Komm kuscheln, Schatz

Der erste Sex nach der Geburt

Das Baby ist da. Aus dem Paar sind Eltern geworden, die einen lustvollen Neubeginn ihrer Liebe suchen. Tipps, wie Euch das gelingt.

In den ersten Wochen nach der Geburt wandelt sich der Körper der Frau besonders stark. Die Gebärmutter bildet sich langsam in ihre normale Lage und Größe zurück. Bis die Schleimhaut der Gebärmutter abgeheilt ist und sich normalisiert hat, hat die Frau Wochenfluss. Die mehr oder weniger starken Blutungen, ausgelöst von den Haftstellen des Mutterkuchens (Plazenta), dauern bis zu sechs Wochen.
So lange, raten viele Ärzte und Hebammen, sollte das Paar keinen Sex haben, um die Frau vor Entzündungen der Blase oder der Gebärmutterschleimhaut zu schützen. Paare, die schon vorher miteinander schlafen möchten, sollten Kondome benutzen. Präservative sind doppelt wirksam: Erstens schützen sie, zumindest teilweise, vor lästigen Keimen. Zweitens helfen sie, eine ungewollte oder vorzeitige neue Schwangerschaft zu verhüten.

Unzufrieden mit der Figur

Wenige Frauen fühlen sich gleich nach der Geburt wohl in ihrer Haut. Bauch, Oberschenkel und Hüften sind noch rund, vielleicht sind Schwangerschaftsstreifen geblieben, die kurzen Nächte mit Baby laugen aus. Außerdem haben sie vielleicht noch mit Geburtsverletzungen zu kämpfen: Tut der Damm beim Verkehr weh, sind Stellungen gut, bei denen die Frau das Tempo vorgeben und steuern kann, wie tief der Penis in die Scheide eindringt. Zum Beispiel liegt das Paar dazu auf der Seite oder die Frau oben.

Bei manchen Frauen sorgt eine trockene Scheide für Schmerzen beim Verkehr. Schuld ist ein Östrogenmangel, ausgelöst durchs Stillen. Oder die Frau hat noch nicht wieder so viel Lust. Da hilft nur liebevolle Geduld von Seiten des Mannes und eventuell Gleitgel aus der Apotheke. Noch ein Hinweis: Wer Kondome nimmt, darf kein Öl verwenden. Es greift das Gummi an! Manche Frauen klagen nach der Geburt über eine weite Scheide: "Ich spüre nichts mehr, wenn ich mit meinem Mann schlafe!" Tatsächlich kann das Köpfchen des Kindes die Scheidenmuskulatur überdehnen. Da kann ein Beckenbodentraining Wunder wirken.

Alle Zärtlichkeit fürs Baby

Das Kleine riecht so gut und du kannst stundenlang mit ihm knuddeln? Die Fürsorge und Liebe der Mutter konzentriert sich ganz auf das Baby. Durch das Stillen wird außerdem dein Bedürfnis nach Zärtlichkeit und Hautkontakt befriedigt, oft geht der Partner deshalb leer aus. Es kommt kaum mehr zu Berührungen, Schmusen, zärtlichen Augenblicken. Viele Väter sind dann natürlich geknickt und fühlen sich ausgeschlossen. Ein Grund, weshalb manche Männer schon bald wieder Sex wollen – sehr viel früher als ihre Partnerin. Aus Unsicherheit in der neuen Situation suchen sie möglichst schnell die Bestätigung, dass alles beim Alten ist.

Reden hilft

Das Beste, was ein Paar in dieser Situation tun kann, ist reden. Wenn du deinem Partner nämlich erklärt, wie es in dir aussieht und welche Bedürfnisse du hast, kann er viel besser auf dich eingehen. Außerdem kannst du ja trotzdem mit ihm kuscheln und schmusen, wenn du noch nicht mit ihm schlafen willst.

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