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Babyplanner

Vorbereitung aufs Baby

Für Hochzeiten gibt es Weddingplanner. Und fürs Baby? Babyplanner! Die meisten Eltern in spe nehmen die Vorbereitungen jedoch selbst in die Hand. Und: genießen sie in vollen Zügen.

Maman Passion“, „Maternita“ – hinter vielversprechenden Namen wie diesen stecken Baby-Planner-Agenturen, die beim Kinderwagenkauf helfen und sagen, welche Produkte man nicht braucht, die Babypartys organisieren, Hebammen und Geburtskliniken vermitteln, Eltern bei der Taufvorbereitung unterstützen und Babys erste Webseite erstellen. Angebote wie diese gibt es als fertiges Paket oder individuelles Beratungsprogramm.

Ursprünglich stammt dieser Trend – wie so viele andere auch – aus den USA, wo es unzählige dieser sogenannten „Maternity Concierge Services“ gibt. Sie alle versprechen unkomplizierte Rundumbetreuung. Die hat jedoch ihren Preis, der je nach Service locker im vierstelligen Bereich liegen kann. Möglicherweise einer der Gründe, weshalb sich „Baby planning“ hierzulande nicht etabliert hat. Und sich Paare lieber selbst auf ihren Nachwuchs vorbereiten.

 

Erste Schritte

Aber: Womit fängt man an? Wie findet man die richtige Hebamme? Pränataldiagnostik – ja oder nein? Schließlich: Wo soll der Nachwuchs zur Welt kommen? Wenn sich die Aufregung über die frohe Botschaft der Schwangerschaft gelegt hat, tun sich für Eltern – insbesondere Mütter –  in spe tausend Fragen auf. „Das Beste ist, sich Experten ins Boot zu holen“, rät Karoline Lievertz, Beratende Hebamme beim Deutschen Hebammenverband e. V. „Ich empfehle den werdenden Eltern, zeitnah nach Bekanntwerden der Schwangerschaft Kontakt zu einer Hebamme aufzunehmen. Allein auf Verwandte und Freunde zu setzen, ist schwierig, weil diese wahrscheinlich viele verschiedene Antworten geben. Möglicherweise können sie aber eine Hebamme empfehlen, mit der sie selbst gute Erfahrungen gemacht haben.“ Adressen von Hebammen findet man zudem bei den Landesverbänden der Hebammen.

Der nächste Schritt

Nun steht das Vorgespräch an, in dem die Hebamme Informationen zum Gesundheitszustand der Schwangeren aufnimmt und die Betreuung bespricht. „Was viele nicht wissen: Dieses Vorgespräch wird von den Krankenkassen nur einmal erstattet. Wenn sich die werdende Mutter doch eine andere Hebamme sucht, muss sie die Kosten für das Vorgespräch selbst tragen“, gibt Lievertz zu bedenken.

Grundsätzlich hat jede gesetzlich krankenversicherte Frau in Deutschland Anspruch auf Hebammenhilfe. Ob und in welchem Umfang sie diese nutzt, kann sie selbst bestimmen und mit ihrer Hebamme absprechen. Die Krankenkassen übernehmen die Kosten für zwölf Beratungen während der Schwangerschaft, die Kosten für Geburtsvorbereitungs- und Rückbildungskurse sowie die Wochenbettbetreuung bis zwei Monate nach der Geburt. Die Hebamme kann bis zum zehnten Tag nach der Entbindung zu einem täglichen Wochenbettbesuch nach Hause kommen. Gesetzlich versicherte Frauen haben darüber hinaus Anspruch auf Hebammenhilfe bei Ernährungsproblemen des Säuglings bis zum Ende des neunten Monats nach der Geburt. Stillende können den Rat ihrer Hebamme die gesamte Stillzeit über in Anspruch nehmen.

 

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