25. Mai 2018

Julia bekommt ein Geschwisterchen

Wieder schwanger

Wie klärt ihr eure Kinder auf?
© Liderina/iStockphoto.com

In wenigen Monaten kann unsere Kollegin Steffi ihr zweites Kind im Arm halten! In ihrem Blog schreibt sie über ihre erneute Schwangerschaft, die verfrühte Suche nach einer Hebamme und den passenden Babynamen.

Es ist der Abend des zweiten Weihnachtsfeiertages, Mathias und ich sitzen zusammen auf der Couch. In meiner Hand: ein Schwangerschaftstest. Wir halten gespannt den Atem an und warten auf das Ergebnis. Als 21 Monate nach dem ersten positiven Test das Wort „schwanger“ aufblinkt, kommt es uns ein wenig wie ein Déjà-vu vor. Unter die erste Ungläubigkeit mischt sich Freude. Große Freude: Denn wir haben uns von Herzen ein Geschwisterchen für Julia gewünscht.
Inzwischen ist einige Zeit vergangen. Wir wissen, dass wir ein kleines Mädchen bekommen werden, ich bin im siebten Schwangerschaftsmonat angekommen und mein Bauch hat deutlich an Umfang zugenommen. Und der Alltag mit Julia wird immer anstrengender.

So läuft die zweite Schwangerschaft

Schwangerschaftsbeschwerden:

    • Ich habe großes Glück, denn auch diesmal bin ich von der typischen Übelkeit verschont geblieben. Lediglich mein Rücken macht mir ab und zu etwas zu schaffen. Anfangs war ich einmal die Woche beim Schwimmen, momentan komme ich aber leider nicht dazu. Zum Glück weiß ich, dass die Hebamme meine Beschwerden im Notfall mit Taping lindern kann.

Essiggurken? Fehlanzeige.

Hebammensuche:

    • Traurig aber wahr – in unserer Gegend herrscht seit einiger Zeit ein solcher Engpass an Hebammen, dass ich meine Nachsorgehebamme bereits in der achten Schwangerschaftswoche kontaktiert habe. Viel länger hätte ich auch nicht mehr warten brauchen: 4 Wochen später war sie für meinen Entbindungsmonat September bereits ausgebucht. Wie gut, dass mir dieses Problem bereits vorher bekannt war. Andere Schwangere haben weniger Glück, sie sind entweder lange auf der Suche oder finden mitunter auch keine Nachsorgehebamme mehr.

Vorsorgeuntersuchungen:

    • Wie auch bei Julia haben wir uns dazu entschieden, eine Nackentransparenzmessung durchführen zu lassen. Wir wollten rechtzeitig wissen, wie der Gesundheitszustand unseres Babys ist, auch wenn die Messung nur eine Wahrscheinlichkeit für einen Gendefekt abbilden kann. Diesmal ist auch Mathias mit dabei. Die Untersuchung ist aufregend: Wir sehen das Kleine zum ersten Mal auf einem großen Bildschirm, es bewegt fleißig seine winzigen Hände und Füße. Gehirn, Organe, Extremitäten – es ist alles unauffällig und gut ausgebildet. Wir gucken einfach nur und staunen. Die Frage nach dem Geschlecht kann der Arzt bereits beantworten: „Es sieht genauso aus wie beim letzten Mal. Sie bekommen eine kleine Schwester für Julia“. Als wir die Praxis verlassen, sind wir überglücklich. Das feiern wir dann auch gleich bei einem gemeinsamen Essen.

Vorbereitungen:

    • Die Vorbereitungen sind diesmal weniger aufwändig, da ein Großteil der Ausstattung von Julia noch vorhanden ist und wir ja Routine haben. Daher lassen wir alles viel entspannter angehen. Neben Kleidung haben wir schon Kinderwagen, Babyschale und die Wiege. Den Wickeltisch möchten wir nach Möglichkeit für beide Mädels gemeinsam verwenden. Der wird allerdings im künftigen zweiten Kinderzimmer Platz finden, das wir vor einer Woche frisch gestrichen haben. Neu sein wird der fahrbare Familien-Untersatz: Mein Wagen ist für zwei Kinder auf Dauer zu klein.
      Die Entbindungsklinik ist voraussichtlich dieselbe wie beim letzten Mal. Neu auf unserer Vorbereitungs-To-do-Liste: Unsere Tochter auf die neue Situation vorbereiten. Wir erzählen ihr schon seit Monaten von ihrer kleinen Schwester. Inzwischen klopft Julia fast täglich an meinen Bauch und spricht über das kleine Baby darin.

Namensfindung:

    • Bei einem Jungen wären wir uns fast schon einig gewesen, nun dauert die Suche nach dem passenden Namen noch an. Immerhin haben wir zwei Favoriten in die engere Auswahl genommen. Endgültig entscheiden werden wir uns wohl erst im Krankenhaus, wenn wir das Baby zum ersten Mal sehen. So haben wir es damals auch bei Julia gemacht.

Die Vorfreude auf das Kleine ist riesig.

    Die Nächte tausche ich ungern, weil ich es so genieße, dass Julia inzwischen meistens durchschläft. Aber trotz der ersten turbulenten Wochen und Monate wird auch so viel Schönes auf uns zukommen: der Moment, wenn wir unsere zweite Tochter zum ersten Mal sehen dürfen. Die Premieren, wie beispielsweise die ersten Worte und Schritte. Die Zeit, wenn sie und Julia zu Spielkameradinnen zusammenwachsen. Das Kinderlachen, das Eltern so unglaublich glücklich macht. Auf all das (und vieles mehr) freuen wir uns schon sehr.

Was wir als Familie noch alles erleben, davon erzähle ich euch an dieser Stelle bald mehr.

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