Kinderwunsch und Fehlgeburt

"Manchmal stelle ich mir vor, wie sie jetzt wohl im Ultraschall aussehen würde…"

Auf Instagram spricht die Influencerin Anna Wilken offen über ihren bislang unerfüllten Kinderwunsch. Nach ihrer zweiten Fehlgeburt gab es nun ein Update.

Anna Wilken: Erneute Kinderwunsch-Behandlung nach Fehlgeburt

"Manchmal stelle ich mir vor, wie sie jetzt wohl im Ultraschall aussehen würde …" schreibt Anna Wilken in einem ihrer letzten Instagram-Posts. Nachdem die Influencerin zum zweiten Mal eine Fehlgeburt erlitten hatte, war es länger ruhig um das Thema Kinderwunsch auf ihrem Kanal. Nun berichtet sie, dass sie ihr "Licht" nach der Ausschabung im Labor für Humangenetik genetisch untersuchen ließ. Dabei habe sich gezeigt, dass das Ungeborene an einer seltenen Kombination der Trisomien 8 und X litt – und somit keine Chance zu überleben hatte. Dieses Wissen habe ihr geholfen, das Baby loszulassen.

In einem weiteren Post gibt die Influencerin ihren Followern nun auch ein Update zu ihrer Kinderwunsch-Behandlung: Nach mehreren künstlichen Befruchtungen und zwei Fehlgeburten habe sie sich in einer belgischen Kinderwunschklinik beraten lassen und werde sich in Kürze einer PRP-Behandlung unterziehen – einer "ovariellen Verjüngung". Anschließend wird es hormonfrei und natürlich weitergehen.

Mit ihren ehrlichen Berichten möchte Anna Wilken anderen Betroffenene Mut machen und eine Stimme verleihen, obwohl sie sich dafür regelmäßig mit bösen Kommentaren und Nachrichten auseinandersetzen muss. Ihre fast 500.000 Follower danken es ihr.

Anna Wilken über das frühe Verkünden ihrer letzten Schwangerschaft

November 2021: Wann habt ihr euren Liebsten erzählt, dass ihr schwanger seid? Wann habt ihr es euren Freunden, Bekannten, fernen Verwandten, Arbeitskollegen ... mitgeteilt? Wann habt ihr es vielleicht auf Instagram gepostet? Es gibt da so etwas wie eine unausgesprochene Regelung, dass man eine Schwangerschaft in den ersten drei Monaten für sich behält. Viele Frauen halten sich daran – aus Angst vor einer Fehlgeburt. 

Für offene Worte und vor allem für Vorfreude auf das Baby gibt es keinen richtigen Zeitpunkt und auch keinen falschen, findet Anna Wilken. Die ehemalige GNTM-Kandidatin ist heute Influencerin und Model. Und engagiert sich stark für die Aufklärung der Themen Endometriose und (unerfüllter) Kinderwunsch. Die 25-Jährige ist selbst betroffen und unterzog sich mehreren künstlichen Befruchtungen. 

Vor Kurzem verkündete sie dann überglücklich strahlend ihre Schwangerschaft auf Instagram, in der 5. Woche. Ihre Fans, Follower und Freunde freuen sich mit ihr. Doch einige fragen sie tatsächlich, warum sie so früh schon über das Baby in ihrem Bauch spricht... Dazu findet Anna nun sehr starke Worte auf ihrem Instagram-Profil:

"'Man erzählt das erst ab der 12. Woche!'  

'Warum erzählst du das so früh?'

… Eine Thematik, die mich schon die ganze Zeit beschäftigt und wozu ich gerne etwas sagen möchte … Denn wer legt eigentlich fest, wann man, was erzählen darf? Schwanger ist man, sobald der Test positiv ist. Mehr oder weniger schwanger gibt es in meinen Augen nicht. Für mich beinhaltet dieser vermeintliche 'Aberglaube' leider auch eine Menge Tabus. Neben Tabus wird auch ein 'Vorher darf man sich nicht freuen'-Gefühl vermittelt, denn es 'kann ja noch so vieles schief gehen'. Wenn ich ehrlich bin, finde ich das unglaublich schade. Jede Frau sollte sich ab der ersten Sekunde freuen dürfen und diese Freude dann teilen, wann sie es für richtig empfindet. Neben Freude schwingen nun mal oft auch Ängste in der Frühschwangerschaft mit – wieso sollte man diese alleine durchstehen müssen? Mir geht es nicht anders und ich bin total froh, das alles nicht verheimlichen zu müssen oder gar mein Umfeld bezüglich meiner Schwangerschaft zu belügen. Das würde sich für mich nicht richtig anfühlen. Am schlimmsten finde ich jedoch, dass Frauen, die sich für eine frühe Kommunikation entscheiden, sich oft Unschönes anhören müssen. Ihnen meistens ein negatives Gefühl vermittelt wird, als hätten sie etwas falsch gemacht. Das war bei mir jetzt nicht anders, jedoch verstehe ich den Nutzen davon nicht. Sollten wir nicht einfach mal lernen, dass jede Person, ihre eigenen, persönlichen Entscheidungen trifft? Es keinen allgemeinen Weg für jede schwangere Frau gibt? Und es hier vor allem kein richtig oder falsch gibt? Denn leider Gottes hat man das, was passiert, nicht wirklich in der Hand. Nicht vor der 12. Woche und auch nicht danach. Hier geht es ums eigene Wohlbefinden und das kann vor der 12. Woche sein, aber auch viel später. Für mich ist diese Zeit gerade unglaublich aufregend und ich würde lügen, wenn ich sagen würde, keine Ängste zu haben. Über jeden weiteren Tag meiner Schwangerschaft bin ich dankbar und auf jeden Wochenwechsel freue ich mich ungemein. Heute bin ich 6+5, also in der 7. Woche. Wie steht ihr zu dem Thema und wann habt ihr es euren Liebsten mitgeteilt?"

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