Ernährung bei Schwangeren

Ist Salamipizza in der Schwangerschaft ein Problem?

Eines der meist diskutierten Themen rund um Schwangerschaft: die Ernährung. Was darf man als werdende Mama noch essen, was nicht mehr? Hier gehen wir der Frage nach, wie es um die heiß geliebte Salamipizza steht.

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Unsere Expertin

 

Melanie Wirtgen ist Diplom-Oecotrophologin mit eigener Praxis im hessischen Hofheim, sowie im Leitungsteam des Richtig-Essen-Instituts. Sie ist Mutter von zwei Kindern.

Mehr Infos unter: richtig-essen-
institut.de oder nutrinia.de

Ernährung in der Schwangerschaft

In der Schwangerschaft kommt oft die Frage auf, welche Lebensmittel weiterhin unbedenklich verzehrt werden können und welche vermieden werden sollten. Zwar ist klar, dass vor allem eine gesunde und ausgewogene Ernährung wichtig ist, gerade in der Schwangerschaft kann es aber eben doch mal zu Heißhungerattacken kommen. Da kann es schon mal sein, dass Lust auf ein unkompliziertes Mittagessen oder einen gemütlichen Abend mit einer Salamipizza aufkommt. Hier erklären wir, worauf bei dem Verzehr geachtet werden sollte.

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Ist Salamipizza in der Schwangerschaft erlaubt?

Ja! Salamipizza ist grundsätzlich auch in der Schwangerschaft erlaubt.

Zwar gibt es einige Lebensmittel, die werdende Mamas lieber nicht zu sich nehmen sollten – die Salamipizza gehört aber nicht dazu. Da die Salami im Ofen bei hoher Temperatur gegart wird, werden mögliche Erreger oder Bakterien abgetötet und eine Ansteckung durch Toxoplasmose ausgeschlossen.

Was ist Toxoplasmose?

Dabei handelt es sich um eine Infektionskrankheit, die durch Parasiten übertragen wird. Zwar ist sie für Menschen mit einem guten Immunsystem meist unbedenklich, oder bleibt sogar unbemerkt. Für Schwangere ist die Toxoplasmose allerdings gefährlich, da sie dem Ungeborenen schaden kann. Da die Ansteckung meist über rohe oder nicht ausreichend erhitzte Fleischwaren erfolgt, ist rohe Salami während der Schwangerschaft tabu.  

Worauf Schwangere beim Verzehr von Salamipizza achten sollten

Wichtig ist:
Die Salamipizza sollte bei einer Temperatur von mindestens 100 Grad ausreichend lange gegart werden.

Ein kleiner Tipp:
Wer die Pizza selbst belegt, statt zu einer Tiefkühlpizza zu greifen, kann auf eine qualitativ hochwertige Salami zurückgreifen. Auch bei weiteren Zutaten wird empfohlen, Bio-Produkte zu wählen. Wer seine Pizza noch mit Mozzarella oder Sahne belegen möchte, sollte nur darauf achten, dass die Produkte aus pasteurisierter Milch gemacht sind.   

Das sagt unsere Expertin

 

"Da Pizza über einen längeren Zeitraum im Backofen hoch erhitzt wird, ist der Belag, ob Salami oder roher Schinken, nicht mehr als roh einzustufen und kann von Schwangeren unbedenklich verzehrt werden. Anders verhält es sich, wenn roher Schinken nach dem Erhitzen auf die Pizza gelegt wird, wie es bei manchen Zubereitungen üblich ist."

Wie steht es für Schwangere um Salamipizza im Restaurant oder vom Lieferdienst?

Es spricht nichts dagegen, sich in der Schwangerschaft auch mal verwöhnen zu lassen, statt selbst in der Küche zu stehen. Die Salamipizza bei eurem Lieblingsitaliener kann bedenkenlos genossen werden, ebenso wie vom Lieferdienst.

Die einzige Voraussetzung ist: Die Pizza sollte heiß serviert oder geliefert werden, damit Bakterien keine Chance haben. Wenn ihr unsicher seid, fragt gegebenenfalls im Restaurant nach, wie heiß und wie lange eure Pizza gebacken wird.

Hinweis: Lediglich den Pizzastand an der Straßenecke sollten werdende Mütter meiden. Wenn Pizza längere Zeit in der (nicht ausreichend gekühlten) Auslage liegt, kann es sein, dass sich dort auch Bakterien wie Listerien wohlfühlen. 

Ist kalte Salamipizza in der Schwangerschaft unbedenklich?

Wenn etwas von der Pizza Salami übrig bleibt, kann sie im Kühlschrank aufbewahrt und auch noch am nächsten Tag gegessen werden. Da die Salami bereits einmal durchgegart wurde, ist der Verzehr für Schwangere nicht bedenklich.

Autorin: Laura Wohlmuth

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