11. September 2018

Brief an meine neugeborene Tochter

Hallo, liebe Mona!

© privat

Das Ende einer Schwangerschaft, der Beginn eines neuen Abenteuers: Unsere Kollegin Steffi ist zum zweiten Mal Mama geworden. Wie die kleine Mona zur Welt gekommen ist und wie die Familie das erste Kennenlernen erlebt hat, schreibt Steffi in einem Brief an ihre Tochter.

Meine liebe Mona,

endlich bist du da! Voller Spannung haben wir schon auf dich gewartet, dein Papa, deine große Schwester Julia und ich. Anfang der Woche hast du dich dann endlich auf den Weg gemacht. Die ersten Wehen kündigten sich bereits am vergangenen Samstag an, sie waren aber noch nicht stark genug. Am späten Sonntagabend steigerten sie sich schließlich. Nach einem Bad entschied ich, in die nahe gelegene Klinik zu fahren, und weckte deinen Papa auf.

Entspannung in der Wanne

Dort angekommen, hat mich die Hebamme gleich an das CTG und den Wehenschreiber angeschlossen. Der Muttermund war zu diesem Zeitpunkt vier Zentimeter offen. Anschließend durften wir unser Zimmer beziehen. Dein Papa hat von der netten Krankenschwester sogar eine Brotzeit zur Stärkung bekommen. Danach dauerte es nicht mehr lange, bis die Fruchtblase geplatzt ist. Zeit für den Kreißsaal!
Die Hebamme machte mir den Vorschlag, die Geburtswanne auszuprobieren. Eine gute Idee, denn das warme Wasser darin hat mich sehr entspannt. Vor lauter Aufregung ließen die Wehen etwas nach, aber nur für kurze Zeit. Dann hatte ich schon ganz schön Mühe, sie zu veratmen. Dein Papa hat mir voller Fürsorge zur Seite gestanden und mir abwechselnd das Gesicht abgetupft oder mich mit Trinkwasser versorgt.

Du warst schneller als der Arzt

Als der Muttermund offen war, ging dann plötzlich alles ganz schnell: Nach nur einer starken Wehe kam bereits dein Köpfchen zum Vorschein, mit der nächsten kamst du dann zur Welt. Es ging so schnell, dass nicht einmal der Arzt mehr rechtzeitig da war. Nach dem kurzen aber anstrengenden Endspurt durftest du dich auf meiner Brust ausruhen. Dein Papa hat dabei ein paar Freudentränen vergossen. Du warst von der Wassergeburt so entspannt, dass du nicht einmal geweint hast. Nachdem dein Papa die Nabelschnur durchtrennt hat, durftest du mit ihm kuscheln. Später wurdest du untersucht, vermessen und gewogen. Du bist gesund, warst 51 Zentimeter groß und 3 700 Gramm schwer. Anschließend hatten wir Zeit, uns kennenzulernen. Wir haben dich sofort in unser Herz geschlossen und fühlen eine unendliche Liebe für dich.

Ein Geschenk der großen Schwester

Die Zeit im Krankenhaus war sehr entspannt, da du das einzige Baby dort warst. Alle haben sich mit viel Liebe um dich gekümmert. Deine Schwester Julia war schon sehr aufgeregt. Bei ihrem ersten Besuch hat sie dir gleich ihr Lieblingskuscheltier „Herr Markus“ ins Bett gelegt, bevor sie dich halten und streicheln durfte. Nach zwei Tagen Aufenthalt sind wir nun wieder zu Hause. Die Nächte sind kurz, aber das kennen wir ja bereits 😉 . Wir freuen uns jedenfalls riesig, dass du jetzt bei uns bist. Auf eine spannende und harmonische gemeinsame Zeit!
In Liebe, deine Mama

Was wir als Familie noch alles erleben, davon erzähle ich euch an dieser Stelle bald mehr.

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