Zeit zu Kennenlernen

Mutter und Baby: So klappt der Start zu zweit

Die besondere Beziehung zwischen Mama und Baby ist einmalig. Und doch ist sie nicht von Anfang an selbstverständlich. Wie jede Bindung braucht sie Zeit zum Wachsen. Tipps, damit der Start leichter fällt.

Nehme rechtzeitig Kontakt zu anderen frischgebackenen Eltern auf. Mit ihnen kannst du besser über deine Gefühle reden - auch über die negativen! Du findest neue Freunde und knüpfst ein Netz gegenseitiger Hilfe für später.

Aufgaben verteilen

Lade dir bloß nicht zu viel auf, wenn du mit dem Baby zu Hause bist. Kläre, welche Aufgaben dein Mann übernimmt. Akzeptiere Hilfe und bitte  auch von dir aus Freunde, Nachbarn oder Verwandte darum. Lasse im Haushalt ruhig einmal fünf gerade sein. Das Eingewöhnen in das Leben mit dem neuen Erdenbürger ist jetzt viel wichtiger als blütenreine Wäsche oder strahlend blank geputzte Fenster. 

Eine kurze Auszeit gönnen

Denke an dich selbst – und zwar nicht erst zuletzt! Starte dein ganz persönliches Verwöhnprogramm. Esse regelmäßig und ausreichend – und gönne dir ab und zu ruhig auch mal eine kleine Sünde. Gönne dir genug Schlaf oder wenigstens ein Nickerchen auf dem Sofa, wann immer das möglich ist. Nehme dir Zeit zum Duschen und Frisieren; das stärkt dein Selbstbewusstsein und gibt dir neuen Schwung. Denke daran: Eine ausgeglichene, zufriedene Mutter tut dem Baby gut! 

Die Rolle der Hormone

Die Natur unterstützt die Mutter-Kind-Bindung mit ganz besonderen Stoffen: Sie schickt Hormone ins Rennen. Nach der Geburt kreisen Endorphine und Adrenalin im Blut von Mutter und Kind. Sie wirken anregend, machen euphorisch. Die zentrale Rolle übernehmen dann jedoch die Hormone Oxytocin und Prolaktin. Oxytocin ist bereits bei der Geburt sehr wichtig, da es die Wehen auslöst. Ist das Baby dann endlich da, übernimmt derselbe Botenstoff eine andere Funktion: Er lässt die Milch fließen. Das Hormon Prolaktin setzt die Milchbildung in Gang. Gemeinsam bewirken die beiden vom Gehirn ausgesandten Stoffe bei einer Frau eine enorme seelische Veränderung: Sie ist fähig, feinste Signale ihres Babys wahrzunehmen und zu deuten. Sie hat das Bedürfnis, sich ganz auf ihr Kind zu konzentrieren.

Typisch ist auch, dass junge Mütter besorgt auf jeden Atemzug ihres Babys hören. Oder es kaum ertragen, wenn jemand anderes das Kind hält. Das ist übrigens auch bei denjenigen Frauen so, die nicht oder nur kurz stillen. Die nötige hormonelle Start-Dosis bekommen sie auf alle Fälle.

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