9. September 2018

Sprechtag in der Schule

Gut vorbereitet zum Elterngespräch

Sprechtag in der Schule
© mangostock/Shutterstock.com

Weder Lehrer noch Eltern mögen ihn so richtig – den Elternsprechtag. Damit das Lehrer-Elterngespräch trotzdem gut verläuft, können Sie sich darauf vorbereiten.

Der Elternsprechtag ist eine gute Gelegenheit, sich über das Verhalten und die Leistungen des Kindes zu informieren. Und beide Seiten können nach Lösungsmöglichkeiten bei eventuellen Problemen suchen.
Haben Sie viel Gesprächsbedarf, sollten Sie das dem Klassenlehrer/der Klassenlehrerin Ihres Kindes vorab mitteilen. So kann mehr Zeit eingeplant werden, denn Gespräche zwischen Tür und Angel sind nicht hilfreich. Oder Sie vereinbaren gleich einen anderen Termin.
Lässt sich Ihr Anliegen vielleicht auch telefonisch besprechen? Rufen Sie aber bitte nicht einfach während des Tages in der Schule an. Ein solches Telefonat trifft den Lehrer vielleicht in der Fünf-Minuten-Pausen, in der auch noch Schüler bei ihm Schlange stehen. Nehmen Sie sich genügend Zeit für ein solches Lehrer-Elterngespräch.

Das Kind einbeziehen

Ist Ihr Kind beim Gespräch dabei, beziehen Sie es unbedingt als Gesprächspartner mit ein. Nur so fühlt es sich ernst genommen und lernt, sic zu seinem eigenen Verhalten zu äußern. Wollen Sie aber ganz offen reden und eventuell auch Kritik üben, ist es besser, den Termine ohne das Kind wahrzunehmen.

5 Tipps – Damit Sie gut vorbereitet zum Elterngespräch kommen

Klare Ziele
Machen Sie sich vorab klar, was Sie von dem Gespräch erwarten. Geht es Ihnen ausschließlich um eine Einschätzung der Situation Ihres Kindes in der Schule? Wollen Sie bestimmte Probleme ansprechen?

Vorher mit dem Kind sprechen
Wie schätzt sich Ihr Kind selbst ein? In welchen Fächern gibt es Probleme? Tauchen diese immer wieder auf? Warum? Geht es Klassenkameraden vielleicht ähnlich? Gibt es schwerwiegende Probleme mit Mitschülern? Worum geht es dabei?

Lehrer sind keine Hellseher
Ein offener Austausch ist deshalb wichtig. Belastet Ihr Kind etwas, zum Beispiel eine Trennung oder ein Todesfall in der Familie? Sprechen Sie das Thema an, dann kann auch der Lehrer Ihr Kind und sein Verhalten besser verstehen.

Keine Schuldzuweisungen
Sie müssen weder Ihr Kind noch sich gegen den Lehrer/die Lehrerin verteidigen. Sie wollen vielmehr die Situation Ihres Kindes aufzeigen und bei Problemen gemeinsam nach einer Lösung suchen.
Gibt der Lehrer Ihnen einen Rat, mit dem Sie nicht einverstanden sind, schlafen Sie erst eine Nach darüber. Sprechen Sie mit Ihrem Partner oder auch anderen Eltern. Können Sie die Sicht des Lehrers danach immer noch nicht nachvollziehen, fragen Sie nach oder vereinbaren Sie eventuell noch einmal einen Sprechstundentermin.

Lehrer sind keine Psychologen
Die Lehrkräfte können Ihnen den ein oder anderen Tipp gebe. Für spezielle Fragen oder Beratungen in Erziehungsfragen ist allerdings der Schulpsychologe oder ein anderer Experte der richtige Ansprechpartner. Fragen Sie in der Schule nach, an wen Sie sich am besten wenden können.

Gut vorbereitet sein, offen miteinander reden und zuhören – so kann des Elterngespräch ein Erfolg werden.

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