10. November 2017

Das bleibende Gebiss

Zahnwechsel – ab jetzt zweimal pro Jahr zum Zahnarzt

Das bleibende Gebiss
Keine Angst, du hast doch immer gut geputzt! © Zurijeta/Shutterstock.com

Pünktlich zur Einschulung fallen bei vielen Erstklässlern die ersten Milchzähne aus. Ein guter Zeitpunkt, regelmäßige Vorsorgetermine beim Zahnarzt wahrzunehmen.

„Wer regelmäßig zur Zahnvorsorge geht, hat später in der Regel weniger Probleme mit den Zähnen“, sagt Sozialversicherungsexperte Tobias Pahl. Die Krankenkassen zahlen die Zahnvorsorge für Kinder und Jugendliche im Alter von sechs bis 17 Jahren zweimal pro Kalenderjahr. Die Abrechnung erfolgt einfach über die Krankenversichertenkarte und ohne Praxisgebühr. Auch wer die ersten Prophylaxe-Termine verpasst hat, kann noch einsteigen.
Eltern, deren Kind Angst vor dem Zahnarztbesuch hat, rät Tobias Pahl: „In vielen Städten gibt es inzwischen Praxen, die sich auf die besonderen Bedürfnisse kleiner Patienten spezialisiert haben.“

Was der Zahnarzt bei der Vorsorge macht

Bei der Vorsorge stellt der Zahnarzt beispielsweise fest, ob die gefurchten Kauflächen der neuen, bleibenden Backenzähne versiegelt werden sollten, um diese sogenannten Fissuren wirksam und dauerhaft vor Karies zu schützen. „Die engen Furchen auf den Kauflächen bieten den Mundbakterien besonders gute Schlupfwinkel, mit der Zahnbürste lassen sie sich kaum wegputzen“, so Pahl. Dementsprechend entstehe bei Kindern und Jugendlichen etwa zwei Drittel aller Karies in den Fissuren. Zudem bekommen die Kinder Tipps, wie sie ihre Zähne optimal putzen können. Der Zahnarzt trägt auch Fluoridlack oder Gel auf die Zähne auf, um so Zahnschmelz und Zähne besser zu schützen und Löchern keine Chance zu geben. Kinder ab sechs Jahren sollten auf Erwachsenenzahnpasta umsteigen. Bei erhöhtem Kariesrisiko empfiehlt es sich zudem, den Zahnarzt nach einem Fluoridgelee zu fragen, dass einmal pro Woche verwendet wird.

Das Bonusheft gibt es ab 12

„Grundschüler, die regelmäßig zur Zahnvorsorge gehen, trainieren schon automatisch, ihre Zähne checken zu lassen und das Gebiss gesund zu erhalten“, sagt der Zahnexperte Pahl, „so bauen sich Ängste gar nicht erst auf, die Kontrolle wird zur Routine.“ Ab dem zwölften Lebensjahr bekommen die Jungen und Mädchen vom Zahnarzt ein Bonusheft, das bei jedem Besuch abgestempelt wird. Ein vollständiges Bonusheft kann bares Geld wert sein. Sollte zum Beispiel später einmal eine Krone erforderlich werden, zahlt die Krankenkasse einen höheren Zuschuss, wenn der Betroffene regelmäßig bei den Vorsorgeterminen war. Eltern können ihre Kinder in die Verantwortung für das Bonusheft einbeziehen. Tobias Pahl von der TK rät: „Teenager können ihr Bonusheft durchaus selbst verwahren und ihre nächsten Vorsorgetermine in einen Kalender eintragen. So lernen Jungen und Mädchen schon früh, sich für ihre Gesundheit verantwortlich zu fühlen.“
Einige Kassen bieten den Eltern auch einen kostenlosen Erinnerungsservice für Vorsorgetermine.

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