Gegen Schuldgefühle und Zweifel

Habt ihr schon Mal die "Ich-bin-eine-fabelhafte-Mutter-Liste" ausprobiert?

Kämpft ihr als Mama auch oft mit Selbstzweifeln und Schuldgefühlen? Dann probiert unbedingt mal den Trick mit der "Ich-bin-eine-fabelhafte-Mutter-Liste" aus! Wir erklären, was dahintersteckt.

© iStock/miniseries
Selbstzweifel? Stellt eure Leistung als Mutter nicht zu oft infrage – schreibt euch eine Liste!

Mache ich wirklich alles richtig – bin ich eine gute Mama? Ja, auch ich gehöre zu den Mamas, die sich ständig den Kopf darüber zerbrechen, ob sie denn mit diesem oder jenem auch den richtigen Weg bei ihrem Kind wählen. Wenn mein Ton doch einmal ein bisschen schärfer geworden ist, fühle ich mich direkt schlecht. Und noch schlechter, wenn dann dicke Kullertränen fließen. Beispiele, die uns Mamas Schuldgefühle bescheren können, gibt es viele, denn genauso viele Konflikte bietet uns der Alltag mit (Klein-)Kind. Viele Frauen machen sich Sorgen, weil sie nicht immer die perfekte Mutter sind, die sie gerne wären. Was wäre, wenn es einen Weg gebe, viel besser mit diesen (wir wissen es selber: manchmal einfach total irrsinnigen) Schuldgefühlen umzugehen?

Die Fabelhafte-Mutter-Liste für mehr gute Gefühle und Akzeptanz

Um euch an schwierigen Tagen, an denen ihr es leicht vergessen könntet, daran zu erinnern, solltet ihr euch eine "Ich bin eine fabelhafte Mutter"-Liste erstellen! Als kleine Gedächtnisstütze – und möglicherweise eine zusätzliche Bestätigung. Denn manchmal brauchen wir als Mama eben eine kleine Erinnerung an das Gute, das wir für unsere Kinder tun. Die Anfertigung einer solchen Liste kann tatsächlich vieles bewirken. Plötzlich fühlt man sich viel leichter. Der Ballast, der sonst so schwer wiegt, fällt einem von den Schultern. Denn viel zu häufig vergisst man die Dinge, die man gut macht. Und das sind sicherlich einige! Mit der Ich-bin-eine-fabelhafte-Mutter-Liste schätzt man, was man bereits gut macht und akzeptiert das, was man (noch) besser machen kann.

Anregungen für die Fabelhafte-Mutter-Liste

Leider ist es viel zu häufig der Fall, dass wir nur den Blick auf das Negative richten. Und all das Schöne und Gute vergessen. Fangt bei den kleinen Dingen an, bei alltäglichen Ritualen, Kuscheleinheiten, – oder, oder, oder! Hier ein paar Beispiele:

  1. Ich wecke mein Kind jeden Morgen sanft mit einem Lächeln und viel Gekuschel.
  2. Ich richte meinen Tagesplan so gut es eben geht nach den Bedürfnissen meines Kindes.
  3. Ich entschuldige mich bei meinem Kind. Wenn ich etwas falsch gemacht habe, gebe ich es zu und sage, dass es mir leidtut.
  4. Nach der Kita/der Schule nehme ich mir Zeit (nur) für mein Kind – Zeit mit meinem Kind ist mir das Wichtigste.
  5. Ich erziehe mein Kind aus dem Bauch heraus. 
  6. Ich versuche immer, mein Bestes zu geben und meinem Kind die beste Mama zu sein.
  7. Ich spiele auch zum tausendsten Mal Feuerwehreinsatz mit Mini, lese zehnmal hintereinander sein Lieblingsbuch und höre andauernd sein Lieblingskinderlied mit der Quietschestimme – obwohl ich es eigentlich nervig finde, oder die Spiele schon ihren Reiz verloren haben: Ich konzentriere mich auf die Freude, die es ihm bereitet.
  8. Ich bin geduldig und einfühlsam.
  9. Ich kann die Wutanfälle meines Kindes aushalten und verständnisvoll begleiten.
  10. Mein Kind wird geliebt und das zeige ich ihm auch. Achtung Knutsch-Alarm!
  11. Ich lese meinem Baby/Kind jeden Tag vor.
  12. Ich bereite meinem Kind so oft es geht eine frische, gesunde und leckere Mahlzeit zu.
  13. Ich bin eine Mama, die selber viel lacht und die für (fast) jeden Quatsch zu haben ist.
  14. Vom Wäschewaschen bis zum Wischen des Küchenbodens: Ich ermuntere mein Kind dazu, im Haushalt zu helfen. Dadurch ist es auch sonst sehr hilfsbereit.
  15. Mein Kind weiß: Egal wie tief es bergab geht, Mama fängt dich auf.
  16. Ich zeige Interesse für das Gesagte, Gebastelte oder Gesungene meines Kindes.
  17. Mein Kind darf bei mir einfach Kind sein.
  18. Ich lasse auch mal alle Fünfe gerade sein und höre nicht auf andere Stimmen ("Man macht das aber nicht!").
  19. Mein Kind kann sich immer auf mich verlassen.
  20. Ich kämpfe für mein Kind wie eine Löwin. Jederzeit.

Liebe Mamas: Habt mehr Mut zur Selbstliebe

Wir Mamas sollten uns definitiv öfter loben. Und uns selbst und unsere Stärken viel mehr feiern. Klar ist, dass jeder mal einen miesen Tag hat. Da liegen dann die Nerven blank, man hält einen Wutanfall weniger gut aus, die Motivation lässt zu wünschen übrig oder der Schlafmangel ist einfach der Feind. Wichtig ist nur, dass ihr eines wisst: ES. IST. OKAY. Ja, all das ist menschlich. Und es ist nicht schlimm, wenn unsere Kids das auch merken – natürlich nur bis zu einem gewissen Grad. Sie dürfen ruhig wissen: Mama ist eben auch nicht immer happy. Aber dennoch liebt sie mich. Immer. Bedingungslos.

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