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Sodbrennen in der Schwangerschaft: 17 Hausmittel, die euch wirklich helfen können

Saures Aufstoßen durch fettiges Essen, Süßes oder Kaffee: Unter Sodbrennen in der Schwangerschaft leiden viele Frauen. Besonders im ersten und im letzten Schwangerschaftsdrittel. Was die Beschwerden lindern kann? Neben Medikamenten auch natürliche Hausmittel.

Der Körper einer schwangeren Frau stellt sich im Allgemeinen komplett um. Hinzu kommen dabei manchmal auch Beschwerden, die jedoch nicht immer schwerwiegend ausfallen müssen. Eine harmlose und häufig auftretende Begleiterscheinung ist bei vielen Schwangeren Sodbrennen. Bei manchen Frauen stellt es sich bereits in den ersten Schwangerschaftswochen ein, und bei manchen beginnt es erst im letzten Schwangerschaftsdrittel. In der Regel nimmt es im Verlauf einer Schwangerschaft zu. Die Ursache für Sodbrennen in der Schwangerschaft ist oftmals auf den veränderten Hormonhaushalt zurückzuführen.

Ursachen und Symptome von Sodbrennen in der Schwangerschaft

Der Schließmuskel zwischen Speiseröhre und Magen kann sich nur in geschwächter Form verschließen. Somit gelangt der saure Mageninhalt in das Innere der Speiseröhre. Betroffene empfinden bei Sodbrennen einen recht unangenehmen, brennenden Schmerz unter dem Brustbein und behalten zudem einen zurückbleibenden unangenehmen Geschmack im Mundinneren. Je mehr der Bauch einer Schwangeren wächst, desto stärker treten diese Symptome auf. Das Ungeborene drückt außerdem meist auf die Magengegend und fördert das Sodbrennen der Mutter dadurch. Dank diverser Möglichkeiten können Schwangere viel dazu beitragen, ihr Sodbrennen zu verringern oder gar ganz auszuschließen.

Während der Schwangerschaft kann Sodbrennen in Begleitung dieser Symptome auftreten:

  • saures Aufstoßen
  • Brennen von Hals und/oder Rachen
  • ständiges Völlegefühl
  • unangenehmer Rückfluss von Mageninhalt in den Hals oder Mund
  • Druck im Bereich des Oberbauches
  • Beschwerden beim Schlucken
  • unangenehmer Geschmack im Mundraum
  • Husten
  • Halsschmerzen
  • Heiserkeit
  • (Ein-)Schlafstörungen

Die besten Hausmittel: Was hilft gegen Sodbrennen in der Schwangerschaft?

Es gibt einige Hausmittel, die in der Schwangerschaft gegen Sodbrennen helfen können. Die meisten von ihnen führen dazu, dass überschüssige Magensäure gebunden wird. Befragt dazu gerne auch eure Hebamme, sie hat vielleicht noch mehr Tricks und Tipps auf Lager. Von diesen Heilmitteln haben wir gehört:

  • Saft aus rohen Kartoffeln trinken: Dazu zwei- bis viermal täglich zirka fünf Milliliter einnehmen.
  • Zu Kartoffeln statt Brot greifen.
  • Langsames Kauen von geschälten Mandeln (auch Haselnüsse, Haferflocken, Zwieback oder Toast funktionieren).
  • Immer eine Banane als Snack in der Handtasche haben.
  • Senfkur: Einen Teelöffel Senf nach jeder Mahlzeit einnehmen und das Sodbrennen soll besser werden.
  • Naturjoghurt: Ob (Butter-)Milch, Topfen oder Joghurt – sie alle sind natürliche Säurehemmer.
  • Kamillen- oder Fencheltee: Teeaufgüsse mit Kamille oder Fenchel beruhigen den Magen-Darm-Trakt und wirken gegen Sodbrennen.
  • Zwieback getränkt in Milch
  • Verdünnter Apfelessig
  • Brausepulver pur
  • Reiswaffeln
  • Heilerde: Einen Esslöffel fein gemahlenes Heilerdepulver in ein Glas mit lauwarmen Wasser geben und in mehreren kleinen Schlucken trinken.
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Sodbrennen in der Schwangerschaft vorbeugen

Aufgrund der körperlichen Veränderungen ist es schwierig, die Beschwerden als Schwangere gänzlich loszuwerden. Da ist es doch am besten, von vorneherein auf Vorbeugung zu setzen. Besonders, falls ihr sowieso zu Sodbrennen neigen solltet. Diese Dinge können die Symptome von Sodbrennen abschwächen:

  • Mehrere kleine Mahlzeiten einnehmen: Setzt lieber auf mehrere kleine Mahlzeiten, besonders im letzten Drittel der Schwangerschaft. Dann wird der Magen nämlich ganz schön in die hinterletzte Ecke gedrängt. Außerdem: langsam essen und alles gut durchkauen.
  • Kein zu fettiges und/oder scharfes Essen: Fettige und scharf gewürzte Gerichte sollten lieber vermieden werden. Genauso wie Süßigkeiten, Obstsäfte oder kohlensäurehaltige Getränke. Auch ein zu hoher Kaffeekonsum kann sich negativ auswirken. All diese Lebensmittel können die Herstellung der Magensäure stimulieren und zu Sodbrennen führen. 
  • Zu enge Kleidung: Es soll nichts drücken und zwicken, bitte! Greift morgens lieber zu weiter, bequemer Kleidung. Zu enge Klamotten führen zu einem zusätzlichen Aufsteigen von Magensäure.
  • Früheres Abendessen: In der Schwangerschaft solltet ihr lieber ein bis zwei Stunden früher als sonst zu Abend essen. Warum? Nun, wenn ihr euch ins Bett legt, verstärkt sich das Sodbrennen meistens. Denn die Magensäure fließt waagerecht leichter zurück. Es hilft auch, den Oberkörper beim Schlafen etwas erhöht zu lagern.
  • Nach dem Essen tut es dann gut, sich für einige Zeit hinzulegen: Durch das Liegen kann ein Rückfluss des Mageninhaltes nur erschwert stattfinden oder bleibt ganz aus.

Medikamente bei Sodbrennen in der Schwangerschaft

Wer schwanger ist, sollte bei Sodbrennen erstmal nicht-medikamentöse Maßnahmen zur Linderung ausprobieren. Wird das Sodbrennen allerdings zu stark und schwerwiegend, verordnen Ärzte im Notfall auch spezielle Medikamente, die entweder die Magensäure neutralisieren oder die Produktion der Magensäure hemmen. Wichtig: Schwangere sollten niemals eigenmächtig Medikamente einnehmen, sondern immer Rücksprache mit ihrem Arzt halten. Das gilt auch für scheinbar harmlose (nicht verschreibungspflichtige) Präparate gegen Sodbrennen in der Schwangerschaft.

Autorin: Michelle Kröger

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