Zeit für deinen Nachwuchs

So planst du die Elternzeit

Damit du dich in Ruhe um deinen Nachwuchs kümmern kannst, steht dir Elternzeit zu. Wie du die Auszeit im Job optimal organisierst.

Wie lange du nach der Geburt deines Kindes im Job pausieren willst, brauchst du jetzt noch nicht festzulegen. Das hat Zeit, bis dein Baby da ist: Erst zwei Wochen nach der Geburt musst du deine Firma informieren, und zwar schriftlich. Dennoch solltest du dich jetzt schon mit der Planung deiner Elternzeit befassen - vor allem, wenn du vor Beginn des Mutterschutzes deinen restlichen Urlaub nehmen willst und daher bald deinen letzten Arbeitstag haben wirst.

Das will dein Chef wissen

Dein Arbeitgeber braucht eine Vertretung für dich und muss Abläufe neu organisieren. Da ist es hilfreich, wenn er in etwa weiß, ob und wie lange du pausieren willst. Durch ein solches Gespräch zeigen du auch, dass dir das Wohl der Firma am Herzen liegt. Das Gespräch ist allerdings rechtlich unverbindlich. Du kannst dich zum Beispiel nicht darauf berufen, dass dein ein Teilzeitplatz versprochen worden sei. Umgekehrt musst auch du dich noch nicht offiziell und endgültig festlegen.

Worauf du sich keinesfalls einlassen solltest: eine Abfindung, wenn du einem Aufhebungsvertrag zustimmst. Dann ist dein Job weg. Langfristig hast du nur Nachteile, wenn du deinen Arbeitsplatz verkaufst: Die Elternzeit wird auf deine Berufsjahre (und deine Rente) angerechnet. Bei der Einstufung in Tarifgruppen kann das erhebliche Gehaltsunterschiede ausmachen.

Was sagt dein Partner?

Grundsätzlich solltest du auch mit deinem Partner klären, wie du bei der Elternzeit vorgehen willst. Das Gesetz gibt dir Bewegungsfreiheit: Du kannst die Elternzeit am Stück nehmen oder unterbrechen und zwischendurch voll arbeiten. Außerdem hast du die Möglichkeit, dir die Elternzeit mit deinem Partner zu teilen beziehungsweise euch abzuwechseln. Das gilt auch für unverheiratete Paare, die zusammen wohnen.

Du bist flexibel

Die wichtigsten Bestimmungen für Mütter und Väter: Beide Eltern können gleichzeitig die Elternzeit in Anspruch nehmen. Du darfst während der Elternzeit bis zu 30 Wochenstunden arbeiten (früher waren es nur 19 Stunden). In Betrieben mit mehr als 15 Mitarbeitern besteht ein Rechtsanspruch auf Reduzierung der Arbeitszeit – falls nicht dringende betriebliche Gründe dagegen sprechen. Mit Zustimmung des Arbeitgebers kannst du ein Jahr Elternzeit aufheben und erst zwischen dem 3. und 8. Geburtstag deines Kindes nehmen. Besonders wichtig, damit es keinen Ärger gibt: Die Firma muss in der nachgeburtlichen Schutzfrist bereits sechs Wochen vor Antritt der Elternzeit schriftlich über deine Pläne informiert werden (in der Regel also, wenn das Baby zwei Wochen alt ist).

Hier gibt es Infos

Beim Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ), kannst du die kostenlose Broschüre "Elterngeld und Elternzeit – Das Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetz" anfordern.

Infos im Internet: http://www.bmfsfj.de

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