2. Juli 2018

Was Eltern und Autofahrer beachten sollten

Schulweg – auch Erwachsene müssen aufpassen!

© gorillaimages/Shutterstock.com

Vor allem Schulanfänger bewegen sich noch unsicher und sind als Verkehrsteilnehmer unberechenbar. Auch für Erwachsene gilt deshalb: Vorsicht im Straßenverkehr!

Kleine Leute in großer Aufregung: Jedes Jahr fiebern über 700 000 Kinder ihrem ersten Schultag entgegen. Sie lernen das ABC und Wochen vorher, wie sie sicher zur Schule kommen. Das ist kein leichtes Unterfangen. Denn Kinder nehmen Informationen anders wahr und reagieren dreimal langsamer als Erwachsene.
Das birgt Risiken: Im Jahr 2016 verunglückten 28 547 Kinder unter fünfzehn Jahren im Straßenverkehr (Q: destatis.de). Für Eltern ist die Einschulung daher ein guter Anlass, die Schulbank in punkto Sicherheit zu drücken und ihren Sprösslingen das Einmaleins im Straßenverkehr zu erklären.
Autofahrern rät ein Sprecher des Zentralverbandes Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK), vor Schulen und in Wohngebieten generell bremsbereit und im Schritttempo zu fahren. Auch wenn Ampeln, Verkehrsinseln, Zebrastreifen, Schülerlotsen und leuchtend gelbe Spannbänder Sicherheit signalisieren. Kinder bewegen sich im Straßenverkehr unverhofft und oft ungesichert.

Darauf sollten sich Autofahrer und Eltern beim Schulweg einstellen

Der Schulgweg zu Fuß

Der sichere Weg ist klar und mit den Kleinen zu unterschiedlichen Zeiten, an allen Wochentagen und mit Rollentausch geübt. Dennoch wird es selbst am Zebrastreifen brenzlig: Schulanfänger haben gelernt erst zu gehen, wenn die Fahrzeuge auf beiden Seiten stehen. Frühzeitiges Hinüberwinken verunsichert und führt zu Missverständnissen. Und klar, dass sich Kinder auch abseits der Schulwege zwischen parkenden Autos tummeln.
Eltern können spielerisch mit ihren Kindern üben, Gefahrensituationen im Straßenverkehr zu erkennen – hier gibt’s eine Checkliste und Ausmalbilder.

Sicherheit heißt auch Sichtbarkeit. Dafür sorgen Reflektoren am Schulranzen, helle Kleidung und eine Sicherheitsweste. Mit dem reflektierenden Überzieher werden die Erstklässler von Autofahrern aus 150 Meter Entfernung gesehen, in dunkler Kleidung erst auf 45 Meter.

Der Schulweg im Auto

Wenn es denn die Fahrt mit dem Auto sein muss, dann alle – auch den Nachwuchs der Nachbarn – altersgerecht anschnallen und zur Gehwegseite hin aussteigen lassen. Die meisten Kinder verunglücken im Straßenverkehr als Mitfahrer.

An der Bushaltestelle

An der Haltestelle wird gerangelt, geschubst, gespielt, geträumt. Hier heißt es, anhalten und vorsichtig im Schritttempo vorbeifahren. Wann ein Schulbus nicht überholt werden darf: mehr Infos dazu finden Sie hier!

Auf dem Rad zur Schule

Nicht ohne Grund absolvieren Kinder erst in der vierten Klasse die Fahrradprüfung. Dann beherrschen sie das Rad und haben den Kopf frei für Verkehrsregeln. Für Autofahrer gilt: Ob klein oder schon größer – Kinder auf dem Rad dürfen nur mit großem Abstand und langsam überholt werden.

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