Ein- und Durchschlafen

Wie du in der Schwangerschaft ausgeruht bleibst

Der Schlaf Schwangerer verändert sich im Laufe der zehn Monate bis zur Geburt. Doch du kannst dir das Ein- oder Durchschlafen trotzdem erleichtern. Tipps, wie du ausgeruht bleibst.

Sorge für eine ausgewogene Ernährung. Vor allem magnesiumreiche Nahrung wie Gemüse, Kartoffeln, ungeschälter Reis, Getreide, Vollkorn-Produkte und Hülsenfrüchte sollten laut Hebamme Claudia Martin auf dem Speiseplan stehen. Mit ausreichend Magnesium im Körper kannst du Muskel- und Wadenkrämpfe sowie Sodbrennen vermeiden.

Wichtig bei Schlafproblemen in der Schwangerschaft

  • Kaffee und Tee nur in Maßen genießen! Eine Tasse Kaffee am Morgen ist unbedenklich.
  • Vitamin-, Eisen- oder Magnesium-Präparate nicht ohne Absprache mit dem Arzt und/oder der Hebamme einnehmen.

Versuche, deine Ängste und Fragen auszusprechen. Nehme dir Zeit für Gespräche mit deinem Mann, einer Freundin oder einer Hebamme in der Schwangeren-Sprechstunde. Du brauchst dich für deine Sorgen nicht zu schämen. Wenn es mit dem Einschlafen nicht klappen will: Lass dir in der Apotheke einen speziellen Kräuter-Tee mischen.

Tee-Rezept nach Maria Treben

Inhalt: Schlüsselblumen, Lavendel, Lindenblüten, Hopfenzapfen, Johanniskraut und Baldrianwurzel - gibt's in der Apotheke.
Einen gehäuften TL der Mischung mit 1/4 l Wasser abbrühen, drei Minuten ziehen lassen und noch warm schlückchenweise vor dem Schlafengehen trinken.

Am Abend eine Ruhestunde einplanen

Versuche, am Abend zu entspannen, etwa mit einem Spaziergang, schöner Musik, einem Bad mit Kamille oder Lavendel. Auch Atem- oder Entspannungstechniken aus dem Schwangerschaftskurs können dir helfen. Drei Stunden vor dem Zu-Bett-Gehen solltest du außerdem darauf achten, keine schweren oder scharfen Mahlzeiten mehr zu essen.

Wie man sich bettet, so liegt man!

Im letzten Schwangerschaftsdrittel ist die Rückenlage meist die unbequemste Schlafhaltung. Mach es dir mit mehreren kleinen Kissen bequem. Die meisten Schwangeren liegen am besten auf der linken Seite mit je einem Kissen unter dem Kopf, zwischen den Knien und als Stütze im Rücken oder unter dem Bauch. Besonders praktisch: Kaufe dir bereits jetzt ein Stillkissen und verwende es als Stützkissen. So vermeidest du Lenden- oder Rückenschmerzen. Gönn dir auch mal ein Schläfchen zwischendurch. Wenn du schon im Mutterschutz bist, geht das wunderbar. Du solltest die Zeit nutzen, um bereits jetzt zu lernen, deine Kräfte einzuteilen.

Wenn die Blase drückt - häufige Probleme

  • Der verstärkte Harndrang in der Nacht lässt sich nicht vermeiden. Das Kind drückt auf die Blase. Den Rat, abends weniger zu trinken, hält Claudia Martin für gefährlich. Denn oft kommen die Frauen erst abends dazu und für Schwangere ist die Aufnahme von ausreichend Flüssigkeit besonders wichtig.
  • Wundere dich nicht, wenn du plötzlich schnarchst! Schwangerschaftshormone und das Kind, das die Lunge der Mutter in ihrem Volumen einschränkt, können das nächtliche Sägen auslösen.
  • Gegen geschwollene Beine: das Bettende hochstellen, durchblutungsfördernde Cremes oder Lotionen verwenden, zum Beispiel eine Citruscreme oder Franzbranntwein.

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