Rückstellung von der Einschulung

Lieber noch ein Jahr spielen?

Eltern, die ihr Kind von der Einschulung zurückstellen möchten, brauchen für den Antrag die richtigen Argumente.

Ab Januar bekommen die Eltern älterer Kindergartenkinder Post von den Behörden mit der Aufforderung zur Schulanmeldung. Kinder, die bis zu einem bestimmten Stichtag ihren sechsten Geburtstag gefeiert haben, müssen eingeschult werden – sie sind sogenannte "Muss-Kinder". Der Stichtag liegt in den einzelnen Bundesländern jeweils unterschiedlich (siehe Liste).

Wer überzeugt ist, dass seinem Kind ein weiteres Jahr im Kindergarten besser bekäme, kann in der Grundschule einen Antrag stellen.

Gründe für die Zurückstellung

"Lilly ist doch noch sehr verspielt" oder "Wir haben nicht den Eindruck, dass Julius schulreif ist" wird den Schulen als Begründung für eine Zurückstellung nicht reichen. Eine chronische Krankheit oder eine soziale Entwicklungsverzögerung sind dagegen starke Argumente.

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Gutachter suchen

Da die Entscheidung bei der Schulleitung liegt, sollten Eltern den Antrag sehr sorgfältig vorbereiten. Der Kinderarzt und die Erzieher im Kindergarten sind erste Ansprechpartner, bei denen sich Eltern Rat holen und um eine schriftliche Stellungnahme bitten können. Grundsätzlich gilt: je mehr Gutachten und Stellungnahmen (Arzt, Psychologe, Kindergarten), umso besser.

Stichtag für die Einschulung

Baden-Württemberg: 30.09.
Bayern: 30.09.
Berlin: 30.09.
Brandenburg: 30.09.
Bremen: 30.09.
Hamburg: 01.07.
Hessen: 30.06.
Mecklenburg-Vorpommern: 30.06.
Niedersachen: 30.09.
Nordrhein-Westfalen: 30.09.
Rheinland-Pfalz: 31.08.
Saarland: 30.06.
Sachsen: 30.06.
Sachsen-Anhalt: 30.06.
Schleswig-Holstein: 30.06.
Thüringen: 01.08.

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