4. Oktober 2018

Auf der Familienblogger-Konferenz Denkst 2018

Bewegt Bloggen mit Früchte-Sushi und anderen Werten

Auf der Familienblogger-Konferenz Denkst 2018
© privat

Die denkst ist die größte Konferenz für Familienblogger im süddeutschen Raum – klar, dass Nadine Luck teilgenommen und sich weiter vernetzt hat. Mitgebracht hat sie viel Inspiration, Motivation und den Drang, ein Marmorkuchen-Eierlikör-Rezept zu verbloggen.

Wer die Story auf unserem Instagram-Kanal verfolgt hat, konnte den Eindruck gewinnen, Blogger sind nur am Futtern. Ich gebe auch zu, dass die Bilder, die ich von der Familienblogger-Konferenz denkst gezeigt habe, ein bisschen foodlastig sind. Doch an süßem Sushi aus exotischen Früchten und einer bunten Candy-Bar kann wohl kaum eine Bloggerin vorbeigehen, ohne beides ausgiebig abzulichten, zu posten… und anschließend raue Mengen davon zu verputzen.
So eine Konferenz besteht jedenfalls nicht nur aus den Vorträgen, bei denen wir Blogger vieles lernen, sondern auch im Austausch mit den anderen Bloggern, der gerne im schönen Rahmen stattfinden darf. Hinter der #denkst2018 steckten als Veranstalter wieder Sven Trautwein von Zwillingswelten und Susanne Hausdorf (Ich lebe! Jetzt!) sowie, neu im Team, Anja Neuberg von Leben ist ansteckend. Die Konferenz fand im Nürnberger Kommunikationsmuseum statt, angereist waren Bloggerinnen und Blogger aus der ganzen Republik.

Was ist „Wert-voller“ Inhalt?

Dass wir alle verschiedene Ziele und Vorstellungen hatten, zeigte sich spätestens bei der Podiumsdiskussion zum Thema „Wert-voll Bloggen“. Für die einen ist der Wert ganz klar monetär definiert: Wenn ich von einem Kooperationspartner die Summe X für einen Sponsored Post bekomme, ist meine Bloggerei so und so viel wert. Für die anderen ist es ein Wert, wenn man es etwa im Nischenthema Kultur schafft, auch nur einen neuen Leser für die Kunst zu begeistern. Der dritte Blogger findet, dass niemand mehr ein Rezept für den hundertsten Marmorkuchen im Netz braucht. Wertvoll sei das Rezept nur, wenn es eine Besonderheit aufweise. „Mit Eierlikör“, schlug ein Zwischenrufer vor, über den alle lachten. Jeder aber wusste, was gemeint war: Um sich mit seinen Blog-Inhalten hervorzutun, braucht man neue Ideen, mindestens Variationen alter Themen, besser noch etwas wirklich nie Dagewesenes. Vielleicht will man aber auch gar nicht herausstechen – sondern den Blog so gestalten, wie man es selbst für richtig hält. Und gewinnt durch die Authentizität dennoch viele Leser. Wir Blogger haben die Freiheit, unsere persönliche Zielrichtung zu verfolgen.

Ein Handy für Kindergartenkinder?

Über die Mediennutzung in Familien informierte uns Digitaltrainer Daniel Wolff und schockierte mit Fakten: Eigentlich war es bis vor Kurzem eher üblich, Kinder beim Übergang zur weiterführenden Schule mit einem eigenen Smartphone auszustatten. Jetzt ist es schon ein typisches Geschenk zur Erstkommunion geworden. Immer häufiger bekommen auch bereits Erst- und Zweitklässler ein eigenes Gerät, manchmal sogar schon Kindergartenkinder. Dabei gehen die Vorstellungen, die Eltern und Kinder von der Anschaffung eines Smartphones haben, weit auseinander: Während wir Eltern denken, wir könnten dann öfter und besser miteinander kommunizieren, freuen sich die Kinder vor allem darüber, nun die absolute Unterhaltungs-Maschine zu besitzen.
Dass die Mama ihre Whatsapps immer mit „Hallo Lisa“ beginnt und mit „liebe Grüße, Mama“ beendet, finden Kinder kurios: Für sowas gibt es doch Emojis!

Auf das Netzwerken!

Es gab noch viel Input, handwerklichen genauso wie fachlichen – doch, was wir genauso wichtig fanden: In den Pausen suchten wir das Gespräch untereinander. Die Menschen in echt zu sehen, die man schon gut aus dem Netz kennt – das ist ein besonderes Vergnügen. Ich habe mich zum Beispiel sehr gefreut, endlich einmal Lisa von Stadtlandmama zu treffen (siehe Foto), Nadja von „Mama im Spagat“ und Domenika „From Munich with Love“, die mit dem Umzug nach Frankfurt kämpft, weil sie sich einen neuen Blognamen geben muss. Anke von „Mama geht online“, Denise von „Mama Nisla rockt und bloggt“, Katharina von „Kinderleute“ und Silvia von „Vivabini“ sind meine persönliche Frankenblogger-Base – und doch wohnen wir so verstreut, dass wir Konferenzen wie die denkst brauchen, um uns zu treffen.
Mein Fazit: Es tut so gut, sich zu sehen, sich gegenseitig zu inspirieren, gemeinsame Aktionen zu planen. Danke an die, die es organisieren. Auf das Netzwerken!

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