Body Positivity

Hey Mamas, schenkt eurem Bauch mal wieder eine große Portion Liebe!

Er fristet viel zu oft ein ungeachtetes, vielleicht sogar ungeliebtes Dasein. Zu wabbelig, zu dick. Lieber verstecken! Aber warum sind wir unserem Bauch, der unseren Kindern neun Monate lang ein kuscheliges Zuhause geschenkt hat, so chronisch undankbar gegenüber? Eine Liebeserklärung.

Ja, genau so darf ein After-Baby-Bauch aussehen.
© Foto: Getty Images/Estersinhache fotografía
Ja, genau so darf ein After-Baby-Bauch aussehen.

Hallo Bauch! 

Nein, noch mal: 

Hallo lieber Bauch!

Nein, so!

Lieber Bauch, 

während ich hier sitze und diese Zeilen schreibe, blicke ich zu dir runter. Etwas faltiger bist du geworden. Etwas weicher. Etwas wabbeliger. Etwas runder. Etwas eingequetschter. Und etwas blasser auch. Schiebe ich meine Hose herunter, sehe ich Abdrücke. Sogar eine Menge davon. Jeansknopf und Hosenbund ziehen feine Täler durch die Haut und um den Nabel herum. Und der? Der hat sich in einem zarten Röllchen versteckt.

 

Aber all diese Spuren haben etwas zu erzählen ...

… Geschichten von zwei Schwangerschaften. Von drei winzigen Menschen, die neun Monate lang in dir wohnten. In einem Zuhause, das du ihnen gebaut hast. Und hey, was für eins! Einmal hast du deine Gebärmutter sogar geteilt – und gleich zwei Babys auf einmal aufgenommen. Du hast dich gedehnt und gedehnt und gedehnt. Ohne Dehnungsstreifen. Und selbst wenn du diese Streifen gebraucht hättest, es wären kleine Tigerspuren gewesen, die uns immer an diese beeindruckende Zeit erinnert hätten. Und nach der Geburt? Da hast du dich zurückgebildet, wie im Lehrbuch beschrieben. Wow, wie faszinierend ist diese weibliche Biologie bitte!?! 

Es ist okay, dass es diese Momente gibt, in denen ich dich nicht so dolle finde!

Aber es gibt auch viele Tage in meinem Leben, da finde ich dich gar nicht so großartig, sondern verstecke dich lieber unter XXL-Wollpulli und Oversized-Boyfriend-Schlabber-Trend.

Ja, es ist wichtig und befreiend, das auch mal zu sagen. Es gibt Tage, an denen das Weiche und Wabbelige und Runde mich stört. An denen ich verzweifelt eine Runde Sit-ups mache, um am Ende festzustellen: In diesen 47 Sekunden werde ich mir kein Six-Pack herbeitrainieren. Muss ich auch nicht. Denn: Das hatte ich eh noch nie. Das gehört auch gar nicht zu mir. 

Was aber zu mir gehört? Mehr als Wabbel oder Waschbrett jemals könnten! Drei wundervolle Jungs!!! Sie sind jetzt schon keine Babys mehr. Sie sind Kinder, die sich krummlachen, lauthals streiten, die durchs Haus flitzen und toben – und dabei nie vergessen, diesen Bauch zu streicheln, zu kitzeln und mit ordentlich Liebe zu versorgen.

Das kann ich mir von meinen Minis abgucken

Mein liebster und einziger Bauch, ich will dir heute einfach mal ein riesengroßes Dankeschön zuflüstern. Nein, ich rufe es ganz laut: DANKE, dass du mir die größten Geschenke meines Lebens beschert hast. Dafür bekommst du von mir eine extra-große Streicheleinheit. 

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