2. April 2018

Sodbrennen, Kopfweh, Heuschnupfen

Sanft heilen in der Schwangerschaft

Pränatale Diagnostik
© Catherine Yeulet/iStockphoto.com

Kopfweh, Schnupfen, Sodbrennen – das kann ganz schön lästig sein, wenn ein Baby kommt. Aber keine Sorge: Es gibt sanfte Mittel aus der Natur, die gut helfen. Und auch auf Medikamente müssen Schwangere nicht ganz verzichten.

Werdende Mütter sind vor typischen Alltagsbeschwerden leider nicht gefeit. Die besten Tipps von Hebammen, Schulmedizinern und Homöopathen und welche Medikamente in der Schwangerschaft okay sind:

Bei Kopfweh

Hebammentipp: Oft hilft bei ersten Anzeichen ein warmes Fußbad. Bei Schulter-Nacken-Verspannungen tut die Wärme von Dinkel- oder Kirschkernkissen gut.
Das sagt die Schulmedizin: Wie bei Fieber dürfen Schwangere auch mal ein, zwei Tage Paracetamol-Präparate einnehmen. Häufig reicht schon eine Dosis und der Kopfschmerz ist weg.
So hilft die Homöopathie: Argentum metallicum bei Spannungskopfschmerzen; Belladonna bei starkem, klopfendem Schmerz; Calcium phosphoricum bei Kopfweh durch Wetterwechsel.

Bei Schnupfen

Hebammentipp: Ein Kamillendampfbad macht die Nase frei, löst Schleim und wirkt entzündungshemmend.
Das sagt die Schulmedizin: Zweimal täglich sind auch herkömmliche abschwellende Nasensprays okay.
So hilft die Homöopathie: Arsenicum album bei wässrigem Schnupfen; Kalium sulfuricum bei verstopfter Nase.

Bei Sodbrennen

Hebammentipp: Mandelbrei bindet die Magensäure. Zwei bis drei Mandeln so lange kauen, bis ein geschmackloser Brei entstanden ist; den dann herunterschlucken.
Das sagt die Schulmedizin: In schweren Fällen kann der Arzt einen Protonenpumpenhemmer, etwa Omeprazol, verschreiben.
So hilft die Homöopathie: Nux vomica, wenn Schwanger sehr nervös sind; Robinia pseudacacia bei saurem Aufstoßen und Blähungen.

Heuschnupfen in der Schwangerschaft

Manche werdende Mama hat Glück und die Allergie bleibt durch die Hormonumstellung in der Schwangerschaft aus. Bei anderen wiederum verstärkt sich der Heuschnupfen. Nasentropfen oder -spray mit Kochsalzlösung können dann helfen, die Nase frei zu halten. Frei verkäufliche Antihistaminika für Augen oder Nase sind für das Baby im Bauch ebenfalls unbedenklich, da die Mittel nur auf einem sehr kleinen Teil der Schleimhäute wirken. Auch minimal dosierte Cortisonsprays dürfen Schwangere nehmen.
Grünes Licht geben Experten auch für die Einnahme von Loratadin- oder Ceterezin-Tabletten. Mehr Infos dazu auf dem Internetportal des Beratungszentrums für Embryonaltoxikologie der Berliner Charité. Bessern sich die Beschwerden mit diesen Medikamenten aber nicht, bleibt nur der Gang zu Allergologen.

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