Als Einschlafritual

Gute-Nacht-Lieder – mit Texten zum Vorsingen

Überall auf der Welt begleiten Gute-Nacht-Lieder Babys in den Schlaf. Weil sie sich sicher und geborgen fühlen und so viel leichter ins Land der Träume reisen. Wir haben für euch die Texte der beliebtesten Einschlaflieder für Babys und kleine Kinder.

Gute-Nacht-Lieder begleiten Kinder sanft ins Reich der Träume.
© Getty Images/SolStock
Gute-Nacht-Lieder begleiten Kinder sanft ins Reich der Träume.

Beim Singen der Gute-Nacht-Lieder kommt es nicht darauf an, eine gute Stimme zu haben oder den Ton richtig zu halten. Egal, wie schräg Eltern singen, ob sie improvisieren oder nur summen: Kinder lieben sie dafür und würden die Stimme von Mama oder Papa niemals gegen die einer Spieluhr oder Musikkassette eintauschen.

Singen vermittelt Kindern Geborgenheit

Im Dialog zwischen Mama oder Papa und Kind werden die Kinder allmählich mit der Sprache vertraut. Wenn das Baby lächelt, wird die Stimme der Mutter oder des Vaters wärmer, wenn es den Kopf wegdreht, sehen die Eltern, dass es jetzt genug hat. Zudem schaukeln Eltern das Kind meist im Rhythmus der Melodie. Damit kann es die Stimme, das Singen und die Worte mit all seinen Sinnen aufnehmen. Gerade etliche alte Gute-Nacht-Lieder haben den wiegenden Rhythmus des 6/8-Taktes, zu dem die Eltern ihr Baby wie selbstverständlich hin- und herschaukeln. So bekommen Kinder beim Singen viel Liebe und Geborgenheit vermittelt.

Am besten selber singen statt Lieder abzuspielen

Natürlich gibt es viele Abspielgeräte oder auch Spielzeuge, die man mit Musik oder sogar der eigenen Stimme bespielen kann. Doch nichts ersetzt das abendliche Singen, bei dem Eltern und Kinder sich nahe sind, vielleicht auch etwas kuscheln, zumindest aber intensiv Zeit miteinander verbringen.

Größere Kinder können bei den Schlafliedern mitsingen

Schön ist es, wenn das abendliche Singen in einer Familie zum regelmäßigen Ritual wird. Und wie niedlich, wenn die Kleinen – oft ganz von sich aus – plötzlich anfangen, mitzusingen. Manchmal kommen lustige Wortkreationen dabei hinaus und die Eltern stellen fest, dass das Kind einzelne Wörter bisher möglicherweise noch gar nicht richtig verstanden hatte. Aber das macht überhaupt nichts und kommt von ganz alleine. Hier kommt es in erster Linie darauf an, dass die Kleinen sich wohl und geborgen fühlen. Und wenn irgendwann alle mitsingen, ist es umso schöner.

Schlaflieder sind gesund

Ob "Guten Abend, gute Nacht", "Schlaf, Kindlein, schlaf": Die sanften Klänge der Wiegenlieder beruhigen Kinder. Sie finden so leichter in den Schlaf. Der Körper kommt messbar zur Ruhe, wie Forscher von der britischen Roehampton University jetzt in einer Studie belegen: Wenn Eltern ihren kranken Kindern ein Schlaflied vorsangen, fühlten sich die Kleinen gleich wohler. Vorsingen war dabei sogar effektiver, als eine Geschichte vorzulesen

An der Studie in einem Londoner Kinderkrankenhaus nahmen 37 Kinder teil, die bis zu vier Jahre alt waren und eine Erkrankung an Herz oder Atmung hatten. Die Kinder hörten zuerst ein Schlaflied oder eine Geschichte – oder sie wurden gar nicht angesprochen. Das Ergebnis war eindeutig: Nachdem die Kinder zehn Minuten lang Schlaflieder gehört hatten, schlug ihr Herz langsamer, sie hatten weniger Angst und ihr Schmerzempfinden sank.

"Eltern singen ihren Kindern schon seit Tausenden von Jahren Lieder vor und haben intuitiv gewusst, dass es ihren Kindern bei der Entspannung hilft", sagt Studienleiter Nick Pickett. Die positiven Auswirkungen auf die Gesundheit der Kinder seien ausschließlich auf das Vorsingen und nicht auf die Aufmerksamkeit der Erwachsenen zurückzuführen – da sind sich die Wissenschaftler sicher. Denn sonst, so Mediziner Pickett, hätte auch das Vorlesen – oder sogar das Alleinlassen – zu den gleichen körperlichen Reaktionen geführt. Schon vorherige Studien ließen vermuten, dass Musik sich positiv auf die Gesundheit auswirkt. So ist bekannt, dass Sänger die Atmung mehr aktivieren als Nichtsänger und damit die Abwehrkräfte stärken.

