18. November 2018

Mit Babybauch ins Bett

So verändert sich der Schlaf in der Schwangerschaft

Mit Babybauch ins Bett
© Fancy

Schwanger sein und ruhig schlummern – das verträgt sich bei den meisten Frauen einfach nicht. Doch kein Grund zur Sorge: Ihr Baby bereitet Sie jetzt schon langsam auf die Zeit nach der Geburt vor. Wie sich die Schlafgewohnheiten während der Schwangerschaft verändern.

Dass sich die Schlafgewohnheiten während der Schwangerschaft verändern, ist völlig normal, weiß die Hebamme Claudia Martin. In den seltensten Fällen gäbe es dafür einen ernsten Grund. Vielmehr rät Claudia Martin: Sehen Sie die Zeit als Vorbereitung für die Nächte und Tage nach der Geburt! Denn Schlaftabletten sind tabu.

Zu Beginn die große Schläfrigkeit

Zu Beginn der Schwangerschaft steigt das Schlafbedürfnis bei den meisten Frauen. Durch die körperliche Umstellung, die erhöhte Kreislaufbelastung und die mögliche Übelkeit am Anfang fühlen sich viele Schwangere tagsüber oft schlapp und schlafen nachts wesentlich mehr. Für manche ist die geradezu bleierne Müdigkeit ein erstes Anzeichen für ihre Schwangerschaft. Die Schlappheit legt sich aber in der Regel nach dem dritten Monat von allein.
Sich dagegen zu wehren, macht wenig Sinn. Der Körper holt sich, was er braucht. Und bei starkem und häufigem Erbrechen ist die Erschöpfung nur mit einem Schläfchen zwischendurch zu mindern, rät Claudia Martin. Im Laufe der Schwangerschaft verändert sich das Schlafmuster dann genau ins Gegenteil. Schlafforscher an der Uni Marburg sind überzeugt: Der Tiefschlaf nimmt ab und das nächtliche Aufwachen gleichzeitig zu.


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Mit Babybauch ist Durchschlafen vorbei

Kaum eine Schwangere schläft noch durch. Der Schlaf zum Ende der Schwangerschaft und in der Stillzeit ist der so genannte Prolaktinschlaf. Prolaktin, das Stillhormon, ist verantwortlich für einen oberflächlichen Schlaf. Die Frauen fallen nicht mehr in Tiefschlaf, dafür fällt ihnen das Aufstehen und das schnelle Wieder-Einschlafen leichter, erklärt die Hebamme. Und Gründe fürs Aufstehen gibt es viele: Der Körper wird immer schwerer, das Liegen allmählich unbequem, dazu kommen vielleicht Wadenkrämpfe, Rückenschmerzen, Sodbrennen, Bewegungen des Kindes im Bauch, häufiger Harndrang, allgemeines Unwohlsein. Und auch die Seele spielt eine große Rolle – der Geburtstermin rückt näher. Das beschäftigt Frauen gerade in den letzten Wochen in ihren Träumen.

Zum Ende durchwachte Nächte

Vor allem die Ängste und Sorgen der Schwangeren spiegeln sich für die freiberufliche Hebamme in Schlafproblemen wider. Bei Nacht wälzen sie die unausgesprochenen Fragen: Wie wird das Leben mit dem Kind? Wird es gesund auf die Welt kommen? Schaffen wir das alles? Viele Frauen trauen sich nicht, ihre Zweifel und Existenzängste auszusprechen.
Dagegen klagen Mütter, die ihr zweites oder drittes Kind erwarten, seltener über Schwierigkeiten beim Schlafen. Sie kennen die Situation. Vielmehr sorgen sich Erstgebärende wegen des mangelnden Schlafs. Ihnen erklärt die Hebamme: Das boxende Kind, das seine Mama kaum schlafen lässt, bereitet sie aufs Muttersein vor. Fast so, als wolle es sagen: Mit dem Durchschlafen ist es erst mal vorbei! Denn bald ist es das Kleine, das die Mama nachts weckt – weil es Hunger hat oder getröstet werden will.
Wie Sie als Schwangere trotzdem ausreichend Ruhe finden, lesen Sie hier!

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