1. Februar 2018

Abkürzungen, Fachbegriffe, Tabellen

Der Mutterpass genau erklärt

© Gemaav/Shutterstock.com

Den Mutterpass zu bekommen, ist für Schwangere ein ganz besonderer Augenblick. Denn er wird sie über die ganze Schwangerschaft hinweg begleiten. Aber was bedeuten die ganzen Einträge und Kürzel genau?

Wir erklären alle Fachbegriffe und Abkürzungen Seite für Seite.

Die Gesundheit der Mutter

Seite 1: Wichtige Daten

Auf der ersten Seite findet man die Adresse des zuständigen Frauenarztes sowie die nächsten Untersuchungstermine. Die persönlichen Daten der werdenden Mutter folgen auf der nächsten Seite ganz oben.

Seite 2 bis 3: Laboruntersuchungen und Rötelnschutz
Die medizinischen Angaben beginnen mit den Ergebnissen der Blutuntersuchung. Zunächst werden die Blutgruppe sowie der Rhesusfaktor der werdenden Mutter bestimmt. 85 % aller Europäer sind Rhesus positiv. Ist die Mutter jedoch Rhesus negativ und der Vater positiv, kann es zu Unverträglichkeiten kommen. Diese müssen behandelt werden. Beim Antikörper-Test wird die Schwangerer auf Abwehrstoffe gecheckt. Falls das Ergebnis positiv ausfällt, wird die Art der Antikörper bestimmt. Der Röteln-Antikörpertest zeigt an, ob die Mutter ausreichend Impfschutz gegen Röteln hat. Der ist wichtig, da Röteln während der Schwangerschaft sehr gefährlich für das Baby sind. Es besteht dann ein hohes Risiko, dass das Kind mit Fehlbildungen am Herz oder Gehirn zur Welt kommt.

Der Arzt untersucht zudem, ob die Mutter mit Chlamydien infiziert ist. Das kann mittlerweile durch einen Urintest nachgewiesen werden. Um Syphilis auszuschließen, wird die sogenannte LSR (=Lues-Such-Reaktion) durchgeführt. Durch den Nachweis von HBs-Antigenen ist zu erkennen, ob die Mutter den Hepatitis-B-Virus in sich trägt. Sie könnte ihr Baby damit anstecken – auch wenn die Krankheit bei ihr nie ausgebrochen ist.

Seite 4: Angaben zu vorangegangenen Schwangerschaften
Die Angaben zu den vorangegangenen Schwangerschaften ist für die Ärzte sehr wichtig, da dadurch Risiken und Komplikationen besser vorausgesehen werden können.

Seiten 5 und 6: Krankengeschichte und Komplikationen
Die Krankengeschichte (Anamnese) der Schwangeren wird auf Seite 5 dokumentiert (Risikokatalog A). Der Arzt vermerkt schwere Krankheiten und Operationen sowie eventuelle psychische oder soziale Belastungen. Faktoren, die in der Schwangerschaft oder bei der Geburt zu Komplikationen führen könnten, sind auf Seite 6 aufgeführt (Risikokatalog B). Der Arzt untersucht die Menge des Fruchtwassers sowie die Lage und Durchblutung der Plazenta. Weiter stellt er fest, ob die Mutter einen zu hohen (Hypertonie) oder zu niedrigen (Hypotonie) Blutdruck hat. Außerdem prüft er, ob die werdende Mutter unter Gestationsdiabetes leidet, einer Form der Zuckererkrankung, die nur in der Schwangerschaft auftritt.

So entwickelt sich das Baby im Bauch

Was auf den nächsten Seiten des Mutterpasses eingetragen wird, lesen Sie hier:

Seiten: 1 2 3

Ein Kommentar

  1. Sassitierle sagt:

    😀 Endlich steige ich in der 3. Schwangerschaft mal bei den ganzen Ultraschall-Abkürzungen durch 😀

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