4. November 2018

Vorsorge-Untersuchung in der Schwangerschaft

Ist der Ultraschall fürs Baby gefährlich?

Vorsorge
© Alexander Raths/iStockphoto.com

Franziska Z. war verunsichert. Die drei empfohlenen Ultraschall-Untersuchungen könnten im Bauch der Schwangeren Vibrationen und Lärm auslösen wie eine fahrende U-Bahn, hatte sie im Radio gehört. Ist Ultraschall für Ungeborene möglicherweise gefährlich?

Experten verneinen das einhellig. „Wir beobachten zwar, dass Ungeborene auf Ultraschall reagieren. Aber das sind keine Panik-Reaktionen“, sagt Dr. Michael Krause vom Klinikum Nürnberg-Süd. Und erst recht gebe es keinen Hinweis, dass Kinder dabei bleibende Schäden erleiden könnten; das gelte sowohl für den routinemäßigen Ultraschall als auch für Doppler-Untersuchungen, die mit höheren Energie-Mengen arbeiten.

Babys können ausweichen

Auch die Forscher der Mayo-Stiftung in Minnesota/USA, die die Geräusche entdeckten, sehen darin keine Gefahr. Dass Ungeborene den für Menschenohren lautlosen Ultraschall überhaupt wahrnehmen können, erklären sie mit einem Sekundäreffekt: Die extrem kurzen Ultraschall-Pulse klopfen gewissermaßen an den Organen an und lösen dadurch Vibrationen aus. Die intensive Lärm-Entwicklung beschränke sich aber auf wenige Quadratmillimeter, so dass die Ungeborenen problemlos ausweichen könnten. Das sei für die Kinder zwar lästig, aber überhaupt nicht gefährlich.
Für Dr. Krause sind die Berichte der US-Forscher immerhin ein Anlass mehr, die Zahl der Ultraschall-Checks in der Schwangerschaft auf das medizinisch Notwendige zu beschränken.

Die Grenzen der Diagnostik

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