Singa Gätgens und Juri Tetzlaff

Die Sandmännchen-Moderatoren im Interview

Vor dem „Sandmännchen“ zeigen die Moderatoren Singa und Juri im „KiKA-Baumhaus“ die schönsten Kinderbilder. Was Singa Gätgens mit dem Sandmann verbindet und wie lange Juri Tetzlaffs Tochter fernsehen darf, verraten sie hier.

Habt ihr als Kinder auch schon das Sandmännchen angeschaut? Was sind eure Erinnerungen daran?

Singa: Na klar, das war bei mir früher auch das Zubettgeh-Ritual. Daher kenne ich mich auch so gut mit dem Traumsand aus. Und auch ich habe mich immer – wie viele Kinder heute – gefragt: Mit welchem Fahrzeug kommt der Sandmann wohl dieses Mal?

Juri: „Unser Sandmännchen“ war lange Zeit das einzige Kinderprogramm, das mein großer Bruder und ich gemeinsam angucken durften – also etwas ganz Besonderes. Ich erinnere mich gut an die Geschichten von „Piggeldy und Frederick“, weil ich mit zweitem Namen Frederick heiße, aber vor allem weil die beiden Schweine auch Brüder sind. Ich war genauso lernbegierig wie der kleine Piggeldy und habe meinen Bruder auch manchmal genervt.

Wie viele Bilder bekommt ihr für das „KiKA-Baumhaus“ jede Woche zugesandt?

Juri: Im Schnitt sind es über 1.000 Einsendungen pro Woche, die in der Zuschauerredaktion des Kinderkanals von ARD und ZDF in Erfurt ankommen.

Wer wählt die Bilder aus, die später im „KiKA-Baumhaus“ gezeigt werden?

Singa: Jeden Abend fängt der Stern einige der vielen Bilder unserer Zuschauer ein, die Juri und ich dann durch das Fernrohr betrachten können. Damit alle Kinder die gleiche Chance auf ein Geschenk aus der Schatztruhe haben, kann man sich das wie eine Art Auslosung vorstellen.

Juri: Auch wenn wir nicht alle Bilder im Fernsehen zeigen können, freuen wir uns über jedes dieser Kunstwerke. An dieser Stelle kann ich einfach nur sagen: Viiiiielen Dank für die tollen Gemälde und bitte nicht traurig sein, wenn euer Bild nicht gezeigt wurde.

Habt ihr schon mal ein Bild aufgehoben, dass euch besonders gefallen hat?

Singa: Ja klar! Manchmal sind es ja richtige Kunstwerke, die wir bekommen. Ich habe sogar ein kleines „Ölgemälde“ zu Hause. Und in der Redaktion sieht es richtig bunt aus, weil dort viele Einsendungen hängen und auch einige tolle Bastelarbeiten stehen.

Juri: Wenn ich auf Veranstaltungen von Kindern Bilder geschenkt bekomme, freue ich mich sehr darüber und hebe diese Bilder auf. Ich habe mittlerweile eine ganze Kiste voll. Ich weiß, wie viel Zeit und Mühe in den kreativen Bastelarbeiten steckt.

Was, wenn man erkennt, dass die Eltern sehr geholfen haben beim Basteln?

Singa: Neulich hatte ich eine gebastelte Rakete von einem Dreijährigen und seinem Vater, so stand es im beiliegenden Brief. Toll ist doch, dass Vater und Sohn zusammen etwas gebastelt haben und sie gemeinsam das „KiKA-Baumhaus“ anschauen. Warum sollten wir das dann nicht zeigen!

Juri: Ich finde es auch nicht schlimm, wenn die Eltern geholfen haben. Aber natürlich wollen wir keine Bilder, die Mutter und Vater alleine gemalt haben. Ich finde es gut, dass wir ganz viele unterschiedliche Einsendungen zeigen: von den ersten Malversuchen eines Zweijährigen bis zum Bild einer Grundschülerin.

Juri, wie findet es deine Tochter, dass ihr Papa beim „KiKA-Baumhaus“ arbeitet? Und wie lange darf sie pro Tag fernsehen?

Juri: Sie findet es ganz normal, mich im Fernsehen zu sehen. Der Sandmann ist viel spannender als ich. Und auch wenn ich beim Fernsehen arbeite, darf meine Tochter nicht jeden Tag fernsehen, denn sie ist erst vier Jahre alt. In der Regel beschränkt sich das auf etwa eine Viertelstunde.

Singa: Da will ich aber auch meinen Senf dazugeben. Juris Tochter ist ein ganz süßes Mädchen. Wenn ich mit Juri zusammen arbeite und er abends mit seiner Tochter telefoniert, dann darf ich ab und an mit ihr sprechen!

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