Auch Erwachsene profitieren übrigens von Musik zum Einschlafen.

Hier sind die Texte der schönsten Einschlaflieder für Babys und Kinder:

Der Text zu "La le lu"

La le lu

La le lu
Nur der Mann im Mond schaut zu
Wenn die kleinen Babys schlafen
Drum schlaf’ auch du.
La le lu
Vor dem Bettchen steh’n zwei Schuh
Und die sind genauso müde
Geh’n jetzt zur Ruh’.

Dann kommt auch der Sandmann
Leis’ tritt er ins Haus
Such aus seinen Träumen
Dir den schönsten aus.

La le lu
Nur der Mann im Mond schaut zu
Wenn die kleinen Babys schlafen
Drum schlaf’ auch du.

Sind alle die Sterne
Am Himmel erwacht
Dann sing ich so gerne
Ein Lied dir zur Nacht.

La le lu
Nur der Mann im Mond schaut zu
Wenn die kleinen Babys schlafen
Drum schlaf’ auch du.

Der Text zu: "Guten Abend, gute Nacht"

Guten Abend, gut’ Nacht
Mit Rosen bedacht
Mit Näglein besteckt
Schlüpf unter die Deck’
Morgen früh, wenn Gott will
Wirst du wieder geweckt
Morgen früh, wenn Gott will
Wirst du wieder geweckt.
Guten Abend, gut’ Nacht
Von Englein bewacht
Die zeigen im Traum
Dir Christkindleins Baum
Schlaf nun selig und süß
Schau im Traum ’s Paradies
Schlaf nun selig und süß
Schau im Traum ’s Paradies.

Guten Abend, gut’ Nacht
Mit Rosen bedacht
Mit Näglein besteckt
Schlüpf unter die Deck’
Morgen früh, wenn Gott will
Wirst du wieder geweckt
Morgen früh, wenn Gott will
Wirst du wieder geweckt.

Der Text zu "Schlafe, mein Prinzchen, schlaf ein" (Mozarts Wiegenlied)

Schlafe, mein Prinzchen, schlaf ein,
es ruh'n Schäfchen und Vögelein.
Garten und Wiese verstummt,
auch nicht ein Bienchen mehr summt.
Luna mit silbernem Schein
gucket zum Fenster herein.
Schlafe beim silbernen Schein.
Schlafe, mein Prinzchen, schlaf ein.

Auch in dem Schlosse schon liegt
alles in Schlummer gewiegt,
reget kein Mäuschen sich mehr,
Keller und Küche sind leer.
Nur in der Zofe Gemach
tönet ein schmelzendes Ach.
Was für ein Ach mag dies sein?
Schlafe, mein Prinzchen, schlaf ein.

Wer ist beglückter als du?
Nichts als Vergnügen und Ruh!
Spielwerk und Zucker vollauf
und auch Karossen im Lauf.
Alles besorgt und bereit,
dass nur mein Prinzchen nicht schreit.
Was wird das künftig erst sein?
Schlafe, mein Prinzchen, schlaf ein.

Der Text zu "Weißt du, wie viel Sternlein stehen"

Weißt du wie viel Sternlein stehen
An dem blauen Himmelszelt
Weißt du wie viel Wolken gehen
Weithin über alle Welt
Gott der Herr hat sie gezählet
Dass ihm auch nicht eines fehlet
An der ganzen großen Zahl
An der ganzen großen Zahl.

Weißt du wie viel Mücklein spielen
In der heißen Sonnenglut
Wie viel Fischlein auch sich kühlen
In der hellen Wasserflut
Gott, der Herr, rief sie mit Namen
Dass sie all' ins Leben kamen
Dass sie nun so fröhlich sind
Dass sie nun so fröhlich sind.

Weißt du wie viel Kinder frühe
Stehn aus ihrem Bettlein auf
Dass sie ohne Sorg und Mühe
Fröhlich sind im Tageslauf
Gott im Himmel hat an allen
Seine Lust, Sein Wohlgefallen
Kennt auch dich und hat dich lieb
Kennt auch dich und hat dich lieb.

Der Text zu "Schlaf, Kindlein, schlaf"

Schlaf, Kindlein, schlaf!
Der Vater hüt’t die Schaf,
die Mutter schüttel’s Bäumelein,
da fällt herab ein Träumelein.
Schlaf, Kindlein, schlaf!

Schlaf, Kindlein, schlaf!
Am Himmel zieh’n die Schaf’:
Die Sternlein sind die Lämmerlein,
der Mond, der ist das Schäferlein.
Schlaf, Kindlein, schlaf!

Schlaf, Kindlein, schlaf!
So schenk’ ich dir ein Schaf
mit einer goldnen Schelle fein,
das soll dein Spielgeselle sein.
Schlaf, Kindlein, schlaf!

