Flicken statt wegwerfen!

Kleidung reparieren: Zweite Chance für Kindersachen

Löcher in der Hose, Flecken auf dem Shirt – Kindersachen müssen im Alltag einiges mitmachen. Kleine Fehler sind aber kein Grund, gut erhaltene Sachen zu entsorgen. Wir zeigen, wie ihr Kleidung reparieren könnt und tolle Hingucker daraus werden!

Mit Bügelbildern lässt sich Kleidung wunderbar reparieren – die Auswahl ist riesig!
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Mit Bügelbildern lässt sich Kleidung wunderbar reparieren – die Auswahl ist riesig!

1. Bügelflicken und Aufnäher für Kinder

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Ein Loch in der Jeans verschwindet flugs unter einem Bügelpatch.

Langweilige Cord-Flicken waren gestern. Die Auswahl an Patches zum Aufbügeln oder -nähen ist heute riesig. Ob Tierliebhaber, Baustellenfan oder Mini-Astronautin, für alle Interessen eurer Kinder gibt es die passenden Motive. Um Löcher zu verdecken, empfehlen sich gewebte Patches. Flecken lassen sich auch mit einfachen Bügelfolie-Bildern wunderbar verstecken.

So geht's:

Möchtet ihr ein Loch reparieren und es haben sich am Rand Fransen gebildet, entfernt diese zunächst mit einer Nagelschere. Anschließend schiebt ihr ein Stück Backpapier (ohne Beschichtung!) von innen in das Kleidungsstück. So verhindert ihr, dass das Patch später an der Innenseite haftet. Legt das Motiv auf die gewünschte Stelle und bedeckt es mit Backpapier. Das schützt Patch und Bügeleisen vor Verschmutzungen. Bügelt es entsprechend der beiliegenden Anleitung mit starkem Druck auf und lasst das Ganze dann etwa 15 Minuten abkühlen.

Zur Sicherheit könnt ihr das Patch noch von Hand festnähen. Hochwertige Aufbügler halten in der Regel aber auch ohne Naht wunderbar.

2. Visual Mending / Sashiko-Technik

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Wenn aus Notwendigkeit Kunst wird: Visual Mending!

Risse am Knie sehen anfangs cool aus, doch beim Toben werden sie schnell größer. Diese Stelle lässt sich kaum unsichtbar reparieren, deshalb macht das Loch doch direkt zu einem Hingucker! Diese Technik heißt "Visual Mending", sichtbares Reparieren.

So geht's:

Ihr braucht ein Stück Stoff, das an allen Seiten mindestens einen Zentimeter größer ist als das Loch. Das kann ein bunt gemusterter Baumwollstoff sein, aber auch die aussortierte Jeans von Opa. Wichtig ist nur, dass der Stoff nicht dehnbar ist.

Ob ihr den Flicken von innen oder außen annäht, ist Geschmacksache. Fixiert ihn mit etwas (!) Textilkleber. Zeichnet dann mit einem Lineal senkrechte Linien über den Flickstoff und das Kleidungsstück. Nun näht ihr mit einem bunten Stickgarn die vorgezeichneten Linien nach. Anfang und Ende des Garns auf der Innenseite verknoten, fertig.

Simple Linien sind euch zu schlicht? In dem Buch "Stich für Stich: Kreativ reparieren"* (2020, Maro, ca. 30 Euro via Amazon) oder auf Pinterest findet ihr viele weitere Anleitungen und Ideen!

3. Einfache Motive sticken

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Walk-Overalls sind enorm beliebt und lassen sich mit Stickmotiven toll reparieren.

Zugegeben, diese Variante erfordert etwas Geschick: Niedliche Stickmotive machen aus kleineren Fehlern in Kinderkleidung tolle Hingucker! Videoanleitungen für Herzen, Sterne oder eine Sonne (und vieles mehr) findet ihr beispielsweise bei Pinterest.

So geht's:

Zeichnet mit Kreide oder einem wasserlöslichen Textilstift das gewünschte Motiv auf, sodass sich das Loch etwa in der Mitte befindet. Möchtet ihr ein Oberteil verzieren, könnt ihr dieses auch in einen Stickrahmen* einspannen. Bei schwerer zugänglichen Stellen kann ein Tennisball oder Bügelei* Abhilfe schaffen.

Die Anleitung für unser Herz-Motiv findest du hier: pin.it/2w09POn.

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