen ihr Tränen in die Augen. "Jetzt fange ich schon wieder an zu heulen. Das ist einfach ganz schlimm. Aber die Hormone spielen einfach verrückt nach einer Geburt."

Sie hoffe, dass sie vielen Mamas da draußen, die vielleicht auch gerade in so einer Situation sind, zeigen kann, dass sie damit nicht allein sind, dass es unendliche vielen Frauen da draußen gebe, die sich wahrscheinlich genau so fühlen, wenn sie gerade frisch Mama geworden sind.
 

Acht von zehn Frauen leiden unter Babyblues

Damit hat Sarah Engels recht. Denn acht von zehn Müttern leiden in den ersten Tagen mit Kind unter Baby Blues und meist trifft es sie ganz unerwartet. Dieses Stimmungstief erreicht etwa vier bis sechs Tage nach der Entbindung seinen Höhepunkt, um dann um den zehnten Tag herum wieder abzuklingen.

Grund dafür ist laut Mediziner übrigens der abrupten Abfall der Schwangerschaftshormone Progesteron und Östrogen unmittelbar nach der Entbindung. Hinzu kommt die starke körperliche Beanspruchung der frischgebackenen Mutter unter anderem durch das Stillen und den extremen Schlafentzug. Doch diese Tagen gehen in den allermeisten Fällen schnell vorbei. 

Sollten die Symptome jedoch nicht von alleine abklingen, kann das ein Zeichen für eine beginnende Wochenbett-Depression sein. Anders als beim Baby Blues handelt es sich dabei um eine ernstzunehmende Krankheit, die für Mutter und Kind gefährlich werden kann. Deshalb sollten betroffene Frauen unbedingt einen Arzt aufsuchen, wenn ihr Stimmungstief länger andauert.

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Unsere Autorin

Andrea Leim

Andrea Leim arbeitet seit mehr als 20 Jahren für verschiedene Redaktionen, hauptsächlich im Bereich Kinder, Kultur und Krachmusik. Ihre Freizeit verbringt sie am liebsten mit ihrem Mann bei Konzerten, zu Hause rockt ein kleiner Lockenkopf ihr Leben als Mama.

Andrea hat mit "Die Geschichte deiner Geburt: Mein Brief für dich" das erste Leben & erziehen-Buch geschrieben. Es ist im April 2021 erschienen.

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