Voraussichtlicher Geburtstermin

Wann kommt mein Baby?

Je näher der errechnete Geburtstermin rückt, desto größer wird bei vielen Müttern die Ungeduld. Doch nur etwa vier Prozent aller Babys kommen "pünktlich" zur Welt. Viele lassen sich Zeit, aber das ist noch lange kein Grund zur Sorge.

Vor allem beim ersten Kind warten werdende Mütter gespannt auf den magischen Tag, den Arzt oder Hebamme zum voraussichtlichen Geburtstermin bestimmt haben. Doch bei sehr vielen Frauen geht dieser Tag vorüber und das Baby macht nicht die geringsten Anstalten, sich auf den Weg zu machen.

Geburtshelfer, Ärzte und Hebammen überrascht das gar nicht. Sie wissen, dass es rund um den errechneten Termin (280 Tage nach dem Beginn der letzten Menstruation) einen Zeitraum von plus/minus 14 Tagen gibt, in dem die Geburt stattfinden kann. Dass ein Baby genau an dem Datum, das im Mutterpass notiert wurde, zur Welt kommt, ist daher nicht sehr wahrscheinlich. Nur drei bis vier Prozent aller Babys sind "Termingeborene", ca. 95 Prozent kommen in den zwei Wochen davor und nur fünf Prozent in den zwei Wochen danach zur Welt.

Doch bei aller Rechnerei: Das Startzeichen gibt die Natur erst, wenn du und dein Baby bereit seid. Vermutlich, so glauben Wissenschaftler heute, sendet dein ungeborenes Kind deinem Organismus ein hormonelles Signal, dass seine Reifung tatsächlich abgeschlossen ist und es nun auf die Welt kommen will.

Wenn das Baby nicht kommt ...

Aber wie geht es weiter, falls der große Tag vorübergehen sollte, ohne dass du dein Kind begrüßen kannst? Diese Ungeduld kann für Schwangere sehr unangenehm sein. Zum einen, weil sie sich Sorgen machen, etwas könnte mit dem Baby nicht stimmen, zum anderen, weil sie ihr Baby endlich in den Armen halten wollen. Doch so schwer diese Zeit sein mag: Dir bleibt nur, dich in Geduld zu üben. Dein Arzt jedenfalls wird vorerst ganz gelassen bleiben. Solange es dem Baby gut geht, besteht kein Grund zur Eile oder Sorge. Allerdings wirst du regelmäßig in immer kürzer werdenden Abständen in die Praxis bestellt, um zu kontrollieren, ob alles in Ordnung ist und zum Beispiel die Fruchtwassermenge stimmt. Zieht sich das Warten hin, wird meistens ein Wehenbelastungstest gemacht: Du bekommst geringe Mengen eines wehenfördernden Mittels und die Ärzte beobachten am Herzton-Wehenschreiber (CTG), wie dein Baby auf die Kontraktionen reagiert. Das erlaubt Rückschlüsse auf seinen Versorgungszustand.

Wie lange muss ich noch warten?

Wie lange einzelne Ärzte oder Entbindungskliniken abwarten, bis sie die Geburt notfalls einleiten, ist unterschiedlich. Einige werden bereits nach sieben Tagen aktiv, andere warten doppelt so lange. Manche Frauen wollen in dieser Situation lieber selbst etwas tun und auf natürlichem Wege die Wehen anregen. Das geht aber nur, wenn dein Körper geburtsbereit ist. Sprich auf alle Fälle mit deinem Arzt oder deiner Hebamme, bevor du wehenfördernde Maßnahmen ergreifst.

Ist das Baby schon da?

Das Warten an sich kann schon ganz schön nervig sein, wenn dann aber noch ständig Freunde und Verwandte nachfragen, liegen die Nerven schnell blank. In diesem Fall ist es völlig okay zu sagen, dass man diese Frage nicht mehr hören möchte. Bitte deine Angehörigen sich ebenfalls in Geduld zu üben. Wenn das Baby erst einmal da ist, wirst du diese freudige Nachricht ohnehin sehr schnell verbreiten wollen. Auch Mogeln ist natürlich erlaubt: Du kannst direkt am Anfang zwei Wochen auf den errechneten Termin draufschlagen. So ersparst du dir die bohrenden Nachfragen am Ende deiner Schwangerschaft.

Wann kommt mein Baby endlich?

Sehr wahrscheinlich wirst du gar keine Hilfsmittel brauchen, sondern darfst darauf vertrauen, dass die Geburt bald von selbst beginnen wird. Versuche die Tage möglichst angenehm zu gestalten und dich nicht verrückt zu machen. Genieße auch die Ruhe, die du in dieser Form für recht lange Zeit nicht mehr haben wirst. Hier ein paar Vorschläge, wie du die Warterei überbrücken kannst:

  • Wie wäre es mit einem Besuch beim Friseur? Oder einer Pediküre für die nicht mehr sichtbaren Füße? Gerade in der ersten Zeit nach der Geburt kommen Mamis selten dazu, sich ausreichend um sich selbst zu kümmern. Gönn’ dir also ruhig nochmal ein wenig Luxus.
  • Gehe mit deinem Partner und/oder Freunden ins Restaurant, Theater oder Kino. Für abendliche Verabredungen werdet ihr später immer einen Babysitter brauchen oder einer von beiden muss daheim bleiben.
  • Schnapp’ dir ein gutes Buch oder lege einen kleinen Serienmarathon auf der Couch ein. Faule Momente sind jetzt noch eine Besonderheit!
  • Wenn du gerne kochen magst, kannst du vielleicht das Wochenbett kulinarisch ein wenig vorbereiten?
  • Hast du dir schon überlegt, wie du den Nachwuchs bei Freunden und Familie ankündigen willst? Lass dich von unseren Sprüchen zur Geburt inspirieren!
  • Viele Schwangere schreiben in den letzten Tagen vor der Geburt ein sogenanntes "Wartebuch". In einem kleinen Büchlein kannst du notieren, wie du die Tage verbringst und wie sehr du dich auf dein Baby freust. Ein tolles Geschenk, wenn der Nachwuchs ein wenig größer ist.

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