Schlaf, Kindlein, schlaf!
und blök’ nicht, wie ein Schaf:
Sonst kommt des Schäfers Hündelein
und beißt mein böses Kindelein.
Schlaf, Kindlein, schlaf!

Schlaf, Kindlein, schlaf!
Geh fort und hüt’ die Schaf,
geh fort, du schwarzes Hündelein,
und weck’ mir nicht mein Kindelein!
Schlaf, Kindlein, schlaf!

Der Text zu "Der Mond ist aufgegangen"

Der Mond ist aufgegangen
Die gold'nen Sternlein prangen
Am Himmel hell und klar.
Der Wald steht schwarz und schweiget,
Und aus den Wiesen steiget
Der weiße Nebel wunderbar.

Wie ist die Welt so stille
Und in der Dämm'rung Hülle
So traulich und so hold
Als eine stille Kammer,
Wo ihr des Tages Jammer
Verschlafen und vergessen sollt.

Seht ihr den Mond dort stehen?
Er ist nur halb zu sehen
Und ist doch rund und schön.
So sind wohl manche Sachen,
Die wir getrost belachen,
Weil uns're Augen sie nicht seh'n.

Wir stolzen Menschenkinder
Sind eitel arme Sünder
Und wissen gar nicht viel.
Wir spinnen Luftgespinste
Und suchen viele Künste
Und kommen weiter von dem Ziel.

Gott, lass dein Heil uns schauen,
Auf nichts Vergänglich's trauen,
Nicht Eitelkeit uns freu'n,
Lass uns einfältig werden
Und vor dir hier auf Erden
Wie Kinder fromm und fröhlich sein.

Wollst endlich sonder Grämen
Aus dieser Welt uns nehmen
Durch einen sanften Tod;
Und wenn du uns genommen,
Lass uns in Himmel kommen,
Du unser Herr und unser Gott.

So legt euch denn, ihr Brüder,
In Gottes Namen nieder;
Kalt ist der Abendhauch.
Verschon' uns, Gott, mit Strafen
Und lass uns ruhig schlafen.
Und unser'n kranken Nachbarn auch!

Der Text zu "Müde bin ich, geh zur Ruh"

Müde bin ich, geh zur Ruh,
schließe beide Äuglein zu.
Vater, lass die Augen dein
über meinem Bette sein.

Hab ich Unrecht heut getan,
sieh es, lieber Gott, nicht an,
deine Gnad und Jesu Blut
macht ja allen Schaden gut.

Alle, die mir sind verwandt,
Gott, lass ruhn in deiner Hand,
alle Menschen, groß und klein,
sollen dir befohlen sein.

Kranken Herzen sende Ruh,
nasse Augen schließe zu.
Lass den Mond am Himmel stehn
und die stille Welt besehn.

Der Text zu "Kindlein mein, schlaf doch ein"

Kindlein mein, schlafe ein,
weil die Sternlein kommen.
Und der Mond kommt auch schon
wieder angeschwommen.
Eia Wieglein, Wieglein mein,
schlaf doch, Kindlein, schlafe ein!

Kindlein mein, schlaf doch ein,
denn die Nacht kommt nieder.
Und der Wind summt dem Kind
seine Wiegenlieder.
Eia Wieglein, Wieglein mein,
schlaf doch, Kindlein, schlafe ein.

Kindlein mein, schlaf doch ein,
Vöglein fliegt vom Baume.
Fliegt geschwind zu meinem Kind,
singt ihm vor im Traume.
Eia Wieglein, Wieglein mein,
schlaf doch, Kindlein, schlafe ein.

Der Text zu "Die Blümelein, sie schlafen" (das Sändmännchen-Lied)

Die Blümelein, sie schlafen
schon längst im Mondenschein,
sie nicken mit den Köpfchen
auf ihren Stengelein.
Es rüttelt sich der Blütenbaum,
er säuselt wie im Traum;
schlafe, schlafe, du mein Kindlein.

Die Vögelein, sie sangen
so süß im Sonnenschein,
sie sind zur Ruh' gegangen
in ihre Nestchen klein;
das Heimchen in dem Ährengrund,
es tut allein sich kund.
Schlafe, schlafe, du mein Kindlein.

Sandmännchen kommt geschlichen
und guckt durchs Fensterlein,
ob irgend noch ein Liebchen
nicht mag zu Bette sein;
und wo er noch ein Kindchen fand,
streut er ins Aug' ihm Sand:
Schlafe, schlafe, du mein Kindlein.

Sandmännchen aus dem Zimmer,
es schläft mein Herzchen fein,
es ist gar fest verschlossen
schon sein Guckäugelein.
Es leuchtet morgen mir Willkomm
das Äugelein so fromm!
Schlafe, schlafe, du mein Kindlein.

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