Fremdstillen

Dieses Baby wird von der Mutter UND der Oma gestillt

Muttermilch im Doppelpack: Eine junge Mutter aus den USA hat öffentlich erzählt, dass ihre Tochter die Brust von ihr und der Oma bekommt. "Eklig und unnatürlich" – finden viele in ihrem Umfeld.

Baby Naomi wird sowohl von der Mama als auch von der Oma gestillt.
© Foto: Facebook/Shug_Love
Baby Naomi wird sowohl von der Mama als auch von der Oma gestillt.

Kaum ein Mama-Thema birgt soviel Konfliktpotenzial wie das Stillen. Wer sein Baby gar nicht oder nur kurz stillt, macht es falsch. Langzeitstillen ist sowieso verpöhnt. Da ist es nicht verwunderlich, dass eine junge Frau aus den USA regelrecht angefeindet wurde, nachdem sie öffentlich machte, dass ihre kleine Tochter sowohl von ihr als auch von der Oma die Brust bekommt. 

"Sie fing direkt an zu saugen."

Aber von Anfang an: Die 21-Jährige Julia stillt ihre kleine Tochter Naomi anfangs ausschließlich alleine. Als sie eines Tages dringend duschen möchte, geht sie zu ihrer Mutter Angela, die direkt nebenan wohnt. Doch als Julia gerade ihre wohlverdiente Dusche genießt, bekommt Naomi Hunger. Also springt die Oma ein und gibt ihrer damals vier Monate alten Enkelin die Brust. Mit Erfolg! 

"Meine Mutter hatte mich zuvor schon einmal gefragt, wie es für mich wäre, wenn sie Naomi stillen würde", erzählte Julia der britischen Zeitung "Sun". Für sie war es völlig in Ordnung, sie hatten es bislang einfach noch nicht ausprobiert. "Wir waren uns auch nicht sicher, ob Naomi die Brust annehmen würde, aber sie fing direkt an zu saugen."

Omas Brüste haben nie aufgehört, Milch zu produzieren.

Oma Angela hat selbst fünf Kinder zur Welt gebracht und ihre Brüste haben nie aufgehört, Milch zu produzieren. Und das, obwohl sie mittlerweile 47 Jahre alt ist. "Für mich war es ein unglaublich magischer Moment. Mein Baby bekommt die gleiche Muttermilch, die mich viele Jahre zuvor auch ernährt hat", so Julia. 

Zum Zeitpunkt des Interviews ist Naomi zehn Monate alt und bekommt "ein paar Mal im Monat" Omas Brust. Eine große Unterstützung für die Mama, da Naomi sehr gerne "24/7" trinken möchte. "So habe ich sogar die Chance, mal ein bisschen länger zu schlafen oder in Ruhe etwas zu essen. Und die beiden hat das Stillen richtig zusammengeschweißt."

Nicht alle in ihrem Umfeld sind aber so begeistert über das Fremdstillen wie Mutter und Tochter: "Die Leute finden es eklig, komisch und unnatürlich. Aber ein Baby zu stillen, ist doch das Natürlichste der Welt!"

Zugegeben: Ein wenig ungewohnt ist der Anblick schon. Aber letztlich muss jede Familie für sich den passenden Weg finden.

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