25. Oktober 2018

Mama und Papa lesen vor

„Noch eine Geschichte…“

Mama und Papa lesen vor
© privat

Vorlesen macht unglaublich viel Spaß und trägt darüber hinaus positiv zur Entwicklung von Kindern bei. Schön, dass Julia (20 Monate), die Tochter unserer Kollegin Steffi, derzeit gar nicht genug davon bekommen kann. Lest hier, welche Bücher in der Familie angesagt sind und warum auch die Eltern vom Lesen profitieren.

Kurz vorm Zubettgehen: Julia und Mathias kuscheln zusammen, mit einem Buch in der Hand. „Vorlesen“, fordert unsere Tochter und tippt mit ihrem Finger auf eine der Seiten. Ihre Favoriten sind immer dieselben Geschichten. Beispielsweise die, in der Papa im Kaufhaus verloren geht. Oder auch die der kleinen Lina, die Angst vor der Dunkelheit hat. Dabei hat es über Monate hinweg nicht danach ausgesehen, dass Julia einmal so großes Interesse an Büchern zeigen würde. Wenn wir ihr etwas vorlesen wollten, interessierte sie das nicht. Das einzig Spannende war das wilde Vor- und Zurückblättern der Buchseiten.

Fest im Tagesablauf verankert

Dabei sind gerade Kinderbücher mit phantasievollen Geschichten und wunderschönen Illustrationen gespickt. Eine Umfrage der Stiftung Lesen hat ergeben, dass beim Betrachten und Vorlesen die Lesekompetenz der Kinder gefördert wird. Daher kann man gar nicht früh genug anfangen, die Bücher aus dem Regal zu holen. In Mathias Familie wurde das leider verpasst, er nimmt auch heute kaum ein Buch in die Hand – Julias ausgenommen. Für meinen Mann und mich stand daher fest: Vorlesen soll ein wichtiger Bestandteil in unserem Tagesablauf werden.

Da wimmelt was

Das gemeinsame Schmökern ist Teil des Bettgehrituals geworden. „Wenn kleine Hasen schlafen gehen“, Julias erstes Buch, passte da besonders gut. Irgendwann kannte sie die Handlung in- und auswendig und entdeckte schließlich Wimmelbücher für sich. Von den detailreichen Bildern konnte sie lange Zeit gar nicht genug bekommen. Immer wieder bestaunte sie das Müllauto, zeigte uns den Mann, der gerade in einen Hundehaufen stieg und litt mit dem Jungen, der über einen Stein gestolpert war. Ihr großes Highlight: Der Teddy, der sich auf allen Seiten ihres Lieblingsbuches versteckt hatte.

Papa liest vor

Seit einigen Wochen steht nun das Vorlesen hoch im Kurs. Die Geschichten dürfen freilich noch nicht allzu lange sein, weil Julias Konzentration irgendwann nachlässt. Dafür verhandelt sie fleißig über die Anzahl der Geschichten. Immer wieder fordert sie dazu auf, noch eine Geschichte vorzulesen. Das wirkt sich natürlich auf die Länge des Bettgehrituals aus. 😉
Da ich Mona stille und meistens schlafen lege, übernimmt das an vielen Tagen Mathias. Damit profitieren vom Vorlesen gleich beide: Unsere Tochter genauso wie mein Mann. Er liebt die Kuschelzeit mit seiner Großen! Und selbst mir kommt bei dem Ganzen eine wichtige Rolle zu. Denn irgendjemand „muss“ ja zwischendurch im Laden nach neuen Büchern stöbern. Erst gestern habe ich wieder etwas Passendes gefunden: Das Bilderbuch „Pippi Langstrumpf feiert Weihnachten“, mit einer liebenswürdigen Hauptdarstellerin, die noch aus unseren Kindertagen bekannt ist. Ich freue mich jetzt schon aufs gemeinsame Schmökern.

Was wir als Familie noch alles erleben, davon erzähle ich euch an dieser Stelle bald mehr.

Kommentar schreiben

Mit Absenden deines Kommentars erklärst du dich mit der Verarbeitung deiner hier angegebenen Daten einverstanden (Datenschutzerklärung). Diese werden nur zur Verwaltung der Kommentare verwendet und keinem anderen Zweck zugefügt. Du kannst jederzeit per E-Mail an datenschutz@bayard-media.de der Speicherung deiner Daten widersprechen.

* Notwendige Angaben

Menü
nach oben
X
Cover
Leben & erziehen – das Elternmagazin. ❯ Jetzt reinblättern