29. Dezember 2016

Die ersten Tage mit Baby

Unser Start als Familie

Die ersten Tage mit Baby
© Liudmila_Fadzeyeva/iStockphoto.com

Wie es Steffi die ersten Tage zu Hause mit Baby ergangen ist und warum die Kleine das Leben der Familie schon nach ein paar Tagen auf den Kopf stellt.

Julias Geburt war aufregend: Auf einmal lag da dieses kleine Wesen, das ich über Monate in meinem Bauch gespürt habe. Neben unendlicher Liebe war mein Kopf auch voller Fragezeichen: Wie funktioniert Stillen, Wickeln, Baden? Ich hatte großes Glück, denn während unseres Krankenhaus-Aufenthalts kamen verhältnismäßig wenig Babys zur Welt, und so hatten Julia und ich ein Zimmer für uns alleine. Die Krankenschwestern waren sehr bemüht – es gab ein Wickel- und Stillzimmer, in dem wir rund um die Uhr Hilfe bekommen haben. Wie legt man richtig an? Wie bade ich mein Kind am besten? Mathias und ich hatten anfangs keine Ahnung und Angst, wir könnten Julia einen Finger oder Fuß abbrechen. Aber Kinder sind robuster, als man denkt. 😉 Nach drei Tagen wurden wir bereits entlassen.

Zwischen Glück und Baby-Blues
Die erste Zeit zu Hause war eine Achterbahnfahrt. Zwischen Glücksgefühlen und vielen Fragen hat sich auch der Baby-Blues bemerkbar gemacht. Dass so ein kleiner Zwerg das Leben auf den Kopf stellt, war uns von klar. Aber man ist trotzdem nicht ansatzweise auf den neuen Alltag vorbereitet. Denn da ist plötzlich jemand, der den kompletten Tagesrhythmus bestimmt. Essen, beruhigen, wickeln, schlafen – und das 24 Stunden nonstop. Was will ein Baby, wenn es schreit? Um das herauszufinden, mussten wir unsere Kleine erst einmal ein wenig besser kennenlernen.

Und auch heute, drei Wochen später, wissen wir das manchmal noch nicht. Denn vor allem abends ist Julia manchmal nur schwer zu beruhigen. Auch die nächtliche Umstellung ist nicht ganz ohne. Mehr als zwei Stunden am Stück schlafen sind momentan nicht drin. Die Augenringe lassen grüßen. 😉 Zuletzt ist uns beiden ein wenig die Decke auf den Kopf gefallen, weil sich ein Großteil des Tages jetzt in den eigenen vier Wänden abspielt. Aber zum Glück hat Mathias vier Wochen Elternzeit, das macht den Start immerhin einfacher!

Danke an unsere Hebamme
Ein großer Rettungsanker war unsere Hebamme. Wir konnten es manchmal kaum erwarten, bis sie bei uns war. Viele ihrer Tipps haben es uns leichter gemacht. So haben wir mit Julia einen Darmaufbau gemacht und nun Bauchwehtropfen in unserer Hausapotheke. Nachts wird sie mit einer Decke gepuckt, damit sie etwas ruhiger schläft. Meine Brust, die kurz vor einer Entzündung stand, habe ich mit Abpumpen und Umschlägen mit Quark und Retterspitz wieder in den Griff bekommen.

Unser Alltag spielt sich jeden Tag etwas besser ein. Auch dank der Großeltern, die Julia gerne zu sich nehmen. Dort darf sie dann mit der Oma kuscheln oder bekommt von Opa eine Geschichte vorgelesen. Mathias und ich holen in dieser Zeit Schlaf nach, machen den Haushalt oder genießen einfach mal die Zeit zu zweit. Morgen steht ein Highlight auf dem Programm, wir gehen zu zweit ins Kino. So sehr wir uns auch darauf freuen: Ich bin mir sicher, dass ich unsere Kleine vermisse, bis wir wieder heimkommen. Denn sie ist längst zu einem wichtigen Teil unseres Lebens geworden. Und es gibt gerade nichts Schöneres als mit ihr zu kuscheln oder ihr zufriedenes Lächeln zu sehen, wenn sie einschläft.

Wie der gemeinsame Start als Familie in den ersten Wochen klappt, darüber erzähle ich euch an dieser Stelle bald mehr.

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