15. November 2018

"Mon.., nein, Julia!"

Wie heißt noch mal mein Kind?

Steffis Blog
© jesadaphorn/iStockphoto.com

Sprecht ihr eure Kinder manchmal mit dem falschen Vornamen an? Unserer Kollegin Steffi geht es jedenfalls so. Zwischen Windeln wechseln, stillen und Lego bauen bleiben im Alltag diverse Dinge auf der Strecke. Warum das auch ihren Mann etliche Nerven kostet:

„Komm doch bitte mal zur Mama, Mona! Äh… Julia!“ Ich habe gerade mal zwei Kinder und trotzdem schaffe ich es, ständig die Namen zu verwechseln. Die sogenannte Schwangerschaftsdemenz, die ich während Julias Schwangerschaft entwickelt habe, hat gefühlt nie richtig aufgehört. Oder liegt es einfach daran, dass man als Mama fast rund um die Uhr gefordert ist? Doch nicht nur mir scheint es so zu gehen: Auch Oma rutscht gerne mal „Julia“ raus, wenn sie eigentlich Mona meint – und umgekehrt. Letztens hat sie sogar mich mit „Oma“ angesprochen. Die einzige, die in der Situation einen kühlen Kopf bewahrt, ist Julia. Damit Mathias und ich unsere eigenen Namen nicht vergessen, spricht sie uns derzeit mit „Papa Hiasi“ (Mathias Spitzname) und „Mama Steffi“ an ;-).

Seit unsere Mona (3 Monate) auf der Welt ist, fällt mir erst auf, wie viele Kleinigkeiten im Familienalltag untergehen. Weil man mit dem Kopf ständig woanders ist – egal ob beim Nachwuchs, dem Haushalt, irgendwelchen Terminen oder der nächsten To-do-Liste. Wenn die Kinder dann endlich im Bett sind, ist es schön, die mentale Festplatte einfach mal runterzufahren

Was bei uns noch so auf der Strecke bleibt

1. Die Autoschlüssel. Denn leider vergesse ich ständig, sie dorthin zu legen, wo sie eigentlich hingehören. Ich kann es Mathias noch nicht mal übel nehmen, dass ihn die ständige Suche inzwischen ziemlich nervt. „Was ist so schwer daran, die Schlüssel einfach aufzuräumen?“, fragt er mich in regelmäßigen Abständen. Theoretisch hat er ja auch völlig recht. Ich kann aber nichts machen: Ich werde sie auch beim nächsten Mal wieder in der Tasche vergessen, so viel ist sicher.
2. Die Geburtstage unserer Freunde. In unserer Küche hängt ein Kalender mit den wichtigsten Geburtsdaten. Es wäre wirklich praktisch, wenn ich regelmäßig daran denken würde, einen Blick darauf zu werfen. Und dann auch tatsächlich zu gratulieren! Oft verschiebe ich es wegen Zeitmangels auf den Abend, wo es dann komplett untergeht. Ein paar Tage später fällt es mir dann meist siedend heiß wieder ein…
3. Das Nudelwasser auf dem Herd. Wenn unsere Große zum gefühlt zwanzigsten Mal nach ihrer Trinkflasche ruft oder ganz dringend Hilfe beim Wickeln ihrer Puppe braucht, rückt alles andere schon mal in den Hintergrund. Ich kann gar nicht aufzählen, wie oft mir in der letzten Zeit das Nudelwasser übergekocht ist oder der Kuchen im Ofen vergessen wurde. Manchmal finde ich beim Öffnen der Mikrowellentüre auch noch meine Teetasse – inzwischen natürlich längst wieder kalt.
4. Die Wickeltasche. Sie ist zu einem unentbehrlichen Begleiter geworden. Gerade wenn man länger unterwegs ist, sollte man darin für jeden Notfall etwas parat haben.
Schwierig wird es nur, wenn man dann vor Ort feststellt, dass die ganze Wickeltasche zu Hause vergessen wurde… Und zwar mitten in der Hofeinfahrt, wo ich sie bereits neben der offenen Autotüre platziert hatte!
Aber hey, immerhin habe ich bisher noch immer dran gedacht habe, beide Kinder einzupacken 😉

Was wir als Familie noch alles erleben, davon erzähle ich euch an dieser Stelle bald mehr.

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