27. November 2018

Traditionen tun gut

Zauberhafter Advent

Große Weihnachtsumfrage
© FamVeld/iStockphoto.com

Manchmal tut es gut, sich ein Stück seiner Kindheit zu bewahren, findet unsere Kollegin Steffi. Warum das ganz besonders für die Advents- und Weihnachtszeit gilt, wie sie ihren Kindern zauberhafte Momente schenken will und welchen Platz sich Julia (23 Monate) für den Brief ans Christkind ausgesucht hat:

Die Vorweihnachtszeit war in meiner Kindheit immer etwas ganz Besonderes. Mein Papa hat uns Geschichten erzählt, außerdem gehörte es zur Tradition, gemeinsam die Krippe aufzubauen. Das Haus erstrahlte in stimmungsvollen Lichtern und wir konnten es kaum erwarten, an Heiligabend endlich die Türe zum Wohnzimmer zu öffnen. Die vielen glücklichen Erinnerungen trage ich noch heute im Herzen und fühle mich in diesen Wochen manchmal selber wieder wie ein Kind. Es ist mir deshalb sehr wichtig, dass wir mit unseren beiden Mädchen die Vorweihnachtszeit genießen und unsere eigenen Traditionen schaffen.

Adventskalender

Mona ist leider noch zu klein für einen Adventskalender, dafür darf Julia zum ersten Mal die Türchen ihres Kalenders öffnen. Ich bin im Supermarkt lange um das Regal herumgeschlichen, bis ich unter den vielen Kalendern endlich den passenden gefunden habe. Unsere Große darf sich in diesem Jahr über einen Adventskalender mit Kinderschokolade freuen. Eines der schönsten Geschenke, die ich bisher bekommen habe, war übrigens auch ein Adventskalender. Als ich vor zwei Jahren mit Julia schwanger war, bekam ich von meinem Bruder und seiner Freundin 24 selbstbefüllte Papiertüten. Es war jeden Tag ein kleines Geschenk für Julia oder mich darin. Das Wichtigste: Kuscheltier „Herr Markus“, das unsere Tochter noch heute begleitet.

Die Krippe

Meine Krippe ist ein echtes Schmuckstück: Sie stammt wie – die meiner Eltern – von einem Krippenbauer und ist ganze 140 Zentimeter lang. Das Aufbauen erfordert natürlich Zeit, es braucht zwei Männer, um die Platte mit dem Stall vom Dachboden runterzuhieven. Die Fläche wird jedes Jahr neu mit frischem Moos ausgelegt, das wir gemeinsam im Wald holen. Damit sich der Aufwand lohnt, wird die Krippe pünktlich zum ersten Advent aufgebaut. Normalerweise. Leider müssen wir in diesem Jahr schweren Herzen darauf verzichten, weil das Wohnzimmer derzeit noch die Wickelkommode und Monas Laufstall beherbergt und deshalb kein Platz ist.

Plätzchen backen

Leckere Plätzchen dürfen natürlich nicht fehlen. Ich habe aktuell zwar nicht so viel Zeit wie früher, darum gibt es nur unsere Lieblingssorten. In diesem Jahr sind das Butterplätzchen mit Marmelade und Nutella sowie Schokoladenbrot. Falls mich die Muße küsst, probiere ich vielleicht auch noch Ringe mit Marzipan und Amarenakirschen aus, mal sehen 😉 Diesmal wird mir Julia beim Ausstechen und Backen Gesellschaft leisten. Auf meinem Einkaufszettel stehen schon Schokostreusel und Zuckerperlen. Damit darf sie ihre eigenen Kekse bestreuen. Ein einfaches Rezept für Ausstech-Plätzchen findet ihr hier!

Der Nikolaus

In diesem Jahr stellen wir nur die Schuhe zum Befüllen vor die Türe – natürlich die Gummistiefel, weil darin am meisten Platz für die Süßigkeiten ist. Den ersten „Hausbesuch“ haben wir für das kommende Jahr geplant, wenn die Kinder etwas größer sind. Die beiden werden dem Nikolaus aber trotzdem begegnen: Zum Einen auf der Feier von Julias Krabbelgruppe, zum anderen während der Nikolausfeier bei uns im Dorf, die erstmalig von der Pfarrei für die Kinder organisiert wird. Eine sehr schöne Idee, wie ich finde.

Aufs Christkind warten

„Ich habe das Christkind gesehen“, haben uns früher unsere Eltern versichert. Obwohl wir uns vor dem Fenster so oft auf die Lauer gelegt haben, konnten wir leider nie einen Blick darauf erhaschen…
Julia und ich haben stattdessen einen Brief ans Christkind geschrieben (Adressen von Weihnachtspostämtern gibt’s hier als Download). Den haben wir gemeinsam auf dem Briefkasten platziert – auf Wunsch unserer Tochter auf dem meiner Eltern, weil der von außen besser zu sehen ist. Am nächsten Tag war der Brief wie von Zauberhand verschwunden, dafür hing eine Strähne mit glitzerndem Engelshaar daran.
Manchmal ist es gar nicht so leicht, im stressigen Alltag den Zauber der Adventszeit auf sich wirken zu lassen. Wenn man aber alles mit Kinderaugen betrachtet, lohnt es sich immer wieder!

Was wir als Familie noch alles erleben, davon erzähle ich euch an dieser Stelle bald mehr.

Kommentar schreiben

Mit Absenden deines Kommentars erklärst du dich mit der Verarbeitung deiner hier angegebenen Daten einverstanden (Datenschutzerklärung). Diese werden nur zur Verwaltung der Kommentare verwendet und keinem anderen Zweck zugefügt. Du kannst jederzeit per E-Mail an datenschutz@bayard-media.de der Speicherung deiner Daten widersprechen.

* Notwendige Angaben

Menü
nach oben
X
Cover
Leben & erziehen – das Elternmagazin. ❯ Jetzt reinblättern