Elterngeld

Mit der richtigen Steuerklasse mehr Elterngeld

Viele verheiratete Mütter haben sich für die Steuerklasse V entschieden, während ihre Männer als Mehrverdiener in Steuerklasse III eingestuft sind. Dabei geht jedoch ein erheblicher Anteil des Elterngelds verloren. Wir erklären, was rentabler ist.

Mehr als 99 Prozent der etwa 20 Millionen steuerpflichtigen Ehepartner bevorzugen die Steuerklassen-Kombination III und V. Damit bekommt der besser verdienende Partner ein höheres Netto-Gehalt. Das Netto-Einkommen des geringer verdienenden Partners sinkt dabei jedoch drastisch. Laut einem Bericht der Bundesregierung trifft das in 90 Prozent der Fälle die Frau. Da sie so einen geringeren Netto-Verdienst hat, fällt jedoch auch ihr Anspruch auf das monatliche Elterngeld deutlich geringer aus.

Besser ist es daher, wenn sich die Ehepartner gemeinsam auf die Steuerklasse IV einigen. Die Zahl der Eheleute, die sich für eine Kombination der günstigeren Steuerklasse IV entscheiden, hat sich zwischen 2011 und 2015 auf knapp 76 000 verdoppelt. Das sind allerdings noch immer weniger als 0,5 Prozent aller Ehepartner.

Beispiel-Rechnung

In dieser Rechung des Bundesfinanzministeriums wird klar, warum sich das sogennante Faktorverfahren mit der Kombination der Steuerklasse IV lohnt:
Bei einem Bruttojahresgehalt für den Ehemann von 48.000 Euro und von 24.000 Euro für die Ehefrau sei ihr Netto-Gehalt in der Steuerklasse V um 2 872 Euro pro Jahr geringer als in der Steuerklasse IV, rechnet das Bundesfinanzministerium vor. Ihr Anspruch auf Elterngeld sinkt daher um 140 Euro monatlich gegenüber der für sie günstigeren Steuerklasse IV. Auch ihr Krankengeld ist 243 Euro und ihr Arbeitslosengeld 149 Euro niedriger als in Steuerklasse IV.

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