Musiker-Eltern

Sophie Ellis-Bextor: "Mein Mann ist der liebevollste Mensch, den ich kenne"

Einige nennen ihre Mode einzigartig, andere meinen, sie leiste den Stil-Ikonen der Vergangenheit ihren Tribut. Doch das makellose Image scheint Sophie Ellis-Bextor natürlich zuzufallen. Ebenso wie die natürliche Fähigkeit, (ihre fünf!) Kinder großzuziehen.

Obwohl sie sich bereits fünfmal aus der Musikindustrie zurückziehen wollte, ist sie dort ununterbrochen präsent. Das allein spricht schon für sie. Obwohl sie das Muttersein dem Mikrofon vorzieht, scheint es ihrem Einfluss als Sängerin, Model und Gelegenheits-DJ keinen Abbruch zu tun.

Sophie Ellis-Bextor: Schon mein ganzes Leben stand der Spaß an oberster Stelle. Ich finde es so wichtig, nach der fröhlichen Seite der Dinge zu suchen, und viele meiner Lieder reflektieren diese Einstellung. Bevor ich Kinder hatte, war die Musik meine wichtigste Quelle für Freude. Doch sobald man Kinder hat, öffnet sich ein komplett neuer und größerer Horizont der Lebensfreude. Größer als man jemals erwarten konnte.

Man kann sich nicht nur mit dem unbeschwerten Selbst zurückverbinden, man darf plötzlich auch wieder leicht verrückte, abgefahrende Dinge tun, die einem ohne Kinder peinlich wären.

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Natürlich denke ich immer mal wieder darüber nach, wie meine Kinder aufwachsen und was wohl aus ihnen werden wird. Ihre Eltern sind beide in der Musik-Szene, aber das heißt nicht, dass das Gleiche für sie gilt. Momentan ist es ihnen ziemlich egal, dass ihre Mama Sängerin ist. Sie haben verschiedene Vorbilder und diese sind sicherlich andere als meine, als ich ein Kind war.

Vorbilder und Einflüsse

Für mich war es immer Julie Andrews. Jemanden wie sie in ihrem Stil und ihrer Person nachzuahmen war immer sehr aufregend für mich. Andererseits hatten wir zu der Zeit auch nicht zu vielen Helden Zugang, die man hätte nachahmen können. Heute ist das anders. Unsere Kinder wachsen ganz anders auf. Sie haben Zugang zu Menschen aus allen Bereichen, allen Hintergründen und können sich über soziale Medien mit ihnen verbinden. Das ist zum Teil schon überwältigend.

Musik oder Mutter? Beides!

Durch das Muttersein fühle ich mich ganz. Das ist ein komplett anderes Gefühl als alles, was ich je auf der Bühne erlebt habe. Dennoch ist es wichtig, ein Individuum zu bleiben und nicht nur Mutter zu sein. Das ist einer der Gründe, warum es mir immer wichtig war, auch weiterhin Musik zu machen, aufzutreten und auf Tour zu gehen. Das definiert mich. Und auch als Familie sind wir besser, wenn jeder er selbst sein kann und sich nicht irgendwo oder irgendwie gefangen fühlt. 

Ich freue mich auf jeden Fall darauf, irgendwann wieder zu touren. Es fühlt sich nie so an wie beim letzten Mal, wenn man wieder live auftritt, und ich liebe die Spannung, wirklich mit dem Publikum in Kontakt zu treten.

Was unser Familienleben so wertvoll macht, ist die liebevolle Beziehung, die wir untereinander haben. Angefangen bei Richard und mir. Er ist der liebevollste Mensch, den ich kenne und das Ausmaß seiner Zuwendung, Großzügigkeit und seines Respekts durchzieht unser ganzes Leben. Das ist etwas unglaublich Besonderes und Wertvolles. Wie die meisten Mütter bin ich sehr dankbar für das, was ich habe und für die Entscheidungen, die ich getroffen habe. Alle schweren Zeiten werden dadurch mehr als aufgewogen.

Zur Person

Sophie Ellis-Bextor hat mit ihrem Mann, dem Musiker Richard Jones (aus der Band "The Feeling") fünf Kinder: Sonny (*2006), Kit (*2010), Ray (*2014), Jesse (*2016) und Mickey, der im Januar 2020 seinen ersten Geburtstag feierte. Aushängeschilder der Sängerin: Stil, Leidenschaft, Spaß. Bekannt ist sie unter anderem duch ihre zeitlosen Hits "Groovejet (If This Ain't Love)" und "Murder On The Dancefloor".

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